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Dune: Awakening
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FeaturedPlayStation 5Testberichte

Dune: Awakening (PS5) Test

Altin Safaei
Altin Safaei
Veröffentlicht am: 22. September 2026
Letztes Update: 22. September 2026
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20 Min. Lesezeit
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Dune: Awakening
8
Dune: Awakening (PS5) Test

Dune: Awakening wirft euch ohne große Vorwarnung in den heißen Sand von Arrakis. Nach den großen Kinoerfolgen der vergangenen Jahre lastete ein enormer Druck auf dem norwegischen Entwicklerstudio Funcom, diese drückende Atmosphäre in ein funktionierendes Videospiel zu übersetzen. Rund ein Jahr nach dem erfolgreichen PC-Launch im Sommer 2025 bringt Funcom sein Survival-Rollenspiel nun endlich auch auf die PlayStation 5. Sie versprechen eine kompromisslose Erfahrung im endlosen Sandmeer von Arrakis, bei der jede Unachtsamkeit unweigerlich tödliche Konsequenzen nach sich zieht. Wir haben mehrere Stunden in der sengenden Hitze verbracht, gewaltigen Stürmen getrotzt und komplexe Basen errichtet, um herauszufinden, ob Dune: Awakening seinen extrem hohen Ambitionen gerecht wird. Mehr dazu in unserem Test hier auf Spieletester.de

Inhalt
  • Dune: Awakening – Charaktererstellung und Rollenspieltiefe
  • Dune: Awakening – Der unerbittliche Überlebenskampf
  • Dune: Awakening – Architektur und komplexer Basenbau
  • Dune: Awakening – Fahrzeuge vom Sandbike bis zum Ornithopter
  • Dune: Awakening – Das Kampfsystem und die schwache KI
  • Dune: Awakening – Warum das Endgame spannender ist als die Bosskämpfe
  • Dune: Awakening – Der Konsum der Spice-Melange
  • Fazit
    • Gibt es in Dune: Awakening einen Offline-Modus für Solospieler?
    • Kann ich in Dune: Awakening auf Spieler-gegen-Spieler Kämpfe verzichten?
    • Wie funktioniert in Dune: Awakening der Ausbau der eigenen Basis?
    • Sind motorisierte Fahrzeuge in Dune: Awakening verfügbar?
    • Welche Grafikengine nutzt Dune: Awakening?
    • Welche Klassen stehen bei der Charaktererstellung zur Auswahl?
    • Was passiert bei einem tödlichen Angriff durch den Sandwurm?
    • Bietet Dune: Awakening eine klassische Storykampagne?

Dune: Awakening – Charaktererstellung und Rollenspieltiefe

Die erzählerische Ausgangslage in Dune: Awakening weicht vollkommen bewusst von der weltbekannten literarischen Vorlage ab. Paul Atreides wurde in dieser Zeitlinie niemals geboren, da Lady Jessica stattdessen einer Tochter namens Ariste das Leben schenkte. Diese scheinbar kleine Veränderung zieht gewaltige Konsequenzen nach sich. Das mächtige Haus Atreides übersteht den heimtückischen Angriff der Harkonnen und Sardaukar auf Arrakeen, wodurch ein andauernder Krieg der Assassinen entbrennt. Gleichzeitig fallen die einheimischen Fremen dem Imperium fast vollständig zum Opfer und verschwinden nahezu komplett von der Bildfläche.

Ihr schlüpft in die Rolle eines gestrandeten Gefangenen, der von den Bene Gesserit den schwierigen Auftrag erhält, die Überreste dieses mysteriösen Wüstenvolkes ausfindig zu machen. Der Verzicht auf die strikte Einhaltung des Kanons erweist sich als geradezu genialer Schachzug der Autoren. Euch wird dadurch eine immense spielerische Freiheit gewährt, da ihr nicht einfach die enormen Fußstapfen einer vorgegebenen Erlöserfigur füllen müsst. Euer eigener Weg steht im uneingeschränkten Fokus.

Bevor ihr den brennend heißen Sand berührt, steht ein überaus umfangreicher Charaktereditor auf dem Programm. Neben diversen kosmetischen Anpassungen legt ihr hier eure Herkunft, eure Kaste und vor allem eure Einstiegsklasse fest. Zur Auswahl stehen vier grundlegend unterschiedliche Pfade. Der Schwertmeister verlässt sich auf brutale Nahkampfangriffe und blockt feindliche Projektile gekonnt ab. Als Mentat greift ihr auf taktische Finesse zurück und platziert beispielsweise automatisierte Geschütztürme auf dem Schlachtfeld. Die Schwestern der Bene Gesserit manipulieren den Geist ihrer Widersacher, um diese kurzzeitig völlig kampfunfähig zu machen, während der Truppler als klassischer Soldat mit schweren Schusswaffen sowie einem praktischen Zugkabel agiert.

Eure initiale Wahl bestimmt nicht nur die ersten aktiven Fähigkeiten, sondern beeinflusst ebenso diverse Dialogoptionen im späteren Spielverlauf. Glücklicherweise zwängt euch das komplexe System nicht für immer in ein starres Korsett. Im weiteren Verlauf eurer Reise begegnet ihr verschiedenen Mentoren in den sicheren Siedlungen, bei denen ihr euch wertvolles neues Wissen aneignen könnt. So wird ein fließendes Multiclassing ermöglicht, bei dem ihr nach Belieben Talente mischt und euren völlig individuellen Spielstil kreiert.

Charaktererstellung und Rollenspieltiefe

Dune: Awakening – Der unerbittliche Überlebenskampf

Arrakis duldet absolut keine Schwäche. Ich habe gleich in den ersten Spielstunden auf die harte Tour gelernt, wie schnell die brennende Sonne meine Flüssigkeitsanzeige leert. Wer sich zu lange ungeschützt im direkten Sonnenlicht aufhält, erleidet einen schweren Hitzschlag und trocknet noch wesentlich schneller aus. Schattenplätze werden somit zu euren besten Freunden bei riskanten Erkundungstouren. Der unstillbare Durst reguliert eure maximale Ausdauer, weshalb ein dehydrierter Charakter weder klettern noch vernünftig ausweichen kann.

Im schlimmsten Fall verliert ihr kontinuierlich Lebensenergie, bis der Bildschirm endgültig schwarz wird. Ihr müsst morgendlichen Tau von spärlichen Wüstenpflanzen lecken oder zu deutlich makabreren Methoden greifen. Es ist durchaus möglich, den besiegten Söldnern das Blut abzuzapfen, um dieses später in eurer Basis in wertvolles Trinkwasser umzuwandeln. Diese drastischen Maßnahmen unterstreichen die gnadenlose Härte des Wüstenplaneten hervorragend.

Als wäre das Klima nicht bereits bedrohlich genug, lauert unter der sandigen Oberfläche der offene Tod. Die gigantischen Sandwürmer registrieren jede noch so kleine unvorsichtige Erschütterung. Verlasst ihr den schützenden Felsgrund und lauft über den offenen Sand, füllt sich rasch eine warnende Vibrationsanzeige. Ist diese Anzeige komplett gefüllt, bricht ein monströser Shai-Hulud aus dem Boden und verschlingt euch samt eurer gesamten hart erarbeiteten Ausrüstung. Dieser endgültige Verlust für euer wertvolles Inventar ist extrem bestrafend. Tötet euch hingegen ein feindlicher Plünderer im Kampf, bleibt euer Rucksack am Ort des Geschehens liegen und ihr dürft einen verzweifelten Rettungsversuch unternehmen.

Die allgegenwärtige Angst vor den Würmern zwingt euch zu einer sehr überlegten Fortbewegung. Ihr springt angestrengt von Gesteinsbrocken zu Gesteinsbrocken, plant sichere Routen weit im Voraus und wägt jedes Risiko genauestens ab. Diese ständige nervenaufreibende Spannung hebt Dune: Awakening wohltuend von vielen anderen seichten Vertretern des Survival-Genres ab.

Unerbittlicher Überlebenskampf

Dune: Awakening – Architektur und komplexer Basenbau

Ohne einen sicheren Zufluchtsort ist das langfristige Überleben schlichtweg unmöglich. Ihr beansprucht über eine spezielle Verwaltungskonsole ein eigenes Stück Wüste für euch und beginnt mit der mühevollen Errichtung eurer Festung. Das Bausystem arbeitet stark modular. Ihr setzt massive Fundamente, Wände, Decken und Türen nahtlos aneinander. Dabei müsst ihr zwingend darauf achten, dass die Räumlichkeiten komplett abgedichtet sind. Nur ein absolut geschlossener Raum bewahrt eure kostbare Feuchtigkeit und bietet ausreichend Schutz vor den verheerenden Sandstürmen, die regelmäßig über die riesige Karte fegen.

Eine rudimentäre Hütte reicht jedoch bald nicht mehr aus, da ihr ausreichend Platz für komplexe Werkbänke, Wasseraufbereitungsanlagen und große Lagertruhen benötigt. Eure architektonischen Meisterwerke erfordern zudem eine konstante Energieversorgung durch einen leistungsstarken Generator. Fehlen die dringend benötigten Fusionszellen, bricht der schützende Energieschild unwiderruflich zusammen und der peitschende Sturm zerfetzt eure filigrane Konstruktion.

Der strategische Aufbau macht prinzipiell großen Spaß, offenbart auf der PlayStation 5 jedoch unschöne Schwächen bei der allgemeinen Bedienung. Die Menüführung ist tief verschachtelt und wirkt stark auf eine Steuerung mit der Computermaus zugeschnitten. Mit dem Controller navigiert ihr euch oftmals unglaublich mühsam durch unzählige kleine Reiter. Die präzise Platzierung von einzelnen Bauteilen artet stellenweise in frustrierende Fummelarbeit aus, wenn das Spiel die gewünschte Wand partout nicht am vorgesehenen Einrastpunkt platzieren möchte.

Wer sein Gebiet im späteren Verlauf signifikant vergrößert, wird obendrein zur kontinuierlichen Zahlung von Steuern an das herrschende Imperium verdonnert. Diese wiederkehrenden finanziellen Verpflichtungen zwingen euch dazu, lukrative Verträge abzuschließen oder gegnerische Lager nach der Währung Solari auszuplündern. Es entsteht rasch ein durchgehender, motivierender Kreislauf aus Expansion und ständiger Ressourcenbeschaffung.

Architektur und komplexer Basenbau

Dune: Awakening – Fahrzeuge vom Sandbike bis zum Ornithopter

Die ersten Spielstunden in Dune: Awakening sind von langen Laufwegen geprägt, die aufgrund der allgegenwärtigen Wurmgefahr schnell monoton wirken können. Da ihr stets den zeitraubenden Umweg über schützende Felsformationen nehmen müsst, zieht sich die Durchquerung des Hagga-Beckens oft in die Länge. Eure Geduld zahlt sich irgendwann aus. Wenn ihr die imperiale Technologie für motorisierte Fahrzeuge freigeschaltet habt, ändert sich das gesamte Spielgefühl geradezu drastisch. Ihr brettert fortan mit wendigen Sandbikes über die hohen Dünen oder nutzt robuste vierrädrige Buggys für ausgedehnte Sammeltouren.

Diese Maschinen lassen sich sogar in einem praktischen tragbaren Modul verstauen, was euch lästige Rückwege erspart, falls ihr in eine Sackgasse geratet. Das eigentliche Highlight bleibt jedoch der Ornithopter. Nehmt ihr erstmals im Cockpit dieses Fluggeräts Platz, eröffnet sich die Welt aus einem anderen Blickwinkel. Ihr überfliegt die Würmer nun völlig mühelos und erreicht hoch gelegene Stationen in Windeseile. Ihr überfliegt die tödlichen Sandwürmer mühelos, erreicht hoch gelegene Forschungsstationen in Windeseile.

Dune: Awakening – Das Kampfsystem und die schwache KI

Trotz der exzellent verzahnten Survival-Mechaniken stolpert Dune: Awakening merklich, sobald ihr eure Waffen zieht. Die feindlichen Auseinandersetzungen mit der KI gehören leider zu den schwächsten Aspekten des gesamten Titels. Die hitzigen Feuergefechte fühlen sich zwar passabel an und binden die bekannten Holtzman-Schilde der Vorlage clever in die Taktik ein. Schnelle Projektile prallen an den flirrenden Energieschilden wirkungslos ab, weshalb ihr langsame, präzise Schläge aufladen müsst, um den Schutz endgültig zu durchdringen.

Anfangs bringt dieses taktische Element mehr Abwechslung in die Gefechte. Doch schon bald fällt auf, wie steif sich der Nahkampf spielt. Die Animationen wirken oft abgehackt, die einzelnen Bewegungen gehen kaum flüssig ineinander über. Dazu kommt das schwache Trefferfeedback: Selbst wenn ihr einen Gegner mit dem Schwert erwischt, spürt ihr davon wenig. So fehlt den Klingenduellen genau das, was sie eigentlich reizvoll machen sollte: das Gefühl, mit einem gut gesetzten Hieb etwas auszurichten.

Das Kampfsystem und die schwache KI

Dune: Awakening – Warum das Endgame spannender ist als die Bosskämpfe

Mein größter Kritikpunkt betrifft das Verhalten der Söldner. Feinde stürmen oftmals blind auf meine Position zu oder verharren regungslos hinter einer viel zu kleinen Kiste. Gegner stürmen oft völlig blindlings auf euch zu oder verharren regungslos hinter einer unzureichenden Deckung. Lockt ihr eine große Gruppe von wilden Angreifern in einen schmalen Korridor, stellen sich diese schön brav nacheinander an, anstatt euch taktisch klug zu flankieren.

Die Bosskämpfe in den Dungeons bilden hierbei keine rühmliche Ausnahme. Ich traf zumeist auf plumpe Schadensschwämme, die völlig unkoordiniert Flächenangriffe auslösen oder pausenlos niedere Handlanger beschwören. Wer hier komplexe Mechaniken erwartet, wird bitter enttäuscht. Diese repetitiven Begegnungen trüben den anfänglichen Entdeckerdrang merklich. Wenn die versprochene Belohnung am Ende eines faszinierenden Höhlensystems lediglich ein stumpfer Kampf gegen eine unterdurchschnittliche Intelligenz ist, schwindet die Motivation spürbar.

Ursprünglich als reines Mehrspielerspiel konzipiert, bringt die finale Veröffentlichung von Dune: Awakening auf der PlayStation 5 und Xbox Series X|S eine entscheidende Neuerung mit sich. Ihr dürft Arrakis nun vollkommen allein erleben. Diese Entscheidung erweist sich als absoluter Gamechanger für all jene, die sich nicht mit toxischen Mitspielern oder übermächtigen Gilden herumärgern möchten. Im Einzelspielermodus entfaltet das komplexe Universum eine unglaublich dichte, beklemmende Atmosphäre, die hervorragend zum rauen Szenario passt. Ihr fühlt euch wirklich tiefgreifend isoliert und seid vollständig auf euch allein gestellt.

Die Welt wirkt plötzlich viel fokussierter und ihr könnt euch ganz der Erforschung sowie dem Überleben widmen, ohne dass euch jemand den hart umkämpften Loot vor der Nase wegschnappt. Zusätzlich gewährt euch das Spiel tiefgreifende Einstellungsmöglichkeiten für euren privaten Serverdurchlauf. Ihr dürft Schadensmultiplikatoren, Erfahrungsgewinn, den Wasserverbrauch und die Ausbeute beim Abbau von Ressourcen völlig frei regulieren.

Wer sich später dennoch für die soziale Komponente entscheidet, findet im Endgame äußerst komplexe Systeme vor. Die tiefe Wüste stellt die ultimative spielerische Herausforderung dar. Hier winken gigantische Spice-Felder, die von ebenso gigantischen Erntemaschinen abgebaut werden müssen. Diese offenen Gebiete sind extrem gefährlich, da hier die mächtigsten Sandwürmer jagen und andere skrupellose Spielergruppen auf Beutezug gehen. Einmal pro Woche fegt zudem ein gewaltiger Coriolis-Sturm über diese spezielle Zone, der sämtliche Spielerbauten restlos vernichtet und die wertvollen Ressourcen völlig neu anordnet.

Ihr müsst erbeutete seltene Materialien nach einem erfolgreichen Raubzug lebend über die Grenze in sichere Gebiete transportieren. Die Spannung bei diesen nervenaufreibenden Extraktionen ist enorm hoch und belohnt vor allem gut koordinierte Teams. Das politische Metagame rund um den Landsraad fügt dem Ganzen eine unglaublich faszinierende strategische Ebene hinzu. Große Gilden schwören den mächtigen Häusern Atreides oder Harkonnen öffentlich die Treue und sammeln durch riskante Missionen Einfluss.

Repetitive Bosskämpfe und Feindbegegnungen

Dune: Awakening – Der Konsum der Spice-Melange

Ein Aufenthalt auf diesem Planeten ist undenkbar ohne die begehrteste Droge des Universums. Das berühmt-berüchtigte Spice durchzieht den gesamten Spielablauf und beeinflusst eure Spielfigur spürbar. Sammelt ihr das rohe Gewürz mühsam im heißen Sand, nützt es euch zunächst recht wenig. Erst durch spezielle chemische Veredelungsverfahren in euren Raffinerien gewinnt ihr daraus sehr mächtige Konsumgüter. Der Verzehr dieser präparierten Nahrungsmittel füllt eine spezielle violette Anzeige, die euch direkten Zugriff auf die prophetische Vorahnung gewährt.

Diese Fähigkeit lässt euch Feinde problemlos durch Wände hindurch erkennen und heilt verwundete Körperteile in absolut kritischen Situationen. Die unbestreitbaren Vorteile sind immens und retten euch oftmals das virtuelle Leben, wenn ihr in einem feindlichen Sietch erbarmungslos in die Ecke gedrängt werdet. Dieser gewaltige Vorteil bringt jedoch sehr tückische Schattenseiten mit sich, die fantastisch in die existierenden Überlebensmechaniken integriert wurden.

Euer Körper baut nach mehrfachem Konsum eine natürliche Toleranz auf, weshalb ihr immer größere Mengen der kostbaren Droge benötigt. Setzt ihr das Spice abrupt ab, leidet ihr unter unfassbar heftigen Entzugserscheinungen. Akustische Wahnvorstellungen und bedrohliche Halluzinationen plagen euren Verstand, was die präzise Navigation in der ohnehin lebensfeindlichen Wüste zusätzlich extrem erschwert. Es zwingt euch förmlich dazu, eine stetige Versorgung sicherzustellen oder den regelmäßigen Konsum von Beginn an streng zu regulieren. Dieses durchdachte System spiegelt die starke Abhängigkeit der Romanfiguren exzellent wider und fügt dem Überlebenskampf eine tiefgreifende strategische Komponente hinzu. Je länger ihr euren Spielstand fortsetzt, desto blauer leuchten zudem die Augen eures Charakters auf dem Bildschirm auf, ein fantastisches grafisches Detail für echte Liebhaber der tiefgründigen Buchvorlage.

Die hauseigene Unreal Engine 5 zeigt sich in Dune: Awakening von einer beeindruckenden Seite. Trockener Sand rutscht physikalisch korrekt an den weiten Dünen herab, tosende Stürme verdunkeln den Himmel mit dichten Partikelwolken und die optionalen Beleuchtungseffekte sorgen für atemberaubende Sonnenuntergänge. Die dichte Klangkulisse verzichtet erfreulicherweise auf orchestralen Dauerbeschuss und konzentriert sich stattdessen primär auf das laute Heulen des Windes, das leise Knirschen des Sandes unter euren Stiefeln und das beängstigende Grollen aus der Tiefe.

Auf der PlayStation 5 Pro läuft Dune: Awakening im gewählten Leistungsmodus flüssig mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde.

Fazit

Funcom hat seine Hausaufgaben gemacht. Das Studio beweist mit Dune: Awakening, dass tiefgreifende Survival-Mechaniken und eine starke Filmlizenz eine hervorragende Symbiose eingehen können. Das pure Überleben auf Arrakis ist fordernd, fair gestaltet und fängt die ständige Bedrohung durch die Wüste meisterhaft ein. Die clevere Idee, den Einzelspielermodus vollständig in die Konsolenfassung von Dune: Awakening zu integrieren, rettet das Erlebnis vor dem drohenden Multiplayer-Grind und erlaubt eine hochgradig persönliche Reise durch den heißen Sand.

Der Basisbau motiviert über dutzende Stunden hinweg und das erste Fliegen mit dem Ornithopter ist ein unvergesslicher Gänsehautmoment. Leider verhindern die ausbaufähigen Nahkämpfe und die schwache KI eine noch höhere Wertung. Dune: Awakening stolpert spürbar, wenn es euch in direkte Konflikte mit computergesteuerten Feinden zwingt. Dennoch überwiegt die absolute Faszination für diese unwirtliche Welt. Wer die Filme liebt und eine hohe Affinität für anspruchsvolle Survival-Mechaniken besitzt, wird hier restlos glücklich. Die Entwickler liefern ein grandioses Fundament, das durch zukünftige Patches zweifellos noch runder werden wird.

Transparenzhinweis: Für diesen Test wurde uns von Bandai Namco freundlicherweise ein Review-Key zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für die unkomplizierte Bereitstellung, die keinen Einfluss auf unsere redaktionelle Wertung hatte.

  1. Gibt es in Dune: Awakening einen Offline-Modus für Solospieler?

    Obwohl das Spiel einen fantastischen Einzelspielermodus bietet, erfordert der Titel zwingend eine permanente Internetverbindung. Ihr seid auf eurem privaten Server jedoch komplett vor fremden Mitspielern geschützt.

  2. Kann ich in Dune: Awakening auf Spieler-gegen-Spieler Kämpfe verzichten?

    Ja, der überwiegende Teil der gigantischen Wüstenkarte funktioniert als sicheres PvE-Gebiet. Nur in der tiefen Wüste finden kompetitive Auseinandersetzungen statt, die ihr jedoch als Solospieler weitestgehend ignorieren dürft.

  3. Wie funktioniert in Dune: Awakening der Ausbau der eigenen Basis?

    Ihr beansprucht herrenlose Gebiete mit einer speziellen Konsole und platziert modulare Bauteile. Die errichteten Räume müssen zwingend abgedichtet und durch einen Generator mit Strom versorgt werden, um den Sandstürmen standzuhalten.

  4. Sind motorisierte Fahrzeuge in Dune: Awakening verfügbar?

    Euch stehen wendige Sandbikes, robuste Buggys und die fantastisch umgesetzten fliegenden Ornithopter zur Verfügung, die lange und gefährliche Laufwege deutlich verkürzen.

  5. Welche Grafikengine nutzt Dune: Awakening?

    Dune: Awakening nutzt die Unreal Engine 5, die für wunderschöne Lichtstimmungen, dynamische Partikeleffekte und detaillierte Sandverwehungen sorgt.

  6. Welche Klassen stehen bei der Charaktererstellung zur Auswahl?

    Zu Beginn eurer Reise wählt ihr aus vier völlig unterschiedlichen Pfaden. Euch stehen der Schwertmeister, der Mentat, die Schwestern der Bene Gesserit sowie der Truppler zur Verfügung. Eure erste Wahl schränkt euch im späteren Spielverlauf glücklicherweise nicht dauerhaft ein. Ihr dürft durch verschiedene Lehrmeister in den sicheren Siedlungen problemlos Fähigkeiten der anderen Fraktionen erlernen und euren eigenen Spielstil dadurch völlig frei formen.

  7. Was passiert bei einem tödlichen Angriff durch den Sandwurm?

    Ein direkter Kontakt mit dem gigantischen Shai-Hulud hat fatale Folgen für eure mühsam gesammelte Ausrüstung. Verschlingt euch das Ungetüm, verliert ihr euer gesamtes mitgeführtes Inventar mitsamt den wertvollen Werkzeugen unwiederbringlich. Sterbt ihr hingegen im normalen Feuergefecht gegen menschliche Plünderer, bleibt der Rucksack am Ort des Geschehens liegen und ihr dürft einen zweiten Rettungsversuch unternehmen.

  8. Bietet Dune: Awakening eine klassische Storykampagne?

    In Dune: Awakening wurde eine fortlaufende Erzählung integriert, die euch schrittweise quer über den Planeten schickt. Ihr folgt einer alternativen Zeitlinie ohne die Existenz der Erlöserfigur Paul Atreides. Im Zentrum der Hauptquests steht die langwierige Suche nach den verschwundenen Fremen sowie der stetige Aufbau eures eigenen Einflusses auf Arrakis.

Dune: Awakening
Dune: Awakening (PS5) Test
8
Gesamtbewertung 8 von 10 Punkten
Gute Punkte Unglaublich bedrückende Survival-Atmosphäre Geniale Einbindung der Sandwürmer als ständige Gefahr Hervorragender Einzelspielermodus mit unzähligen Einstellungsmöglichkeiten Komplexes Basisbausystem mit modularer Freiheit Fliegen mit dem Ornithopter sorgt für fantastische Spielmomente Interessante alternative Zeitlinie abseits des strikten Roman-Kanons Stabile Performance mit 60 Bildern pro Sekunde auf der PS5 Pro (Leistungsmodus) Clevere Integration des Spice-Konsums inklusive Entzugserscheinungen
Schlechte Punkte KI der Feinde agiert oft unverständlich und dumm Nahkampfsystem fühlt sich starr an und lässt Wucht vermissen Bedienung der Baumenüs mit dem Controller unnötig fummelig Generische Nebenaufgaben verkommen oft zu simplen Botengängen Für Solospieler bleibt das tiefe Endgame teilweise unzugänglich
Fazit
Funcom hat seine Hausaufgaben gemacht. Das Studio beweist mit Dune: Awakening, dass tiefgreifende Survival-Mechaniken und eine starke Filmlizenz eine hervorragende Symbiose eingehen können. Das pure Überleben auf Arrakis ist fordernd, fair gestaltet und fängt die ständige Bedrohung durch die Wüste meisterhaft ein. Die clevere Idee, den Einzelspielermodus vollständig in die Konsolenfassung von Dune: Awakening zu integrieren, rettet das Erlebnis vor dem drohenden Multiplayer-Grind und erlaubt eine hochgradig persönliche Reise durch den heißen Sand. Der Basisbau motiviert über dutzende Stunden hinweg und das erste Fliegen mit dem Ornithopter ist ein unvergesslicher Gänsehautmoment. Leider verhindern die ausbaufähigen Nahkämpfe und die schwache KI eine noch höhere Wertung. Dune: Awakening stolpert spürbar, wenn es euch in direkte Konflikte mit computergesteuerten Feinden zwingt. Dennoch überwiegt die absolute Faszination für diese unwirtliche Welt. Wer die Filme liebt und eine hohe Affinität für anspruchsvolle Survival-Mechaniken besitzt, wird hier restlos glücklich. Die Entwickler liefern ein grandioses Fundament, das durch zukünftige Patches zweifellos noch runder werden wird.
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