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Ace Combat 8
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Ace Combat 8 (PS5) Test

Behrang Dadash
Behrang Dadash
Veröffentlicht am: 7. Oktober 2026
Letztes Update: 7. Oktober 2026
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20 Min. Lesezeit
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Liebe Hobby-Piloten, Action-Enthusiasten und Veteranen der virtuellen Luftfahrt, nach einer endlos erscheinenden Wartezeit bittet Ace Combat 8: Wings of Theve endlich wieder zum rasanten Abflug auf der PlayStation 5. Sieben Jahre sind seit dem letzten Ausflug in die fiktive Welt von Strangereal vergangen, was die Erwartungshaltung der treuen Community natürlich in astronomische Höhen getrieben hat. Bandai Namco und das interne Entwicklerstudio Project Aces versprechen uns ein beispielloses Spektakel aus fotorealistischen Wolkenlandschaften und intensiven Luftkämpfen. Wie ich mich als digitaler Kampfpilot inmitten einer massiven Invasion gefühlt habe und ob Ace Combat 8 seinen vollen Preis wert ist, erfahrt ihr jetzt. Mehr dazu in unserem Test hier auf Spieletester.de

Inhalt
  • Ace Combat 8 – Ein Cockpit voller Lügen und heldenhafter Propaganda
  • Ace Combat 8 – Flugschule für Himmelsstürmer und unerschrockene Veteranen
  • Ace Combat 8 – 30 Missionen zwischen spielerischer Freiheit und gnadenlosem Zeitdruck
  • Ace Combat 8 – Die Joker-Staffel als Begleiter am hart umkämpften Himmel
  • Ace Combat 8 – Epische Wetterkulisse bringt die Hardware zum Schwitzen
  • Ace Combat 8 – Ein riesiger Hangar voller Upgrades und fragwürdiger Währungen
  • Fazit
    • Brauche ich zwingend Vorkenntnisse aus den alten Teilen, um die Story zu verstehen?
    • Kann ich Ace Combat 8 sofort mit meinem heimischen HOTAS-Flugstick spielen?
    • Lohnt sich der Kauf von Ace Combat 8 auch für reine Singleplayer-Fans?
    • Gibt es eine freie Speicherfunktion während der langen Missionen?
    • Kann ich die spannende Story-Kampagne von Ace Combat 8 im Koop-Modus mit Freunden durchspielen?
    • Machen die Framerate-Ruckler Ace Combat 8 auf der Konsole unspielbar?

Ace Combat 8 – Ein Cockpit voller Lügen und heldenhafter Propaganda

Bevor der eigentliche Spaß in Ace Combat 8 beginnt, werfen euch die Entwickler direkt in extrem eiskaltes Wasser. Euer Abenteuer startet völlig unspektakulär auf einem winzigen Rettungsboot mitten im Ozean, bevor euch der riesige Flugzeugträger Endurance in letzter Sekunde rettet. Ihr übernehmt fortan die Rolle eines namenlosen Rookies innerhalb der Föderation von Zentral-Usea. Eure geliebte Heimat wird in diesem Moment von der skrupellosen Republik Sotoa überrannt und die Lage scheint absolut aussichtslos.

Schon in der allerersten Mission in Ace Combat 8 ereignet sich dann ein tragischer Vorfall, bei dem der legendäre Pilot mit dem Codenamen Rex stirbt. Daraufhin fällen eure Vorgesetzten eine ziemlich drastische Entscheidung. Ihr müsst sofort die Identität dieses gefallenen Helden annehmen. Unter dem legendären Decknamen Wings of Theve sollt ihr fortan als strahlendes Symbol der Hoffnung für die verzweifelte Zivilbevölkerung dienen und den Feind in Angst und Schrecken versetzen.

Diese faszinierende Prämisse rund um gefälschte Helden und moderne Propaganda verleiht der Geschichte eine unerwartete emotionale Tiefe. Ich fühlte mich stellenweise stark an reale Konflikte und die damit verbundene mediale Kriegsführung erinnert, was für ein Actionspiel wie Ace Combat 8 wirklich ungewöhnlich ist. Euer stummer Charakter baut die Legende durch reine Abschusszahlen weiter auf, während der Geist des verstorbenen Rex paradoxerweise in eurem Kopf weiterspukt.

Seine tiefe Stimme kommentiert eure Handlungen aus dem Off und hinterfragt immer wieder die Moral des Krieges, was einen fantastischen Kontrast zur sonst sehr actiongeladenen Militärfantasie bildet. Für die kinoreife Inszenierung nutzt das Studio erstmals interaktive First-Person-Sequenzen direkt im Hangar. Ihr könnt euch dort ein wenig umsehen, euren Kameraden die Hand schütteln oder einfachen Gesprächen lauschen, während im Hintergrund das geschäftige Treiben auf dem Flugzeugträger von mechanischer Präzision zeugt.

Hier zeigen sich jedoch erste narrative Risse im ansonsten wirklich starken Fundament von Ace Combat 8. Euer Alter Ego bleibt in diesen Dialogen völlig stumm, wodurch die spärlichen Entscheidungen oft unfreiwillig unnatürlich wirken. Bandai Namco hätte diese Interaktionen deutlich fließender und bedeutungsvoller gestalten können, anstatt uns nur als stummen Beobachter durch den Raum zu schieben. Ein künftiges Update könnte zumindest die Reaktionsmöglichkeiten der NPCs auf eure Aktionen erweitern, damit diese Hangar-Momente nicht wie starre Schienenfahrten wirken.

Hinzu kommt das gewaltige Problem der fehlenden deutschen Sprachausgabe. Stellt euch einfach vor, ihr habt fünf feindliche Raketen im Nacken, das Radar piepst wie verrückt und dann sollt ihr am unteren Bildschirmrand winzige Texte lesen. Das funktioniert in der Praxis einfach nicht und sorgt oft für unnötige Frustration. Die an sich wirklich detailreiche Ausarbeitung der Charaktere leidet massiv unter diesem harten Lesedruck im Gefecht.

Ace Combat 8 – Flugschule für Himmelsstürmer und unerschrockene Veteranen

Sobald der Startschuss fällt, entfaltet Ace Combat 8 zum Glück seine wahre Magie. Project Aces verzichtet bewusst auf eine knochentrockene Simulation und liefert stattdessen ein hochgradig poliertes Simcade-Erlebnis. Ihr habt die Wahl zwischen der Standard- und der Experten-Steuerung. Neulinge greifen anfangs instinktiv zur Standard-Variante, bei der ihr den Jet wie in einem Arcade-Racer einfach flach nach links oder rechts steuert. Echte Piloten wechseln jedoch sofort in den Experten-Modus, da nur dieser das wahre Fluggefühl vermittelt.

Hier müsst ihr eure Maschine realistisch um die eigene Längsachse rollen und den Knüppel kräftig ziehen, um enge Kurven zu fliegen. Anfänglich fühlte sich diese Kontrolle leicht überwältigend an, aber nach einigen Abstürzen geht das komplexe Zusammenspiel aus Schub, Bremse und Neigung wunderbar in Fleisch und Blut über.

Jedes der über 30 detailliert modellierten Flugzeuge besitzt ein spürbares Gewicht. Wenn ich eine wuchtige A-10 Thunderbolt steuere, spüre ich die Trägheit des tonnenschweren Metalls bei jeder einzelnen Wende. Tausche ich sie gegen eine extrem wendige F-22 Raptor aus, tänzelt die Maschine förmlich durch die Wolken und reagiert auf die kleinste Eingabe. Feindliche Angriffe zwingen euch permanent zu waghalsigen Ausweichmanövern, bei denen die Geschwindigkeit rapide sinkt. Zieht ihr den Stick zu hart nach hinten, droht ein gefährlicher Strömungsabriss und ihr sackt unkontrolliert ab.

Diese feine Balance aus physikalischen Grundregeln und purer Action macht jeden Abschuss ungemein befriedigend. Ich habe unzählige Male die Luft angehalten, wenn ich im Tiefflug durch eine zerstörte Metropole raste, um einem feindlichen Radar in letzter Sekunde zu entgehen. Die präzise Modellierung der aerodynamischen Klappen unterstreicht die tiefe Leidenschaft der Entwickler für echte Luftfahrttechnik.

Leider trübt die völlig überladene Zielerfassung diesen herausragenden spielerischen Kern immer wieder. Auf den massiven Schlachtfeldern wimmelt es oft von feindlichen Panzern, Flak-Geschützen, Drohnen und flinken Kampfjets. Euer Zielsystem springt oft unberechenbar zwischen irrelevanten Zeltlagern und der dringend zu zerstörenden Primärbedrohung hin und her. Ihr müsst teilweise dutzende Male die Dreieck-Taste hämmern, um das rettende rote Quadrat endlich über dem richtigen Gegner zu platzieren. Das Entwicklerstudio hätte Ace Combat 8 mit einer intelligenten Priorisierung der Missionsziele einen riesigen Gefallen getan. Ein simples Update, welches uns per Knopfdruck nur noch missionsrelevante Feinde anvisieren lässt, würde den Spielfluss massiv verbessern. Auch das Fehlen einer feineren Zoom-Funktion für entfernte Bodenziele in unübersichtlichen Häuserschluchten zeigt deutlich, dass hier noch etwas Optimierungsbedarf besteht.

Ace Combat 8 – 30 Missionen zwischen spielerischer Freiheit und gnadenlosem Zeitdruck

Mit stolzen 30 Einsätzen bietet die Kampagne von Ace Combat 8 einen gigantischen Umfang von knapp 15 bis 20 Stunden. Langeweile kommt dabei in fast keiner einzigen Sekunde auf, da die Designer euch permanent in völlig neue Situationen werfen. In einer Mission eskortiert ihr verwundbare Zivilschiffe durch einen stark vereisten Fjord und müsst feindliche Bomber abwehren. Wenig später infiltriert ihr bei Nacht eine schwer bewachte Radarbasis in einem antiken Schleich-Flugzeug, was überraschend gut funktioniert. Den absoluten Höhepunkt bilden ganz klar die wahnwitzigen Auseinandersetzungen mit absurden Riesenmaschinen. Wenn ein 400 Meter langes Land-Schlachtschiff eine komplette Stadt in Schutt und Asche legt und ihr die gigantischen Geschütztürme im riskanten Sturzflug einzeln ausschalten müsst, pumpt das Adrenalin unaufhörlich durch eure Adern.

Viele dieser glorreichen Momente werden leider durch extrem harsche Rücksetzpunkte torpediert. Sterbt ihr kurz vor dem Abschluss einer ausufernden Belagerung, werdet ihr teilweise zwanzig Minuten im Fortschritt zurückgeworfen, was einfach nur wehtut. Gerade bei den komplexen Eskort-Missionen, in denen die Lebensenergie eurer KI-Verbündeten das Limit vorgibt, führt das zu spürbarem Frust vor dem Bildschirm. Zusätzlich sitzt euch fast immer ein unerbittlicher Timer im Nacken, der die Mission künstlich antreibt. Dieser Zeitdruck zwingt euch zwar zu aggressiven Flugmanövern, lässt aber kaum Raum für taktisches Experimentieren oder das simple Genießen der großartigen Landschaft.

Die Entwickler hätten gut daran getan, die Checkpoints etwas großzügiger zu verteilen oder eine freie Speicherfunktion innerhalb ruhigerer Phasen zu integrieren. Hinzu kommt noch, dass einige Missionen im mittleren Drittel der Kampagne erzählerisch etwas auf der Stelle treten, bevor das fulminante Finale wieder alle Register zieht.

Ace Combat 8 – Die Joker-Staffel als Begleiter am hart umkämpften Himmel

In Ace Combat 8 seid ihr glücklicherweise nicht völlig allein in den unendlichen Weiten des Useanischen Luftraums unterwegs. Eure treue Joker-Staffel begleitet euch bei fast allen Ausflügen und sorgt für etwas Gesellschaft am Himmel. Tasha, Baxter und Coster sind nicht nur hübsche Funkporträts, sondern wachsen euch durch ihre lockeren Gespräche überraschend schnell ans Herz. Spielerisch gewährt euch Ace Combat 8 nun endlich die Möglichkeit, einfache Befehle an diese Flügelmänner zu erteilen. Über das Steuerkreuz weist ihr die KI an, ein bestimmtes Ziel zu fokussieren, sich frei aufzuteilen oder euch direkt den Rücken freizuhalten. Das bringt eine sehr willkommene strategische Nuance in die sonst so reaktiven Kurvenkämpfe.

In der Praxis offenbart diese Mechanik bedauerlicherweise einige spürbare und nervige Schwächen. Eure Verbündeten agieren sehr zögerlich und richten selbst kaum echten Schaden an den feindlichen Fliegern an. Sie dienen primär als Ablenkung für feindliche Jäger, was in extremen Situationen durchaus das eigene Überleben sichert, aber echte Abschüsse dürft ihr nicht erwarten. Viel ärgerlicher ist die mangelnde Kontrolle über die Bewaffnung eurer Kameraden vor dem Einsatz.

Ihr könnt zwar bestimmen, welches Flugzeug sie nutzen, nicht aber ihre spezifischen Spezialwaffen festlegen. So nehmen eure Freunde regelmäßig schwere Teppichbomben mit in reine Luftschlachten, wo diese vollkommen nutzlos verstauben. Hier muss Bandai Namco dringend per Patch nachbessern, denn das ist schlichtweg schlechtes Design. Ein simples Dropdown-Menü für das Loadout der KI-Flieger würde dieses Ärgernis sofort aus der Welt schaffen und die Staffel viel nützlicher machen.

Ace Combat 8 – Epische Wetterkulisse bringt die Hardware zum Schwitzen

Grafisch brennt Ace Combat 8 ein absolutes Feuerwerk ab, das mich immer wieder staunend zurückließ. Die Umstellung auf die Unreal Engine 5 macht sich in jeder einzelnen Sekunde bemerkbar und hebt die Serie auf ein völlig neues Level. Die absolute Hauptrolle spielen die neuen und vollständig volumetrischen Wolken am Himmel. Diese riesigen Gebilde sehen nicht nur unverschämt realistisch aus, sondern beeinflussen das Gameplay auf eine direkte und spürbare Weise.

Fliegt ihr in eine dichte Gewitterzelle hinein, prasseln Regentropfen physikalisch korrekt über die gläserne Cockpitscheibe. Gleichzeitig dämpft die dichte Feuchtigkeit alle Außengeräusche ab und isoliert euch völlig. Euer Radar fällt durch starke Blitzeinschläge temporär aus und bei zu langer Verweildauer in großer Höhe vereisen eure Tragflächen zusehends. Diese clevere Verschmelzung von brillanter Optik und spielerischen Konsequenzen ist ein absolutes Meisterwerk des Leveldesigns.

Wenn ihr euch allerdings dem Erdboden nähert, bröckelt die beeindruckende Fassade von Ace Combat 8 ein kleines bisschen. Wälder, Wiesen und unwichtige Wohnblöcke wirken aus der Nähe oft matschig und detailarm, was den Rausch der Geschwindigkeit leicht hemmt. Echte Next-Gen-Qualität findet ihr definitiv nur weit oben am Himmel. Zudem fordert die immense Zerstörungsphysik ihren Tribut von der Konsole. Auf der PlayStation 5 Pro läuft der Performance-Modus während der normalen Flüge zwar wunderbar flüssig. In den filmischen Zwischensequenzen und bei der Explosion gigantischer Boss-Strukturen bricht die Bildrate jedoch deutlich spürbar ein. Das Stottern reißt euch unschön aus der ansonsten so dichten Atmosphäre heraus. Die Entwickler sollten hier dringend die Ressourcenzuteilung durch Updates optimieren, um diese nervigen Performance-Einbrüche auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Soundtechnisch liefert Ace Combat 8 dafür unangefochtene Spitzenklasse ab. Das aggressive Heulen der Triebwerke, das dumpfe Knallen der durchbrochenen Schallmauer und das schrille Piepsen der Raketenwarnung erzeugen eine unglaubliche akustische Dichte. Ein absolut geniales Detail ist die Nutzung des integrierten DualSense-Lautsprechers auf der PlayStation 5. Die Funkmeldungen eurer Kameraden und die bedrohliche Stimme eures inneren Geistes schallen direkt aus euren Händen in den Raum. Gepaart mit dem phänomenalen Soundtrack, der orchestrale Wucht nahtlos mit treibenden japanischen Rock-Klängen verbindet, entsteht ein audiovisueller Rausch, der mich oft völlig fassungslos vor dem Bildschirm zurückließ.

Ace Combat 8 – Ein riesiger Hangar voller Upgrades und fragwürdiger Währungen

Nach jedem erfolgreichen Einsatz belohnt euch Ace Combat 8 mit wertvollen MRP-Punkten für eure Leistung. Diese hart verdiente Währung investiert ihr anschließend im extrem umfangreichen Forschungsbaum. Dort warten zahllose neue Kampfflugzeuge, diverse Verbesserungsmodule und verheerende Spezialwaffen auf ihre schrittweise Freischaltung. Ihr könnt gezielt auf extrem wendige Abfangjäger hinarbeiten oder euch auf schwer gepanzerte Erdkampfflugzeuge konzentrieren. Ein gut durchdachtes Loadout mit panzerbrechenden Bomben oder zielsuchenden Mehrfachraketen macht oft den alles entscheidenden Unterschied zwischen einem glorreichen Sieg und einer brennenden Niederlage aus.

Leider offenbart dieses Fortschrittssystem im späten Spielverlauf eine gewisse und frustrierende Unausgewogenheit. Hochgezüchtete Luft-Luft-Jäger sind derart mächtig, dass sie selbst hartnäckige Bodenziele im Handumdrehen pulverisieren. Die ohnehin schon langsamen Bomber verlieren dadurch massiv an Relevanz, weshalb sich viele Spieler recht schnell auf eine einzige Klasse fokussieren werden. Auch hier besteht klares Potenzial für dringend nötigen Feinschliff. Das Studio könnte die Resistenz feindlicher Bunker drastisch erhöhen, um den Einsatz echter Erdkampfflugzeuge für bestimmte Missionen zwingend erforderlich zu machen und so mehr Abwechslung in die Hangarauswahl zu bringen.

Solltet ihr nach der Kampagne noch immer hungrig auf mehr Kerosin sein, wartet der Modus Ace Combat Online auf euch. Ihr erstellt einen eigenen Piloten-Avatar und betretet einen riesigen, frei begehbaren 3D-Hangar, in dem bis zu 100 Spieler gleichzeitig herumwandern. Dort könnt ihr euch sogar an originalen Arcade-Automaten wie Pac-Man die Zeit vertreiben, während ihr auf ein passendes Match wartet. Die Gefechte selbst bieten packende 4-gegen-4 PvP-Duelle oder extrem chaotische PvPvE-Schlachten, bei denen ihr euch mit anderen menschlichen Staffeln um die Abschüsse von massenhaft KI-Gegnern streitet. Dank der Crossplay-Funktion findet ihr stets blitzschnell eine voll besetzte Lobby.

Ein etwas bitterer Beigeschmack bleibt allerdings bei der Betrachtung der aggressiven Monetarisierung. Gleich vier verschiedene In-Game-Währungen, integrierte Lootboxen und ein kostenpflichtiger Premium Ace Pass überschatten die ansonsten hervorragende Mehrspieler-Erfahrung. Zwar fühlt sich das System in den ersten Stunden nicht direkt nach fiesem Pay-to-Win an, aber die schiere Masse an Mikrotransaktionen hinterlässt ein extrem ungutes Gefühl für die zukünftige Entwicklung dieses Modus. Hier sollten die Verantwortlichen sehr behutsam vorgehen, um die extrem treue Community nicht mit übermäßigem Grind zu verärgern und das eigentliche Spielgeschehen in den Hintergrund zu drängen.

Fazit

Die lange Wartezeit hat sich vollkommen gelohnt. Ace Combat 8: Wings of Theve liefert genau das atemberaubende Action-Feuerwerk, das sich Fans seit knapp einem Jahrzehnt erträumt haben. Das Gefühl, mit doppelter Schallgeschwindigkeit durch physikalisch berechnete Gewitterwolken zu rasen, sucht im gesamten Genre absolut seinesgleichen. Die überraschend tiefgründige Geschichte über Propaganda und mediale Heldenverehrung fesselt ungemein, auch wenn die fehlende deutsche Lokalisierung das Lesen der Untertitel zur gefährlichen Nebensache macht. Abseits von kleineren Macken bei der Zielerfassung, passiven Flügelmännern und gelegentlichen Rucklern in den Cutscenes bleibt die spielerische Qualität unbestreitbar überragend. Wer auch nur ein winziges Fünkchen Faszination für Kampfflugzeuge hegt, kommt an diesem packenden Erlebnis nicht vorbei.

Brauche ich zwingend Vorkenntnisse aus den alten Teilen, um die Story zu verstehen?

Die Geschichte führt eine komplett neue Konfliktsituation ein. Zwar gibt es kleinere Anspielungen auf die umfangreiche Strangereal-Historie, aber ihr könnt der gesamten Handlung auch als absoluter Neuling absolut problemlos folgen.

Kann ich Ace Combat 8 sofort mit meinem heimischen HOTAS-Flugstick spielen?

Grundsätzlich werden bekannte Flightsticks auf der PS5 problemlos erkannt und unterstützt. Die völlig freie Tastenbelegung fehlt aktuell jedoch komplett, wodurch ihr euch mühsam mit den vorgegebenen Layouts der Entwickler arrangieren müsst.

Lohnt sich der Kauf von Ace Combat 8 auch für reine Singleplayer-Fans?

Die Kampagne bietet mit 15 bis 20 Stunden Spielzeit einen enormen Gegenwert für euer Geld. Der Fokus liegt ganz klar auf der packenden Solo-Erfahrung, weshalb sich der Kauf auch völlig ohne Interesse am Online-Modus absolut rentiert.

Gibt es eine freie Speicherfunktion während der langen Missionen?

Leider bieten die Entwickler keine Möglichkeit zur manuellen Speicherung eures Fortschritts an. Ihr seid stattdessen vollkommen auf die vom Spiel vorgegebenen Kontrollpunkte angewiesen. Sterbt ihr im hitzigen Gefecht, werdet ihr gnadenlos an den letzten automatischen Speicherpunkt zurückgesetzt. Das kann bei ausufernden Belagerungen durchaus bedeuten, dass ihr einen harten Kampf von zwanzig Minuten komplett wiederholen müsst.

Kann ich die spannende Story-Kampagne von Ace Combat 8 im Koop-Modus mit Freunden durchspielen?

Die cineastische Geschichte ist eine reine Solo-Erfahrung und bietet keinerlei kooperative Funktionen. Wenn ihr gemeinsam mit euren Freunden abheben wollt, müsst ihr zwingend in den riesigen Ace Combat Online Modus wechseln. Dort stehen euch dann diverse PvE-Herausforderungen und chaotische PvPvE-Gefechte für gemeinsame Fliegerabende zur Verfügung.

Machen die Framerate-Ruckler Ace Combat 8 auf der Konsole unspielbar?

Während der regulären Flüge durch die dichten Wolken bleibt die Bildrate auf der PlayStation 5 Pro erfreulich stabil. Lediglich bei enormen Explosionen in Bosskämpfen oder während aufwendig inszenierter Zwischensequenzen kommt die verbaute Hardware kurzzeitig stark ins Schwitzen. Diese Einbrüche stören zwar kurz die großartige Atmosphäre, machen das eigentliche Spielgeschehen aber keinesfalls unspielbar.

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