Bei Marvel’s Wolverine war ich mir vor dem Start nicht sicher, ob Insomniac Games der Wechsel von Spider-Man zu Logan gelingen würde. Peter Parker und Miles Morales leben auch davon, wie mühelos sie sich durch New York bewegen. Marvel’s Wolverine steht für eine andere Art von Action: direkt, ruppig und meistens ziemlich schmerzhaft für alle Beteiligten.
Nach mehr als fünf Jahren voller Erwartungen musste das Studio zeigen, dass es auch damit umgehen kann. Logan funktioniert als Hauptfigur eines eigenen Spiels gut. Seine Kämpfe haben Wucht, seine Geschichte hat mich mitgenommen. Weniger überzeugend sind einige Versuche, zwischen den Prügeleien für Abwechslung zu sorgen. Und technisch hätte dieses Abenteuer an manchen Stellen noch etwas Feinschliff vertragen. Unser Test zu Marvel’s Wolverine auf Spieletester.de zeigt, wo die Stärken liegen und was dazwischenfunkt.
Marvel’s Wolverine – Logan überzeugt, seine Gegenspieler bleiben blass
Die bekannten X-Men gibt es in Marvel’s Wolverine noch nicht. Logan kehrt nach drei Jahren zum Team X zurück, einer geheimen Einheit unter Nathaniel Essex. Dort trifft er unter anderem auf Sabretooth und Mystique. Gleichzeitig fehlen ihm Erinnerungen an seine Vergangenheit. Er weiß nicht zuverlässig, was er getan hat und welchen Menschen er überhaupt vertrauen kann. Das gibt seiner Suche nach Antworten mehr Gewicht als die übliche Frage, welcher Bösewicht als Nächstes besiegt werden muss.
Mit Bolivar Trask bekommt die Geschichte in Marvel’s Wolverine trotzdem einen klaren Gegenspieler. Der Industrielle verfolgt Mutanten mithilfe seiner Reavers und Sentinels. Seine Feindseligkeit lässt wenig Raum für Zwischentöne. Genau hier liegt für mich eine Schwäche der Handlung: Trask bleibt über weite Strecken auf seine Funktion als Bedrohung beschränkt. Auch Essex hätte als Figur mehr Aufmerksamkeit verdient. Beide bringen die Geschichte voran, doch die Erzählung geht bei ihnen selten so in die Tiefe wie bei Logan.
Logan trägt Marvel’s Wolverine erstaunlich gut. Hinter seiner Wut stecken Angst und Unsicherheit, ohne dass er ständig erklären müsste, wie sehr ihn beides belastet. Liam McIntyre trifft im englischen Original diesen Wechsel zwischen Härte und Verletzlichkeit. Dazu kommen Gesichtsanimationen, die auch dann etwas erzählen, wenn Logan gerade nichts sagt. Ich habe ihm seine Reue abgenommen. Das ist bei einer Figur, die kurz darauf wieder Gegner zerlegt, keineswegs selbstverständlich.
Mir hat gefallen, wie sich die Beziehung zwischen Logan und Jean Grey entwickelt. Ihre Gespräche geben der Geschichte Ruhe und die Annäherung braucht keine großen Liebeserklärungen. Beide kennen das Gefühl, mit den eigenen Fähigkeiten und Problemen allein zu sein. Daraus entsteht eine Vertrautheit, die nachvollziehbar wirkt. Diese Begegnungen haben mich stärker an Logan gebunden als die nächsten Enthüllungen über seine Vergangenheit.
Jean sorgt dafür, dass wir bei all den Kämpfen auch wissen wollen, wie es für Logan weitergeht. Bei ihr zählt auch, wie er mit einem anderen Menschen umgeht. Das macht ihn greifbarer. Schade ist deshalb, dass die Gegenspieler daneben so wenig Eigenleben entwickeln. Die Geschichte wäre noch spannender, wenn auch auf ihrer Seite mehr als ein Anlass für die nächste Konfrontation zu finden wäre.

Das Kampfsystem von Marvel’s Wolverine
In Marvel’s Wolverine geht es im Kampf deutlich härter zur Sache als in Spider-Man. Das haptische Feedback des DualSense Controllers unterstützt diesen Eindruck. Die Treffer fühlen sich kräftig an, ohne dass allein die Animationen die Arbeit übernehmen müssten. Schon in den ersten Stunden machte mir das Kämpfen deshalb Spaß.
Wer nur auf die Angriffstaste hämmert, bekommt allerdings Probleme. Zwischen den eigenen Schlägen muss man gegnerische Attacken lesen und rechtzeitig reagieren. Ausweichen hilft, doch häufig öffnet erst eine gelungene Parade die Deckung für einen Gegenangriff. Anfangs braucht es etwas Übung, diesen Rhythmus zu treffen. Sobald er sitzt, lassen sich Angriff und Verteidigung flüssig verbinden. Das Kampfsystem ist zugänglich, verlangt aber genug Aufmerksamkeit, damit Logan trotz seiner Selbstheilung nicht unangreifbar wirkt.
Die Wutleiste macht den Umgang mit Logans Widerstandskraft in Marvel’s Wolverine interessanter. Durch aggressive Aktionen füllt sie sich über drei Stufen. Bei voller Anzeige kann Logan einen Blutrausch auslösen und schwächere Gegner unmittelbar ausschalten. Dieselbe Ressource hilft jedoch auch, wenn seine Lebensenergie aufgebraucht ist: Mit ausreichend Wut und schnellem Tastendrücken kommt er wieder auf die Beine. Man muss also abwägen, ob man alles in den nächsten Angriff steckt oder eine Reserve behält. Der verlockende Blutrausch kostet damit unter Umständen genau die Absicherung, die kurz darauf fehlen könnte.
Zurückhaltend geht es dabei selten zu. Blut und abgetrennte Gliedmaßen gehören zur Inszenierung, können in den Einstellungen aber abgeschaltet werden. Die Härte passt zu Wolverine, trägt ein Kampfsystem auf Dauer allerdings nicht allein. Später wiederholen sich die Abläufe merklich. Wenn die Angriffsmuster bekannt sind, wechsle ich zu oft zwischen Schlagen und Parieren, ohne meine Vorgehensweise noch groß verändern zu müssen. Vor allem die Reavers und Ninja-Gegner hätten in der zweiten Hälfte mehr Abwechslung vertragen.
An Sabretooths Seite bekommen die Gefechte noch einmal eine andere Stimmung. Er mischt sich wenig rücksichtsvoll ein und schnappt Logan gelegentlich einen Gegner direkt vor der Nase weg. Das wirkt angenehm unkoordiniert und passt zu diesen beiden Figuren. Bei manchen Bossen hätte ich mir dagegen kürzere Kämpfe gewünscht. Ihre Inszenierung stimmt, doch einige stecken mehr Treffer ein, als ihren Duellen guttut. Ist das Muster erst verstanden, entsteht dadurch vor allem Wiederholung. Ein schnellerer Abschluss hätte dort mehr Eindruck hinterlassen als eine weitere Runde derselben Angriffsfolge.

Marvel’s Wolverine – Was gibt es in der Spielwelt zu entdecken?
Dass Marvel’s Wolverine auf eine große offene Welt verzichtet, halte ich für eine gute Entscheidung. Die Kampagne führt durch Kanadas Wälder, Tokios Neonstraßen und die Insel Madripoor. Jeder Ortswechsel bringt eine andere Atmosphäre mit, während die Geschichte weitgehend das Tempo vorgibt. Ich musste mich nicht durch eine Karte voller Aufgaben arbeiten, bevor es weiterging. Logans Suche nach seiner Vergangenheit profitiert von diesem konzentrierten Aufbau.
Die Schauplätze in Marvel’s Wolverine haben abseits der Kämpfe einiges zu bieten. Tokios regennasse Straßen sehen mit den Spiegelungen der Leuchtreklamen richtig gut aus. Auch die kälteren, abgelegenen Umgebungen haben ihre eigene Stimmung. Solche Unterschiede machen die Reise abwechslungsreich, obwohl der grundsätzliche Ablauf überschaubar bleibt. Das Spiel braucht dafür keine riesigen Flächen. Es profitiert eher davon, dass die einzelnen Orte gezielt gestaltet sind und sich visuell deutlich voneinander absetzen.
Die Wegführung in Marvel’s Wolverine funktioniert allerdings nicht immer reibungslos. Manche Abschnitte sehen offener aus, als sie tatsächlich sind. Wenn ihr dort nach anderen Wegen sucht, stoßt ihr manchmal auf unsichtbare Grenzen. Noch ärgerlicher wird es, wenn der Bildschirm schwarz wird und euch das Spiel mit einer Warnmeldung auf den vorgegebenen Weg zurückschickt. Gerade weil die Umgebungen zum Umschauen einladen, wirken solche Eingriffe grob. Klarer erkennbare Grenzen hätten denselben Zweck erfüllt, ohne die Erkundung so abrupt zu unterbrechen.
Es lohnt sich trotzdem, die Nebenwege abzugehen. In Kisten liegen Materialien für mehr als 30 Kostüme, die beim Anlegen auch die maximale Lebensenergie steigern. Versteckte Whiskyflaschen liefern Punkte für genetische Modifikationen. Diese Belohnungen geben der Suche einen spielerischen Nutzen. Die Verbindung zwischen neuen Outfits und mehr Lebensenergie wirkt zwar etwas beliebig, sorgt aber dafür, dass die Fundstücke auch außerhalb der Kostümauswahl eine Rolle spielen.
Die Albtraumtore in Marvel’s Wolverine führen tiefer in Logans Vergangenheit. Die Rückblicke reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und beleuchten Logans verdrängte Traumata. Darin warten zeitlich begrenzte Parcours und Kämpfe unter besonderen Bedingungen. Spielerisch sind diese Aufgaben nicht durchgehend spannend, weil sich die Abläufe zu oft wiederholen. Die zusätzlichen Einblicke in Logans frühere Erlebnisse waren für mich der bessere Grund, sie mitzunehmen. Wer sich vor allem für die Figur interessiert, bekommt hier etwas dazu. Wer neue Ideen für die Kämpfe erwartet, findet dagegen nur begrenzt Abwechslung. Als freiwillige Ergänzung gehen diese Einschübe in Ordnung, zum Höhepunkt der Erkundung werden sie selten.

Marvel’s Wolverine – Was taugt Logan abseits der Kämpfe?
Mit den Schleichabschnitten von Marvel’s Wolverine bin ich weniger warm geworden. Meist versteckt ihr euch im hohen Gras, wartet auf einen günstigen Moment und schaltet einen Gegner von hinten aus. Ich hätte die Wachen gern auch mal abgelenkt oder gezielt in eine Falle gelockt, doch solche Möglichkeiten fehlen. So läuft das Schleichen oft nach demselben Muster ab.
Dazu kommt, dass die Wachen Logan häufig übersehen. Fliegt ihr doch auf, könnt ihr meist einfach weiterkämpfen. Diese Freiheit finde ich grundsätzlich gut. Hier nimmt sie den Schleichabschnitten allerdings Spannung, weil das offene Vorgehen ohnehin gut funktioniert. Mir fehlte deshalb ein überzeugender Grund, länger im Gras auf eine günstige Gelegenheit zu warten.
Noch weniger Spaß hatte ich mit den Motorradsequenzen. Die Lenkung ist unpräzise, sodass ich selten das Gefühl hatte, das Motorrad richtig unter Kontrolle zu haben. Auch vom Tempo der Verfolgungsjagden ist beim Spielen wenig zu spüren. Ich war meistens froh, wenn die Fahrt vorbei war und ich wieder zu Fuß weiterspielen konnte.

Marvel’s Wolverine – Was bringen Talentbaum und Upgrades?
Mit gesammelten Erfahrungspunkten schaltet ihr in einem übersichtlichen Talentbaum weitere Fähigkeiten frei. Das ist verständlich und sorgt regelmäßig für kleine Fortschritte. Allerdings eignet sich Logan im Verlauf ohnehin alle verfügbaren Manöver an. Die Reihenfolge lässt etwas Spielraum, einen dauerhaft eigenen Schwerpunkt entwickelt man damit kaum. Wer gern unterschiedliche Ausrichtungen ausprobiert, wird hier wenig finden.
Mehr Auswahl bieten die genetischen Modifikationen. Aus gut zwei Dutzend Boni lassen sich bis zu zehn gleichzeitig aktivieren. Sie verbessern beispielsweise die Heilung oder erhöhen unter bestimmten Bedingungen den Schaden. Das erlaubt kleinere Anpassungen an die eigenen Vorlieben. Für mich ging die Wirkung allerdings selten so weit, dass ich deshalb anders gekämpft hätte. Die vertraute Mischung aus Angriffen und Paraden bleibt das Zentrum.
Marvel’s Wolverine braucht sicher kein kompliziertes Rollenspielsystem, um zu funktionieren. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass die Auswahl stärkere Entscheidungen verlangt. Wenn Verbesserungen vor allem Zahlen verändern, wächst Logan zwar auf dem Papier, spielerisch fühlt sich der Fortschritt weniger deutlich an. Zusammen mit den wiederkehrenden Gegnermustern trägt das dazu bei, dass die späteren Gefechte nicht mehr so frisch wirken wie der Einstieg.
Für einen weiteren Durchlauf wäre das für mich ebenfalls ein Nachteil. Die Aussicht, dieselben Kämpfe mit einer anderen Spezialisierung anzugehen, fehlt weitgehend. Wer ohnehin vor allem die Geschichte erleben möchte, dürfte sich daran weniger stören. Der Talentbaum erfüllt seinen Zweck als Begleitung der Kampagne, liefert aber kaum einen eigenen Grund, noch einmal von vorn anzufangen.

Marvel’s Wolverine – Grafik und Performance auf der PS5 im Test
Marvel’s Wolverine gehört für mich zu den grafisch stärkeren PlayStation 5-Spielen, und das liegt neben den detailreichen Umgebungen vor allem an Logan selbst. Seine Kleidung reißt im Kampf auf, Wunden werden sichtbar, stellenweise liegt sogar das Adamantium frei. Wenn die Verletzungen in Zwischensequenzen wieder verheilen, wird seine Regeneration unmittelbar nachvollziehbar. Das ist makaber, passt aber zur Figur und bleibt eindrucksvoller als eine Lebensleiste, die sich einfach wieder füllt.
Auch die Gesichter tragen viel zur Wirkung der Geschichte bei. In den ruhigeren Szenen lohnt es sich, auf Logans Mimik zu achten. Auf der PlayStation 5 stehen ein auf 60 Bilder pro Sekunde ausgelegter Leistungsmodus und ein Qualitätsmodus mit 30 FPS zur Wahl. Die Entscheidung zwischen flüssigerer Darstellung und höherer Bildqualität bleibt damit euch überlassen.
Weniger erfreulich waren die technischen Fehler in Marvel’s Wolverine, durch die ich mehrfach nicht weiterkam. Einmal blieb ein Gegner an einer unsichtbaren Wand hängen und ließ sich nicht mehr besiegen. Hier half nur, den letzten Kontrollpunkt zu laden. Solche Probleme sind besonders ärgerlich, weil man den Abschnitt nicht durch geschickteres Spielen retten kann.
Hinzu kamen kleinere Patzer. In Zwischensequenzen blieben Logans Krallen gelegentlich ausgefahren und ragten durch Gegenstände. Bei eingestellter deutscher Sprachausgabe tauchten außerdem einzelne englische Sätze auf. Das zerstört die Atmosphäre nicht dauerhaft, fällt in einer sonst aufwendig inszenierten Szene aber sofort auf. Die technische Qualität schwankt deshalb stärker, als die schönen Bilder zunächst vermuten lassen. Bei den blockierenden Fehlern besteht klarer Verbesserungsbedarf. Ob und wann Updates sie beheben, gehört allerdings nicht in die Bewertung der Fassung, die ich gespielt habe.

Marvel’s Wolverine – Das Finale lässt auf sich warten
Die Kampagne von Marvel’s Wolverine beschäftigt ungefähr 15 Stunden und kommt weitgehend ohne erzwungenen Grind aus. Das empfinde ich als passende Länge. Nur im letzten Viertel lässt die Spannung nach: Die Geschichte hat ihre wesentlichen Karten bereits aufgedeckt, braucht bis zur entscheidenden Konfrontation aber länger als nötig. Hier hätte eine Straffung gutgetan. Davor wechseln sich Kämpfe, Gespräche und ruhigere Orte meist sinnvoll ab. Die Pausen in einer Bar oder einer abgelegenen Hütte zeigen, was Logan abseits der Kämpfe beschäftigt. Sie machen verständlich, weshalb mich seine Geschichte trotz der spielerischen Wiederholungen bis zum Ende interessiert hat.
Die überschaubare Dauer hilft auch dem Kampfsystem. Seine Grenzen werden spürbar, bevor der Abspann läuft, drängen sich aber nicht stundenlang in den Vordergrund. Eine deutlich längere Kampagne hätte mehr neue Gegner und spielerische Ideen gebraucht. So endet das Abenteuer ungefähr dort, wo es auch Zeit wird, die Geschichte abzuschließen.
Fazit
Marvel’s Wolverine hat mich vor allem mit Logan selbst überzeugt. Seine Unsicherheit, die Gespräche mit Jean Grey und McIntyres Darstellung geben der Geschichte genug Gewicht, um auch durch schwächere Abschnitte zu tragen. Dazu kommen Kämpfe, deren Treffer sich kräftig anfühlen und Schauplätze, die ohne eine riesige offene Welt viel Atmosphäre erzeugen.
Die Schwächen von Marvel’s Wolverine fallen trotzdem auf. Das Schleichen bleibt oberflächlich, die Motorradfahrten machen wenig Spaß und manche Bosskämpfe dauern länger, als ihre Ideen reichen. Wer viel taktische Abwechslung oder ein ausgeprägtes Rollenspielsystem sucht, sollte seine Erwartungen entsprechend setzen.
Für mich überwiegen in Marvel’s Wolverine die starken Momente deutlich. Ich wollte wissen, was aus Logan wird und hatte trotz der Wiederholungen Spaß an seinen Kämpfen.
Ist Marvel’s Wolverine ein Open-World-Spiel?
Die Geschichte folgt überwiegend linearen Wegen. Einige Gebiete bieten Abzweigungen und Platz zum Erkunden, eine frei bereisbare offene Welt gibt es jedoch nicht. Die Geschichte führt euch durch mehrere unterschiedliche Schauplätze.
Wie lange dauert die Kampagne von Marvel’s Wolverine?
Für den beschriebenen Durchlauf waren es ungefähr 15 Stunden. Wer Kostüme, Materialien und zusätzliche Einblicke in Logans Vergangenheit mitnehmen möchte, sollte mehr Zeit einplanen. Die Dauer hängt auch vom eigenen Spieltempo ab.
Lässt sich die Gewaltdarstellung in Marvel’s Wolverine reduzieren?
Ja. Blut und Zerstückelungen können in den Optionen deaktiviert werden. Die Kämpfe und das düstere Grundthema bleiben trotzdem Teil des Spiels. Zusätzlich stehen verschiedene Hilfen zur Anpassung der Bedienung und Darstellung bereit.
Ist die deutsche Sprachausgabe empfehlenswert?
Die deutsche Fassung schwankt bei Betonung und Besetzung. Mir gefiel die englische Originalspur besser, weil sie Logans Stimmung und seinen trockenen Humor überzeugender trifft. Deutsche Untertitel helfen dabei, der Handlung zu folgen.
Gibt es neben den Kämpfen noch andere spielerische Elemente?
Ja, das Spiel enthält Schleichpassagen im hohen Gras sowie Motorradsequenzen. Unser Test merkt jedoch an, dass das Schleichen durch eine wenig aufmerksame KI und fehlende Ablenkungsmöglichkeiten eher oberflächlich ausfällt. Auch die Motorradsteuerung wirkt unpräzise, wodurch beide Elemente den Spielfluss laut Test eher bremsen.
Wie funktioniert das Kampfsystem in Marvel’s Wolverine?
Logan steuert sich bodenständiger und schwerer als beispielsweise Spider-Man. Das System verlangt eine rhythmische Mischung aus Angriffen, Ausweichen und dem Parieren von Schlägen. Zusätzlich füllt sich durch aggressive Aktionen eine Wutleiste in drei Stufen, die entweder für direkte Blutrausch-Angriffe auf schwächere Gegner oder zur rettenden Wiederbelebung bei aufgebrauchter Lebensenergie eingesetzt werden kann.
Gibt es Rollenspiel-Mechaniken oder ein Upgrade-System?
Ja, über gesammelte Erfahrungspunkte lassen sich in einem übersichtlichen Talentbaum nach und nach alle Manöver freischalten. Zusätzlich können durch das Sammeln versteckter Whiskyflaschen genetische Modifikationen (wie verbesserte Heilung oder erhöhter Schaden) ausgerüstet werden. Das Finden neuer Kostüme aus Kisten steigert zudem die maximale Lebensenergie.
Welche Grafikmodi bietet Marvel’s Wolverine?
Spieler haben die Wahl zwischen einem Leistungsmodus, der auf flüssige 60 Bilder pro Sekunde ausgelegt ist und einem Qualitätsmodus mit 30 Bildern pro Sekunde, der den Fokus auf eine höhere Bildqualität legt.
Welche weiteren Marvel-Charaktere kommen in Marvel’s Wolverine vor?
Die Handlung spielt noch vor der Gründung der bekannten X-Men. Logan trifft in der geheimen Einheit Team X unter Nathaniel Essex auf Sabretooth und Mystique. Eine besonders wichtige und tiefgründige Beziehung baut er zu Jean Grey auf. Als Hauptgegenspieler fungiert der Industrielle Bolivar Trask, der Mutanten mit seinen Reavers und Sentinels jagt.
| Kategorie | Details |
| Spieltitel | Marvel’s Wolverine |
| Entwickler | Insomniac |
| Plattformen | PlayStation 5 |
| Setting | Abwechslungsreiche, lineare Schauplätze: Kanadas Wälder, Tokios Neonstraßen und die Insel Madripoor |
| Hauptfigur | Logan (Wolverine) |
| Genre | Action-Adventure |
| Besonderheiten | Verzicht auf Open-World zugunsten fokussierter Level; optisch sichtbare Wunden (bis aufs Adamantium), die in Echtzeit heilen |
| Gameplay | Wuchtiger Nahkampf (Parieren, Ausweichen, Kontern), Wutleiste (für Blutrausch oder Wiederbelebung), Schleichpassagen, Motorradsequenzen, Talentbaum und genetische Modifikationen |
| Storythemen | Logans Gedächtnisverlust, Rückkehr zu Team X (unter Nathaniel Essex), Konflikt mit Bolivar Trask (Reavers/Sentinels) sowie eine tiefergehende, emotionale Bindung zu Jean Grey |
| Spieldauer | Ungefähr 15 Stunden (kompakte Kampagne, weitgehend ohne erzwungenen Grind) |
| Schwierigkeitsgrade | Umfassende Zugänglichkeitsoptionen zur gezielten Anpassung (z. B. Zeitfenster für Kombos, Geschwindigkeit, anpassbare Gewaltdarstellung) statt rein starrer Grade |
| Besonderes Merkmal | „Albtraumtore“ mit spielbaren Rückblicken in Logans verdrängte Traumata bis ins 19. Jahrhundert; intensives haptisches DualSense-Feedback für spürbare Trefferwucht |















