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Captain Tsubasa 2: World Fighters
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Captain Tsubasa 2: World Fighters (PS5) Test

Altin Safaei
Altin Safaei
Veröffentlicht am: 6. September 2026
Letztes Update: 6. September 2026
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20 Min. Lesezeit
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Captain Tsubasa 2: World Fighters
9
Captain Tsubasa 2: World Fighters (PS5) Test

Wenn Fußbälle als glühende Kometen über den Platz peitschen und die Schwerkraft einfach mal eine Pause einlegt, bittet Captain Tsubasa 2: World Fighters zum Anstoß. Sechs Jahre nach dem direkten Vorgänger bringt Publisher Bandai Namco das Kult-Anime endlich auf die aktuelle Konsolengeneration zurück und hat uns für diesen Test freundlicherweise mit einem Review-Code ausgestattet.

Inhalt
  • Captain Tsubasa 2: World Fighters – Der beschwerliche Weg zur Weltmeisterschaft
  • Captain Tsubasa 2: World Fighters – Ein rasantes Spektakel auf dem Platz
  • Captain Tsubasa 2: World Fighters – Das riskante Chain System
  • Captain Tsubasa 2: World Fighters – Unüberwindbare Abwehrreihen fordern Geduld
  • Captain Tsubasa 2: World Fighters – Brennende Bälle und rettende Wunderaktionen
  • Captain Tsubasa 2: World Fighters – Optische Meisterwerke vor tristen Kulissen
  • Captain Tsubasa 2: World Fighters  – Steile Lernkurve und überdrehte Anime-Action
  • Fazit
    • Wie viele Charaktere gibt es in Captain Tsubasa 2: World Fighters?
    • Kann ich in Captain Tsubasa 2: World Fighters auch als aktiver Torwart spielen?
    • Gibt es in Captain Tsubasa 2: World Fighters eine gesprochene englische Sprachausgabe?
    • Sind alle vorhandenen Teams von Anfang an verfügbar?
    • Ist Captain Tsubasa 2: World Fighters extrem schwer für absolute Anfänger
    • Wie funktioniert das Fortschrittssystem für den eigenen Charakter?
    • Kann ich online mein eigenes erstelltes Dream Team nutzen?
    • Gibt es in Captain Tsubasa 2: World Fighters motivierende Offline Turniere im Einzelspielermodus?
    • Gibt es Crossplay zwischen den verschiedenen Konsolen?
    • Bietet Captain Tsubasa 2: World Fighters einen lokalen Koop-Modus?
    • Wie lang ist die ungefähre Spielzeit der Story-Kampagne?

Das Entwicklerstudio Tamsoft schickt uns in Captain Tsubasa 2: World Fighters mit einer völlig neuen Storyline und dem Versprechen auf spürbar mehr taktische Tiefe erneut auf den virtuellen Rasen. Von der ersten Sekunde an wird auf physikalische Gesetze gepfiffen und das Spiel schickt den traditionellen Fußball-Realismus direkt auf die Auswechselbank. Hier regieren stattdessen pures Adrenalin und völlig überforderte Torhüter am laufenden Band. Meine persönlichen Erwartungen waren riesig. Ob die großen Versprechungen zu Captain Tsubasa 2: World Fighters in vollem Umfang gehalten wurden, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test hier auf Spieletester.de

Captain Tsubasa 2: World Fighters – Der beschwerliche Weg zur Weltmeisterschaft

Unsere Reise beginnt in Captain Tsubasa 2: World Fighters fernab der vertrauten japanischen Schulhöfe. Die Handlung knüpft fast nahtlos an die dramatischen Ereignisse von Captain Tsubasa: Rise of New Champions an. Tsubasa Ozora hegt weiterhin den Traum, der beste Spieler der Welt zu werden.. Dafür zieht es den talentierten Kicker nach Brasilien zum legendären FC São Paulo. Unter der strengen Anleitung seines Mentors Roberto Hongo muss sich der junge Athlet in einer neuen Umgebung beweisen. Wer die Vorlage liebt, wird sich sofort wohlig heimisch fühlen. Sämtliche wichtigen Stationen des Mangas wurden liebevoll ins Spiel integriert.

Schließlich hat Yoichi Takahashi als geistiger Schöpfer der Serie persönlich bei der Entwicklung von Captain Tsubasa 2: World Fighters mitgewirkt. Dadurch wirkt die Erzählung authentisch und fängt den Geist der 90er-Jahre gekonnt ein. Wir werden Zeuge von herzergreifenden Abschieden und hitzigen Wiedersehen auf dem Rasen. Dabei begegnen wir nicht nur alten, hartnäckigen Rivalen, sondern auch brandneuen Figuren. Einige Charaktere wurden exklusiv für Captain Tsubasa 2: World Fighters entworfen und fügen sich absolut nahtlos in den bestehenden Kanon ein. Zusätzliche Handlungsstränge bieten zudem spannende Was-wäre-wenn-Szenarien.

In der Kampagne von Captain Tsubasa 2: World Fighter schlüpft ihr nicht primär in die Rolle des titelgebenden Helden Tsubasa Ozora. Vielmehr erstellt ihr einen völlig eigenen Charakter von Grund auf neu und dabei bietet der integrierte Editor eine erstaunliche Vielfalt an feinen Anpassungsmöglichkeiten. Von wild abstehenden Frisuren über markante Gesichtszüge bis hin zu spezifischen Jubelposen ist alles dabei. Selbst die ikonische Pose von Cristiano Ronaldo hat es ins Spiel geschafft. Egal wie wild eure Kreation ausfällt, auf dem Platz wirkt sie zu keiner Zeit deplatziert.

Die Entwickler haben den markanten Anime-Look so stimmig eingefangen, dass sich der eigene Avatar nahtlos in die Riege der bekannten Stars einreiht. Erstmals habt ihr freie Positionswahl und dürft euren Neuling sogar als Torwart aufstellen. Das verändert die gesamte Spieldynamik auf einen Schlag enorm. Plötzlich seid ihr nicht mehr primär für das Toreschießen verantwortlich, sondern müsst die unmöglichsten Superschüsse der gegnerischen Stürmer abwehren. Euer Schützling wird ein fester Teil des FC São Paulo und kämpft sich heldenhaft gemeinsam mit den bekannten Stars an die absolute Spitze.

Auf dem Weg zum Weltmeistertitel

Captain Tsubasa 2: World Fighters – Ein rasantes Spektakel auf dem Platz

Trotz der packenden Ausgangslage zeigt die Inszenierung der Geschichte leider schnell deutliche Risse. Obwohl der eigens kreierte Charakter theoretisch im Zentrum stehen sollte, verkommt man in den zahlreichen Zwischensequenzen oftmals zum bloßen Statisten. Die Anime-Stars treiben die Handlung voran, während der eigene Avatar meist stumm am Rand steht.

Wirkliche Entscheidungen mit spürbaren Konsequenzen trefft ihr bedauerlicherweise kaum. Zwar dürft ihr ab und zu in Dialogen eine kleine Antwort auswählen, aber der erzählerische Ausgang bleibt unterm Strich stets exakt derselbe. Ein weiteres Problem stellt das allgemeine Pacing der Kampagne dar. Die schiere Menge an Text ist schlichtweg übertrieben.. Gefühlt verbringt ihr wesentlich mehr Zeit mit dem Lesen von Dialogboxen als auf dem Spielfeld. Diese endlos wirkenden Gespräche bremsen den Spielfluss teilweise aus. Oft wünscht man sich eine Skip-Taste, um das zähe Geschehen abzukürzen.

Zusätzlich kommen noch die ständigen kurzen Ladebildschirme, die selbst auf einer enorm leistungsstarken Konsole wie der PlayStation 5 Pro negativ auffallen. Jede noch so winzige Szene wird durch Ladeunterbrechungen fragmentiert. Sobald der Schiedsrichter die Partie nach endlosen Dialogen endlich anpfeift, ist der angestaute Frust glücklicherweise fast vergessen. Auf dem Platz entfaltet Captain Tsubasa 2: World Fighters sein wahres spielerisches Potenzial. Vergesst am besten alles, was ihr jemals über taktisches Geplänkel aus anderen Spielen gelernt habt. In Captain Tsubasa 2: World Fighters gibt es schlichtweg keine Freistöße wegen übermäßig harter Fouls. Der Unparteiische fungiert nur als hübsche Dekoration am Rand.

Wilde Grätschen von hinten werden keinesfalls bestraft, sondern stellen ein legitimes Mittel zur aggressiven Balleroberung dar. Alles dreht sich um Geschwindigkeit, perfektes Timing und die exakte Positionierung der Mitspieler. Im direkten Vergleich zum Vorgänger Rise of New Champions fühlt sich die Steuerung wesentlich direkter an. Harte Pässe kommen deutlich präziser an und die Profis reagieren weitaus flotter auf die Eingaben. Das simple, oft auf Glück basierende Schere-Stein-Papier-System des Vorgängers gehört der Vergangenheit an. Ab sofort kommt es auf echte schnelle Reflexe an. Verteidiger und pfeilschnelle Angreifer können ihre Aktionen gezielt aufladen. Wer die Bewegungen des Gegners frühzeitig liest, gewinnt den Zweikampf.

Ein Spektakel auf dem Platz

Captain Tsubasa 2: World Fighters – Das riskante Chain System

Eine der besten spielmechanischen Ergänzungen ist das in Captain Tsubasa 2: World Fighters neu eingeführte Chain System. Jede erfolgreich ausgeführte Aktion auf dem Platz füllt kontinuierlich eine spezielle Leiste am Bildschirmrand auf. Dribbelt ihr an zwei Gegenspielern vorbei, wächst der Multiplikator rasant. Folgt darauf ein Pass in den Lauf des Stürmers, steigt die Anzeige weiter. Je höher diese Leiste gefüllt ist, desto gewaltiger wird euer anschließender Torschuss ausfallen.

Das System belohnt mutiges und kreatives Kombinationsspiel ungemein. Wer den Ball nur stur nach vorne drischt, wird langfristig kaum Erfolge feiern. Die Mechanik hat jedoch einen entscheidenden Haken. Verliert ihr den Ball an die gegnerische Mannschaft, wechselt die mühsam aufgebaute Energie augenblicklich zum Gegner. Das erzeugt eine greifbare Spannung auf dem Spielfeld. Ihr überlegt euch also zweimal, ob ihr ein riskantes Dribbling im dichten Mittelfeld wagt. Gelegentlich ist ein sicherer kurzer Rückpass die deutlich klügere Entscheidung. Zudem müsst ihr die schwindende Ausdauer eurer Mannschaftskameraden permanent im Auge behalten.

Captain Tsubasa 2: World Fighters – Unüberwindbare Abwehrreihen fordern Geduld

Trotz der vielen Verbesserungen gibt es in der Defensive weiterhin gewisse Balance-Probleme. Einige Abwehrspieler sind schlichtweg zu übermächtig geraten.So hat etwa die italienische Nationalmannschaft knallharte Verteidiger in ihren Reihen, die fast jede Offensivaktion im Keim ersticken. Deren Grätschen haben eine enorme Reichweite und lassen sich nur schwer auskontern. In solchen Momenten fühlt es sich an, als wären eure Handlungsoptionen stark limitiert.

Gegen derartige Bollwerke hilft oft nur eiserne Geduld. Ihr müsst den Ball geduldig in den eigenen Reihen zirkulieren lassen, bis sich endlich eine Lücke in der Viererkette auftut. Dafür haben die Entwickler erstmals für Captain Tsubasa 2: World Fighters ein neues hilfreiches visuelles Instrument integriert. Eine farbige Linie zeigt euch nun jederzeit an, welcher gegnerische Verteidiger euren Ballführer gerade ins Visier nimmt. Diese kleine, aber feine Stütze hilft ungemein bei der Planung eurer nächsten Schritte. Ihr erkennt sofort, von welcher Seite der gegnerische Druck kommt, und könnt entsprechend reagieren.

Geduld ist das Maß aller Dinge

Captain Tsubasa 2: World Fighters – Brennende Bälle und rettende Wunderaktionen

Wer den Kasten sauber halten will, muss in Captain Tsubasa 2: World Fighters muss umdenken, denn die Torhüter haben überarbeitete Mechanik bekommen. Jeder Keeper verfügt nun über eine sichtbare Ausdauerleiste. Während normale Schüsse diese kaum ankratzen, saugen Superschüsse die Energie förmlich leer.

Sobald diese Leiste vollständig erschöpft ist, landet der nächste Ball fast garantiert im Netz. Die größte spielerische Neuerung in Captain Tsubasa 2: World Fighters ist jedoch die interaktive Verteidigung. Fliegt ein Ball auf euer Tor zu, müsst ihr in einem kurzen Zeitfenster per Analogstick die richtige Ecke erahnen. Ratet ihr richtig, verliert der Torwart kaum Ausdauer. Liegt ihr falsch, schlägt der Ball entweder direkt ein oder der Keeper opfert seine komplette restliche Energie für eine letzte verzweifelte Notparade.

Was wäre Captain Tsubasa 2: World Fighters bloß ohne seine völlig übertriebenen Spezialaktionen. Die sogenannten Super Moves wurden nochmals massiv ausgebaut. Sie sind ab sofort nicht mehr auf Torschüsse beschränkt. Es gibt nun spektakuläre Superpässe, die den Ball wie einen brennenden Kometen über das halbe Spielfeld jagen. Superdribblings lassen eure Gegner wie eingefrorene Slalomstangen aussehen. Sogar in der Luft dürft ihr nun aktiv ins Geschehen eingreifen. Gefährliche Distanzschüsse lassen sich durch schnelles Knöpfchendrücken mit einem akrobatischen Block mitten im Sprung abfangen. Das absolute Highlight in Captain Tsubasa 2: World Fighters sind die neuen fraktionsspezifischen Wunderaktionen. Diese mächtigen Spezialfähigkeiten können das Blatt in letzter Sekunde komplett wenden.

Brennende Bälle und rettende Wunderaktionen

Captain Tsubasa 2: World Fighters – Optische Meisterwerke vor tristen Kulissen

Technisch macht Captain Tsubasa 2: World Fighters glücklicherweise einen gewaltigen Sprung nach vorne. Der mutige Wechsel auf die moderne Unreal Engine 5 hat sich definitiv ausgezahlt. Die Charaktermodelle sehen fantastisch aus und fangen den ikonischen Stil von Yoichi Takahashi perfekt ein. Jede Schweißperle und zerrissene Trikotnaht bei einem Superschuss wird genau dargestellt.

Die über 150 Animationen für die Spezialangriffe sind ein Augenschmaus für jeden Fan. Wenn ein Ball mit flammender Aura auf das Tor zurast und beim Aufprall einen gigantischen Krater im Boden hinterlässt, hüpft mein Fanherz unweigerlich. Die Bildwiederholrate blieb im Test erfreulicherweise sehr stabil bei 60 Bildern pro Sekunde. Leider wurde bei den Umgebungen gespart. Die Stadien wirken oftmals erschreckend trist und steril. Es gibt kaum dynamisches Publikum.

Vom unbekannten Neuling zur gefeierten Fußball-Legende aufsteigen? Was nach einer ungemein motivierenden Reise klingt, entpuppt sich bei der eigentlichen Charakterentwicklung leider schnell als klobiger Motivationskiller. Hier hat Captain Tsubasa 2: World Fighters bedauerlicherweise eine sehr klobige und unintuitive Lösung gefunden. Obwohl es nach jedem absolvierten Match Erfahrungspunkte regnet, levelt ihr absolut keine klassischen Statuswerte auf. Euer erstellter Charakter wird durch das Spielen nicht automatisch schneller. Stattdessen fungieren die mühsam freigeschalteten Spezialtechniken als eine Art passiver Werteblock. Rüstet ihr im Menü einen besseren Pass aus, steigen dadurch passiv eure Hintergrundwerte.

Das System fühlt sich unintuitiv an und raubt viel von der Motivation, den eigenen Spieler wachsen zu sehen. Neue spielerische Fähigkeiten erhaltet ihr vor allem durch die sogenannten Nebenhandlungen. Das sind rein optionale kleine Geschichten mit euren Teamkameraden. Schließt ihr diese Events ab, winken euch neue Schüsse oder bessere Dribblings. Das große Problem dabei ist abermals die furchtbar trockene Inszenierung. Diese Nebengeschichten bestehen fast ausschließlich aus langen Textboxen ohne auflockerndes Gameplay. Nach einer Weile habe ich diese langwierigen Dialoge nur noch weggeklickt, weil ich einfach nur schnell zurück auf den Rasen wollte.

Aller Anfang ist schwer

Captain Tsubasa 2: World Fighters  – Steile Lernkurve und überdrehte Anime-Action

Der Einstieg in Captain Tsubasa 2: World Fighters ist alles andere als ein gemütlicher Spaziergang. Wer blind Tasten drückt, wird sofort bestraft, denn die computergesteuerten Gegner nutzen das Chain-System und die Ausdauer-Mechanik von Beginn an aus. Neueinsteiger kommen um die textlastigen Tutorials nicht herum. Sobald das komplexe System jedoch verinnerlicht ist, entfaltet das Gameplay einen grandiosen, flüssigen Flow. Atmosphärisch strotzt Captain Tsubasa 2: World Fighters vor typischen Shonen-Klischees. So wird jedes Gegentor als dramatischer Weltuntergang inszeniert, stets begleitet von pathetischen Monologen über Freundschaft und unbändigen Siegeswillen. Wer diese überdrehte Arcade-Action im Stile eines FIFA Street liebt, wird hier auf dem Platz exzellent bedient.

Habt ihr die epische, aber zähe Story einmal beendet, offenbart Captain Tsubasa 2: World Fighters mit einem massiven Content-Mangel direkt seine größte Schwäche. Für Solospieler gibt es abseits von simplen Freundschaftsspielen und dem Training kaum motivierende Offline-Modi. Da klassische Elemente wie ein Liga-Modus oder Turniere fehlen, verschenken die Entwickler hier viel Potenzial. Etwas ungünstig fällt zudem auf, dass die 22 Nationalmannschaften erst durch die Kampagne freigeschaltet werden müssen.

Auch der Online-Multiplayer greift hier nur bedingt unter die Arme. Die Partien laufen auf der PlayStation 5 zwar stabil, doch die Optionen bleiben überschaubar. So seid ihr an vorgefertigte Mannschaften gebunden, in die ihr euren Custom-Avatar integrieren dürft, anstatt ein völlig freies Traumteam zu formen. Da momentan auch auf wöchentliche Herausforderungen oder Ligen verzichtet wird, lässt die Motivation nach den ersten Ranglistenspielen leider recht schnell nach.

Obwohl Tamsoft eine großartige spielmechanische Basis geschaffen hat, bleibt leider viel Potenzial auf der Strecke. Ein tiefgreifender Karrieremodus hätte dem Konzept deutlich mehr Substanz verliehen. Statt als stummer Statist einer streng linearen Handlung zu folgen, wäre eine echte spielbare Laufbahn in Captain Tsubasa 2: World Fighters weitaus motivierender gewesen. Ein Start in einer kleinen Jugendliga mit der Option, sich durch Leistung für renommierte Vereine zu empfehlen, Sponsorenverträge zu verhandeln und ein eigenes Team aufzubauen, hätte enorme Tiefe geboten. Auch das Freischalten frischer Spezialtechniken schreit förmlich nach mehr spielerischer Einbindung. Statt sich einen mächtigen Fallrückzieher mühsam über seitenlange Textfenster zu erarbeiten, wären kurze interaktive Minispiele auf dem Trainingsplatz die deutlich bessere Wahl gewesen.

Fazit

Bandai Namco und Tamsoft liefern mit Captain Tsubasa 2: World Fighters eine Fortsetzung, die auf dem Platz fast alles richtig macht. Die Überarbeitung des Dribblings und das neue Chain-System bringen genau die richtige Mischung aus Taktik und Arcade-Chaos. Optisch beeindruckt Captain Tsubasa 2: World Fighters dank der neuen Engine mit grandiosen Charaktermodellen und spektakulären Spezialeffekten. Dem gegenüber stehen frustrierende Schwächen abseits des Rasens. Die Kampagne zieht sich durch endlose, teils langweilige Dialoge unnötig in die Länge.

Solospieler schauen nach der Story in die Röhre, da es an klassischen Turnier-Modi mangelt. Am Ende bleibt ein Fanfest, das Neulinge durch seine steile Lernkurve anfangs abschrecken mag, Liebhaber der Serie aber mit purer Nostalgie belohnt. Captain Tsubasa 2: World Fighters ist ein Spiel, das bei einem gemütlichen Abend mit Freunden auf dem heimischen Sofa für ohrenbetäubendes Gelächter und extrem schwitzige Hände sorgen wird. Wenn der Ball in der allerletzten Sekunde des Spiels feuerfangend auf den Kasten donnert, vergisst sich der Ärger über zähe Menüs ganz schnell.

  1. Wie viele Charaktere gibt es in Captain Tsubasa 2: World Fighters?

    Es gibt über 110 spielbare Figuren aus verschiedenen Nationalmannschaften und Clubs. Einige davon wurden exklusiv für Captain Tsubasa 2: World Fighters komplett neu entworfen.

  2. Kann ich in Captain Tsubasa 2: World Fighters auch als aktiver Torwart spielen?

    Ja, zum allerersten Mal in der Reihe könnt ihr euren eigenen Customcharakter auch explizit als Torwart erstellen und in den rasanten Matches aktiv den Kasten sauber halten.

  3. Gibt es in Captain Tsubasa 2: World Fighters eine gesprochene englische Sprachausgabe?

    Die Dialoge in der Story sind ausschließlich auf Japanisch mit englischen Untertiteln verfügbar. Der dynamische Stadionsprecher kommentiert das actionreiche Geschehen jedoch auf Englisch.

  4. Sind alle vorhandenen Teams von Anfang an verfügbar?

    Zu Beginn stehen nur sehr wenige Teams wie Japan und Brasilien zur freien Auswahl. Die restlichen Nationalmannschaften müssen über den Storymodus freigeschaltet werden.

  5. Ist Captain Tsubasa 2: World Fighters extrem schwer für absolute Anfänger

    Der spielerische Einstieg kann sehr herausfordernd sein, da die CPU, die neuen Mechaniken erstaunlich schnell und brutal nutzt. Ein ausführlicher langer Besuch im Trainingsmodus ist absolut zu empfehlen um Frust zu vermeiden.

  6. Wie funktioniert das Fortschrittssystem für den eigenen Charakter?

    Klassische Statuswerte werden nicht direkt durch Erfahrungspunkte gelevelt. Euer Spieler wird primär stärker indem immer mächtigere Spezialtechniken durch Nebenhandlungen freigeschaltet und diese als Ausrüstung angelegt werden.

  7. Kann ich online mein eigenes erstelltes Dream Team nutzen?

    Nein. Im Multiplayer Modus dürft ihr nur bestehende vorgefertigte Teams auswählen und euren eigenen Customcharakter dort einfügen. Eine freie beliebige Kombination aller Spieler ist leider nicht möglich, was sehr schade ist.

  8. Gibt es in Captain Tsubasa 2: World Fighters motivierende Offline Turniere im Einzelspielermodus?

    Leider nein. Abseits der Kampagne gibt es lediglich Freundschaftsspiele gegen die CPU oder einen lokalen Mitspieler auf der Couch. Echte Ligen oder Pokalwettbewerbe fehlen leider komplett in diesem Spiel.

  9. Gibt es Crossplay zwischen den verschiedenen Konsolen?

    Bislang gibt es leider keine offizielle Crossplay-Unterstützung. PlayStation-, Xbox- und PC-Spieler bleiben in ihren jeweiligen Online-Lobbys aktuell komplett unter sich.

  10. Bietet Captain Tsubasa 2: World Fighters einen lokalen Koop-Modus?

    Ja, ihr könnt lokal mit bis zu vier Spielern auf der heimischen Couch gegeneinander oder gemeinsam im selben Team antreten. Die wilden Spezialaktionen und Superschüsse sorgen hier besonders für Lacher.

  11. Wie lang ist die ungefähre Spielzeit der Story-Kampagne?

    Wenn ihr nur der linearen Hauptgeschichte in Brasilien folgt, seid ihr etwa 12 bis 15 Stunden beschäftigt. Die zahlreichen, textlastigen Nebenhandlungen strecken die Spielzeit für Komplettierer auf gut 20 Stunden.

Captain Tsubasa 2: World Fighters
Captain Tsubasa 2: World Fighters (PS5) Test
9
Gesamtbewertung 9
Gute Punkte Spektakuläre Unreal Engine 5-Grafik bei den grandiosen Charaktermodellen Enorm flüssiges Gameplay mit packendem und riskantem Chain System Interaktive Torwart Duelle sorgen für ordentlichen Nervenkitzel Riesiger wählbarer Roster mit über 110 bekannten Charakteren Nostalgischer Soundtrack und fantastischer englischer Kommentator
Schlechte Punkte Langatmige Story, Inszenierung durch endlose stumme Textboxen Zähes Freischalten der Mannschaften dauert schlichtweg viel zu lange Online Modus lässt den Bau echter eigener Traumteams leider nicht zu Kaum motivierende Offline-Modi für Solospieler verfügbar
Fazit
Bandai Namco und Tamsoft liefern mit Captain Tsubasa 2: World Fighters eine Fortsetzung, die auf dem Platz fast alles richtig macht. Die Überarbeitung des Dribblings und das neue Chain-System bringen genau die richtige Mischung aus Taktik und Arcade-Chaos. Optisch beeindruckt Captain Tsubasa 2: World Fighters dank der neuen Engine mit grandiosen Charaktermodellen und spektakulären Spezialeffekten. Dem gegenüber stehen frustrierende Schwächen abseits des Rasens. Die Kampagne zieht sich durch endlose, teils langweilige Dialoge unnötig in die Länge. Solospieler schauen nach der Story in die Röhre, da es an klassischen Turnier-Modi mangelt. Am Ende bleibt ein Fanfest, das Neulinge durch seine steile Lernkurve anfangs abschrecken mag, Liebhaber der Serie aber mit purer Nostalgie belohnt. Captain Tsubasa 2: World Fighters ist ein Spiel, das bei einem gemütlichen Abend mit Freunden auf dem heimischen Sofa für ohrenbetäubendes Gelächter und extrem schwitzige Hände sorgen wird. Wenn der Ball in der allerletzten Sekunde des Spiels feuerfangend auf den Kasten donnert, vergisst sich der Ärger über zähe Menüs ganz schnell.
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