Bit Reactor hat in enger Zusammenarbeit mit Respawn Entertainment hat mit Star Wars Zero Company ein strategisches Epos erschaffen. Oftmals assoziieren wir die Sternensaga instinktiv mit wilden Lichtschwertduellen oder bombastischen Raumschlachten. Die kreativen Köpfe hinter diesem Projekt schlagen jedoch eine erfrischend düstere Richtung ein. Ehemalige Veteranen von Firaxis Games wagen den mutigen Schritt, ihre geballte Expertise aus dem Taktikgenre mit Star Wars Zero Company in ein völlig neues Gewand zu hüllen. Ihr übernehmt ausnahmsweise nicht die Rolle eines Jedi. Vielmehr schlüpft Ihr in die Haut von Commander Hawks oder wählt alternativ den weiblichen Avatar namens Jae.
Bei der Charaktererstellung legt Ihr lediglich das Geschlecht, eine Spezies, einige optische Merkmale sowie eine Startklasse fest. Alles Weitere ist in Star Wars Zero Company erzählerisch vorgegeben. Zuerst fühlte ich mich von dieser mangelnden Freiheit im Editor etwas eingeschränkt. Später offenbarte sich mir jedoch die Stärke dieser bewussten Limitierung. Die Autoren verzichten auf eine leere Hülle als Protagonisten. Stattdessen serviert man uns mit Hawks eine tiefgründige Persönlichkeit mit einer dunklen militärischen Vergangenheit, wodurch unsere Reise ein enormes erzählerisches Gewicht erhält. Unsere Entscheidungen sind zweitrangig in einer ansonsten extrem kinoreif inszenierten Kampagne. Mehr dazu erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen hier auf Spieletester.de
Die düstere Geschichte während der Klonkriege in Star Wars Zero Company
Zeitlich entfaltet sich die Handlung von Star Wars Zero Company in einer der spannendsten Epochen des gesamten Star Wars Universums. Wir befinden uns im Jahr 20 vor der Schlacht von Yavin, also exakt in den letzten Zügen der verheerenden Klonkriege. Protagonist Hawks diente einst als fähiger Offizier der Republik unter dem Kommando von Pong Krell. Serienkenner wissen ganz genau, welch skrupelloser General dieser Krell war. Dieser rücksichtslose Anführer opferte seine Untergebenen oft in völlig aussichtslosen Schlachten, ohne auch nur eine Sekunde Reue zu zeigen. Derartige traumatische Erlebnisse haben Hawks nachhaltig geformt. Nach einer katastrophal gescheiterten Mission leitet er nun eine zusammengewürfelte Söldnertruppe. Diese Gruppierung trägt den Namen Zero Company und nimmt fortan lukrative Aufträge für den Meistbietenden an.
Rasch holt Hawks die düstere Vergangenheit ein, als die Republik ihn für verdeckte Operationen in den abgelegenen Randgebieten anheuert. Dort lauert eine mysteriöse Sekte namens The Infinite Coil, die im gelegentlich auch als The Spire bezeichnet wird. Angeführt von der charismatischen Kundri Fathom verbreitet diese fanatische Organisation eine deformierende Krankheit durch Insektenbisse. Betroffene erhalten dadurch schmerzhafte Mutationen gepaart mit übermenschlichen Kräften. Es geht nicht um das klassische Konstrukt von Gut gegen Böse. Unser primäres Ziel in Star Wars Zero Company ist das nackte Überleben in einer Gesellschaft, die spürbar am Rande des völligen Zusammenbruchs steht.
Schade ist lediglich die spätere erzählerische Entwicklung der ansonsten packenden Kampagne von Star Wars Zero Company. Die Geschichte verliert diesen faszinierenden Kult bedauerlicherweise aus den Augen. Plötzlich rücken generische Separatisten wieder verstärkt in den Fokus der Haupthandlung. Hier verschenkt Star Wars Zero Company leider einiges an dramaturgischem Potenzial. Diesen abrupten narrativen Schwenk hin zu konventionelleren Schurken hätte die Erzählung absolut nicht gebraucht, da Kundri Fathom als Antagonistin unfassbar stark etabliert wurde. Die Missionen führen uns ständig durch moralische Grauzonen, in denen faktisch jede beteiligte Fraktion reichlich Dreck am Stecken hat.

Das Mutterschiff The Den als mobiles Hauptquartier
Zwischen den nervenaufreibenden Feuergefechten zieht sich unsere erschöpfte Truppe auf einen ausgemusterten Frachter namens The Den zurück. Dieser ikonische Schauplatz dient als unsere stählerne Operationsbasis für sämtliche strategischen Vorbereitungen. Ihr steuert Euren Charakter hier aus der Verfolgerperspektive durch die staubigen Gänge des massiven Schiffs. Was dabei auffällt ist, dass die Entwickler hier versuchen eine enorm dichte Stimmung aufzubauen. Mich erinnerte diese Herangehensweise stark an gefeierte Klassiker wie Mass Effect. Ihr trefft auf eine illustre Crew aus Ausgestoßenen, die sich langsam zu einer dysfunktionalen Familie entwickelt.
Überall auf dem Schiff stehen Terminals bereit, um Ausrüstung aufzuwerten oder neue Rekruten anzuheuern. Solche Ruhephasen drosseln das Spieltempo in Star Wars Zero Company ganz bewusst. Hier gilt es tief durchatmen, strategische Pläne zu schmieden und hart verdienten Ressourcen clever zu investieren. Das passive Entsenden von Truppen auf holografische Einsätze bringt dringend benötigte Credits ein. Diese Währung fließt direkt in den Ausbau der Krankenstation oder die lukrative Erweiterung des internen Schwarzmarktes. Euer akribisches Mikromanagement entscheidet letztlich über Leben oder Tod auf dem Schlachtfeld. Vergesst ihr Eure Waffen mit neuen Modifikationen auszustatten, werdet Ihr in späteren Zyklen gnadenlos überrannt.
Dennoch offenbart das Spiel gravierende Schwächen in der Benutzerführung, da das Konsolen-Interface seine ursprünglichen PC-Wurzeln zu keinem Zeitpunkt verbergen kann. Der DualSense-Controller reagiert viel zu sensibel. Das Auswählen von winzigen Menüpunkten wird dadurch rasch zu einer echten Geduldsprobe. Physisch zu verschiedenen Terminals laufen zu müssen, verliert nach wenigen Spielstunden komplett seinen anfänglichen Charme. Ein zentrales Schnellmenü hätte den Aufenthalt auf der Den wesentlich komfortabler gestaltet. Zudem leidet die Performance in Star Wars Zero Company vor allem bei der Erkundung des Schiffs spürbar.

Die illustren Söldner und ihre komplexen Beziehungen
Auf der Den interagiert Ihr mit einer Vielzahl an tiefgründigen Charakteren. Da wäre zum Beispiel die eiskalte mandalorianische Kriegerin Cly Kullervo, der machtsensitive Tognath Tel-Rea oder auch der loyale Klonsoldat Trick. Hinzu gesellen sich Begleiter wie die nützliche Heildrohne oder der oftmals anstrengende Spion Knabb. Interaktionen zwischen diesen ungleichen Gefährten sind hervorragend geschrieben. Ihr lauscht spannenden Diskussionen über alte Schlachten, schlichtet hitzige Streitereien oder lacht über absurde Running Gags. All das verleiht Eurer Einsatztruppe eine seltene menschliche Tiefe, die ich in diesem Genre bisher selten in solcher Qualität erlebt habe.
Diese zarten Bindungen sind in Star Wars Zero Company glücklicherweise nicht nur kosmetischer Natur. Kooperieren zwei Charaktere auf dem Schlachtfeld erfolgreich, vertieft sich ihre Beziehung zueinander. Erreichen sie eine neue Beziehungsstufe, dürft Ihr aus permanenten Boni wählen. Diese erhöhen wertvolle Lebenspunkte oder Schadenswerte dauerhaft. Zwei Veteranen, die sich über Monate hinweg blind vertrauen, schalten sogar passive Cross- Fähigkeiten frei. Solche Synergien belohnen uns immens, wenn sie unsere favorisierten Teams über viele Einsätze hinweg zusammenschweißen.
Leider artet dieses fantastische System mit zunehmender Spieldauer in brutale Fleißarbeit aus. Jeder Charakter kann potenziell mit jedem anderen Gefährten interagieren. Irgendwann klickt Ihr Euch gefühlt stundenlang durch völlig unübersichtliche Menüs, um alle gewonnenen Boni mühsam händisch zuzuweisen. Bei einer voll ausgebauten Truppe nimmt dieses Beziehungsmanagement wahrhaft groteske Züge an. Rekrutierte Söldner ohne echte Hintergrundgeschichte verkommen dabei rasch zu bloßem Kanonenfutter. Ihr nutzt diese namenlosen Kämpfer fast ausschließlich für lebensgefährliche Einsätze. Mir fehlte jegliche Motivation, echte emotionale Bindungen zu den zufallsgenerierten Rekruten aufzubauen, da sie ohnehin komplett im Schatten der fest geschriebenen Heldencrew stehen.

Das Kampfsystem in Star Wars Zero Company revolutioniert die etablierte Taktikformel
Auf dem Schlachtfeld entfaltet Star Wars Zero Company seine absolute Brillanz. Das Gameplay Fundament basiert unverkennbar auf der bewährten Formel aus absoluten Branchengrößen. Aus einer isometrischen Perspektive navigiert Ihr Euer vierköpfiges Squad über rasterbasierte Karten. Jedes Teammitglied verfügt über exakt drei Aktionspunkte pro Runde. Ihr könnt diese Punkte völlig frei für Bewegungen, komplexe Angriffe, das Einnehmen von Deckungen oder das Aktivieren von Spezialfähigkeiten einsetzen. Diese feingliedrige Aufteilung erlaubt fließende Manöver, wie etwa das kurze Hervortreten aus der Deckung, einen gezielten Schuss und den sofortigen Rückzug in absolute Sicherheit.
Entgegen vielen anderen Titeln verzichtet Star Wars Zero Company komplett auf den klassischen Nebel des Krieges. Ihr seht das gesamte Areal von Beginn an in seiner vollen Pracht. Folglich wisst Ihr exakt, wo sich die Feinde aufhalten und aus welcher Richtung lästige Verstärkung anrückt. Diese Designentscheiden verwandeln die Kämpfe in hochkomplexe Schachpartien. Ihr plant Eure Züge viele Schritte im Voraus. Das System belohnt eine durchdachte und äußerst aggressive Spielweise enorm. Erfolgreiche Treffer füllen eine gemeinsame Leiste namens Advantage. Sobald diese Leiste gefüllt ist, entfesselt Ihr vernichtende Spezialangriffe wie Raketensalven oder verheerende orbitale Bombardements. Da alle Mitglieder aus demselben Ressourcenpool schöpfen, müsst Ihr stets klug abwägen, wer den mächtigen finalen Schlag ausführen darf.
Eine weitere geniale Mechanik stellt die kostenlose Unterstützung dar. Einmal pro Runde kann ein zufälliger Charakter eine Aktion von einem Teammitglied anfordern. Dafür werden keine eigenen Aktionspunkte verbraucht, was Eurem Squad völlig neue taktische Horizonte eröffnet. Dies ermöglicht atemberaubende Kettenreaktionen, die das Blatt in eigentlich ausweglosen Situationen komplett wenden können. Die Umgebung spielt in jedem Gefecht ebenfalls eine gewaltige Rolle. Das Terrain ist teilweise komplett zerstörbar gestaltet. Anstatt einen zäh gepanzerten Feind minutenlang mühsam zu beharken, sprengt Ihr einfach mit einem Thermaldetonator seine schützende Wand weg. Machtnutzer werfen Gegner kurzerhand in bodenlose Abgründe. Alternativ zieht Ihr Feinde direkt in die offene Schusslinie eines wartenden Scharfschützen.
Dynamische Interaktionen dieser Art sorgen für enorme Abwechslung im virtuellen Soldatenalltag. Hunderte fragiler Droiden strömen oft auf das Schlachtfeld, um von flächendeckenden Angriffen Eurer Spezialisten in spektakuläre Schrotthaufen verwandelt zu werden. Leider haben Nahkämpfer aufgrund der hohen Bewegungskosten oft einen schweren Stand. Fernkämpfer dominieren das hitzige Geschehen spürbar. Wer kostbare Aktionspunkte für einen Sprint direkt in den waghalsigen Nahkampf opfert, steht danach meist völlig schutzlos im feindlichen Kreuzfeuer.

Star Wars Zero Company – Gnadenloser Schwierigkeitsgrad und der drohende Permadeath
Der Anspruch an Eure strategischen Fähigkeiten skaliert in Star Wars Zero Company stark mit dem gewählten Schwierigkeitsgrad. Auf der leichtesten Stufe spielt sich Star Wars Zero Company wie ein lockerer Ausflug durch den Weltraum. Ihr improvisiert Euch fast ohne nachzudenken durch die feindlichen Linien. Das ist zwar nett für gemütliche Feierabendspieler, die ausschließlich die kinoreife Story erleben wollen. Es nimmt dem Konzept aber jegliche spürbare Spannung. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad zieht die Kurve hingegen langsam an. Sobald der feindliche Kult massiv in Erscheinung tritt, müsst Ihr Eure Züge genauer überdenken. Zuvor harmlose Patrouillen mutieren plötzlich zu tödlichen Bedrohungen, die Eure Flanken aggressiv attackieren.
Sein wahres Gesicht zeigt Star Wars Zero Company jedoch erst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Hier wird jeder winzige Fehler gnadenlos bestraft. Feinde agieren clever, flankieren Eure sicheren Positionen und nutzen jede Schwäche in Eurer Abwehrkette konsequent aus. Die berüchtigte Frustration aus den großen Vorbildern feiert hier ihr furioses Comeback. Ihr werdet garantiert fluchen, wenn Euer bester Schütze bei einer Trefferwahrscheinlichkeit von 95 Prozent zielsicher danebenschießt. Unvorhersehbare Momente dieser Art zwingen Euch dazu, stets einen sicheren Alternativplan in der Hinterhand zu behalten. Das schiere Überleben wird zu einem echten Triumphgefühl.
Ein entscheidendes Element der Spannung bildet der permanente Tod von Charakteren. Sammelt ein wertvoller Agent drei schwere Wunden an, stirbt er endgültig. Er kehrt nicht auf wundersame Weise aus dem Lazarett zurück. Seine Geschichte endet auf diesem staubigen Boden für immer und ewig. Zwar lässt sich diese Funktion in den Spieloptionen auf Wunsch deaktivieren, doch das gesamte Balancing wurde offensichtlich mit dieser harten Konsequenz im Hinterkopf designt. Liegen Eure geliebten Hauptfiguren schwer verletzt auf der Krankenstation, greift Ihr gezwungenermaßen auf rekrutierbare Söldner zurück.
Diese namenlosen Kämpfer dienen oft als tragisches Kanonenfutter für riskante Einsätze. Es bricht einem fast das Herz, diese unerfahrenen Truppen in den sicheren Tod zu schicken. Ihr müsst solche schmerzhaften Opfer erbringen, um die Kampagne erfolgreich abzuschließen. Eure getroffenen Entscheidungen wiegen schwer. Das Zerstören einer feindlichen Waffenfabrik schwächt zwar die Offensive der fiesen Sekte im nächsten Kampf. Dafür stehen Euch dann voll intakte Verteidigungsanlagen der Gegner gegenüber. Diese ständigen taktischen Abwägungen verleihen dem Schwierigkeitsgrad eine fantastische Tiefe.welche eine weitreichende Vorausplanung absolut unumgänglich macht.

Repetitives Leveldesign trübt die Entdeckerfreude
Trotz der fantastischen taktischen Tiefe stolpert Star Wars Zero Company gewaltig bei der Gestaltung der Missionsgebiete. Trailer und Vorabberichte weckten noch die Hoffnung auf epische Reisen zu den ikonischsten Planeten der Serie. In der Realität bemerkt Ihr davon beim Spielen von Star Wars Zero Company erschreckend wenig. Man hat ständig das Gefühl, durch exakt dieselben Areale zu laufen. Egal ob Ihr Euch auf einem unwirtlichen Wüstenplaneten oder in einer düsteren industriellen Anlage befindet. Ihr kämpft gefühlt immer zwischen den exakt gleichen Kisten, Terminals und Metallgeländern. Den Schauplätzen fehlt es generell an echter architektonischer Identität. Nach unzähligen Einsätzen wünscht man sich verzweifelt ein neues visuelles Setting.
Ein weiteres Problem ist der blinde Flug in die unzähligen Einsätze. Ihr erhaltet vor dem Start einer Mission so gut wie keine brauchbaren Informationen über das Terrain oder die zu erwartenden Feindtypen. Ihr stellt Euer Squad also basierend auf reinen Vermutungen zusammen. Schickt Ihr ein Team aus fragilen Scharfschützen in eine enge verwinkelte Arena, gleicht das einem sofortigen Todesurteil. Diese fehlende Aufklärung vor dem Einsatz fühlt sich in meinen Augen nicht wie eine faire strategische Herausforderung an. Manche zeitkritischen Einsätze verschwinden zudem für immer aus dem Logbuch, falls Ihr sie nicht sofort annehmt. Ihr müsst ständig abwägen, welche Belohnungen den aktuellen Risiken entsprechen.

Star Wars Zero Cmpany – Technik auf der PlayStation 5 Pro im schonungslosen Härtetest
Optisch macht Star Wars Zero Company in der isometrischen Ansicht einiges her. Partikeleffekte fliegen Euch imposant und farbenfroh um die Ohren. Die detaillierten Rüstungen der Klone und feindlichen Droiden sehen fantastisch aus. Reflektierende Laserstrahlen erhellen die Umgebung. Sobald das Geschehen zur Erkundung jedoch in die Verfolgerperspektive wechselt, offenbaren sich matschige Texturen und teils sehr hölzerne Gesichtsanimationen. Der Kontrast zwischen den beiden Kameraperspektiven könnte kaum größer sein.
Performanceprobleme bereiten beim Test leider ebenfalls Sorgen. In hitzigen Gefechten mit zahlreichen Gegnern und explodierenden Deckungen gehen mit deutlichen Rucklern einher. Noch gravierender sind die unschönen Hänger unmittelbar vor den Spielzügen der feindlichen Einheiten.
Für unnötigen Frust sorgten bei mir die kleinen Zwischensequenzen. Die kurzen Animationen, in denen unser Shuttle landet oder abhebt, lassen sich schlichtweg nicht überspringen. Startet Ihr innerhalb von drei Stunden Eure zehnte Nebenmission, möchtet Ihr Euch wirklich nicht zum 100-Mal exakt dieselbe Landeanimation ansehen. Hier wird die Geduld völlig unnötig auf die harte Probe gestellt. Solche wiederkehrenden Wartezeiten summieren sich im Verlauf der langen Kampagne.
Was Bit Reactor und Respawn Entertainment dringend verbessern müssen
All der berechtigten Kritik zum Trotz liegt mit Star Wars Zero Company spielmechanisch ein hervorragendes Fundament vor, das gigantisches Potenzial besitzt. Es gibt jedoch offensichtliche Baustellen, die Bit Reactor und Respawn Entertainment zwingend mit kommenden Updates in Angriff nehmen sollten. Das erste und wichtigste Update muss sich auf die technische Stabilität der PlayStation 5 Version konzentrieren. Die ständigen Ruckler im Hub stören erheblich. Ebenso dringend benötigt Star Wars Zero Company eine simple Skip-Funktion für die repetitiven Landeanimationen vor jedem Einsatz.
Dringenden Überarbeitungsbedarf gibt es beim Briefing-Bildschirm vor den Einsätzen. Wir brauchen als Kommandeure grundlegende Informationen über das Layout der Karte und die Feindtypen.
Fazit
Ich bin tief beeindruckt von der taktischen Brillanz, die Star Wars Zero Company in seinen besten Momenten entfaltet. Es ist ein mechanisch herausragendes Fest, das klassische Genre Tugenden nimmt und sie mit großartigen eigenen Ideen anreichert. Das Advantagesystem und der komplette Verzicht auf die veraltete Mechanik rund um den Nebel des Krieges frischen die altbekannte Formel merklich auf. Taktisches Vorgehen wird auf den höheren Schwierigkeitsgraden einer herrlich harten Prüfung unterzogen. Die drohende Gefahr durch den permanenten Tod Eurer liebsten Squad Mitglieder treibt die Spannung in jedem Schusswechsel gekonnt auf die Spitze.
Leider stolpert Star Wars Zero Company merklich über seine eigene technische Umsetzung und ein teils sehr monotones Kartendesign. Die zähe Menüführung auf der PlayStation 5, nicht überspringbare Sequenzen und spürbare Performanceeinbrüche verhindern den direkten Sprung in die absolute Meisterklasse. Wer jedoch als Fan über diese rauen Ecken hinwegsehen kann, findet mit Star Wars Zero Company ein unglaublich fesselndes Strategie-Abenteuer.
Welches Genre bedient Star Wars Zero Company?
Star Wars Zero Company ist ein rundenbasiertes Taktikspiel im Stil bekannter Branchengrößen. Angereichert wurde die bewährte Formel mit tiefgreifenden Rollenspielelementen sowie einem komplexen Crew-Management.
Ist es in Star Wars Zero Company möglich einen komplett eigenen Charakter zu erstellen?
Ja, Ihr erstellt Euren Charakter zu Beginn des Abenteuers selbst. Eure Auswahl beschränkt sich jedoch auf Spezies, Geschlecht, Aussehen und die Startklasse. Die militärische Hintergrundgeschichte bleibt fest vorgegeben.
Verfügt Star Wars Zero Company über einen Permadeath-Modus?
Definitiv. Sammelt ein Charakter im hitzigen Gefecht drei schwere Wunden an, stirbt er permanent. Diese harte Bestrafung lässt sich auf Wunsch in den Spieloptionen aber auch komplett deaktivieren.
Wie viele Einheiten kommandiere ich gleichzeitig im Gefecht?
Ihr entsendet pro Kampfmission maximal vier Operatoren gleichzeitig auf das Schlachtfeld. Euer gesamter rekrutierter Kader auf der Basis kann jedoch wesentlich mehr Söldner umfassen.
Muss ich die Karte Stück für Stück aufdecken?
Nein, die Entwickler verzichten komplett auf den klassischen Nebel des Krieges. Ihr überblickt die gesamte Karte und die Positionen aller sichtbaren Feinde bereits vom allerersten Zug an.
Gibt es eine vollständige deutsche Sprachausgabe?
Ja, Star Wars Zero Company bietet eine komplett deutsche Vertonung. Qualitativ fällt diese jedoch spürbar hinter die hervorragende englische Originalfassung zurück.
Lassen sich die Kameraperspektiven in Star Wars Zero Company anpassen?
Während der eigentlichen Kämpfe agiert Ihr in einer klassischen isometrischen Ansicht, die sich frei drehen lässt. Auf Eurem Hub Schiff wechselt das Spiel zur Erkundung hingegen starr in eine Verfolgerperspektive.
Wie lang ist die Spielzeit der Kampagne?
Wer sich rein auf die Hauptgeschichte konzentriert, erreicht den Abspann nach etwa 20 Stunden. Nehmt Ihr zahlreiche Nebenmissionen und das volle Ausbauen der Basis mit, steigt die Spieldauer auf weit über 30 Stunden an.
Gibt es in Star Wars Zero Company einen Multiplayer oder Koop Modus?
Nein. Star Wars Zero Company ist als reine Singleplayer Erfahrung konzipiert. Es existieren weder kooperative Missionen noch kompetitive Gefechte gegen andere Spieler.
Wie viele Charakterklassen stehen in Star Wars Zero Company zur Verfügung?
Euch erwarten rund ein Dutzend spielbare Spezialisierungen, darunter Scharfschützen, Sanitäter, mächtige Nahkampf Kolosse und fliegende Einheiten. Im späteren Verlauf lassen sich durch duale Talentbäume sogar mächtige Hybrid Klassen erschaffen.
Gibt es ein Zeitlimit für Nebenmissionen?
Gibt es ein Zeitlimit für Nebenmissionen? Einige optionale Operationen verschwinden nach einer gewissen Anzahl an Zyklen unwiderruflich von der Sternenkarte. Ihr müsst Eure Prioritäten also clever setzen, da ignorierte Aufträge und deren Belohnungen für den Rest des Spieldurchlaufs komplett verloren sind.















