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Saints Row: The Third – The Full Package (Nintendo Switch)

Saints Row: The Third – The Full Package ist mit acht Jahren mittlerweile ein altes Eisen geworden. Das hält den Publisher Koch Media jedoch nicht davon ab den guten Titel auf Nintendos portable Konsole zu bringen. Ob der Titel wirklich den Zahn der Zeit trifft, haben wir für euch getestet. Mehr dazu erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Saints Row: The Third – Ich weiß noch damals

Zur meiner Abiturzeit hatte ich viele gute Erinnerungen mit Saints Row: The Third. Meine Freunde und ich haben das Spiel angemacht, sind online gegangen und haben Mist ohne Ende gemacht. Natürlich war es unser Ziel die Missionen zu machen, doch nicht durchweg.
Denn die Portierung auf die Nintendo Switch ist leider nicht so sauber, wie ich es mir erhofft habe. Das Problem ist der Redaktion bereits bei einigen Portierungen auf die Nintendo Konsole aufgefallen, doch hier finde ich es besonders schade.

Es wäre wirklich witzig gewesen diesen Titel in vollen zügen genießen zu können, egal wo man ist.
Das stellt sich aber nicht als so einfach da, wenn die Bildrate sich gerne mal verabschiedet. In einem Moment läufts gut, im nächsten ruckelt es ordentlich und führt zum virtuellen Tod.
Besonders bei Fahrten oder in Gefechten ist so ein massiver Einbruch der FPS eine ärgerliche Sache.
Gelockert wird die Lage etwas durch einen erstmaligen lokalen Ko-Op Modus, doch eine wirkliche Entschuldigung ist das nicht. Sonst hat sich nicht wirklich etwas getan, weshalb wir etwas in der Vergangenheit schwelgen…

Saints Row: The Third – Auf in die Anarchie

Schon nach den ersten Spielminuten wird klar: Saints Row nimmt sich selbst nicht ernst und will mit abstrusem und dunklem Humor unterhalten. Das Spiel beginnt in der vertrauten Stadt Stillwater, welche von der aufstrebenden Straßen-Gang Third Street Saints regiert wird. Die Saints haben sich allerdings über ihr ehemaliges Gang-Image hinaus zu einer international namenhaften Institution entfaltet, welche ihre Gewinne statt durch Kleinkriminalität mit der Kommerzialisierung von hauseigenen Energy-Drinks und dem Handel von Filmlizenzen erzielt. Auf das gelegentliche Ausrauben von Banken möchte man allerdings trotzdem nicht verzichten, sodass man das Spiel als Oberhaupt der Saints inmitten eines Bankraubes beginnt. Während man sich durch die verschiedenen Etagen der Bank schießt, unterschreibt man hier und da mal ein Autogramm eines Fans oder schießt ein Erinnerungsfoto mit ihnen.

Nichtsdestotrotz fällt auf, dass die Bank ungewöhnlich stark von halbnackten Frauen und anderen Klongegnern bewacht wird. Es stellt sich heraus, dass die Saints sich wohl unwissentlich mit der äußerst bedrohlichen Gangstergruppe des Syndikats angelegt haben. Nach dem Bankraub und einigen Zwischensequenzen ist man unglücklicherweise gezwungen, das heimische Stillwater zu verlassen, um sich im Nachbarort Steelport mit dem Syndikat um die Dominanz über die Stadt zu messen.

Zunächst erhält man nun die Möglichkeit, seinen Charakter individuell anzupassen. Dabei gibt es wirklich wahnsinnig viele Auswahloptionen, die gleichermaßen sinnvoll wie albern genutzt werden können. Ob Mann oder Frau, dick oder dünn, stark oder schwach, nackt oder bekleidet, mit Fell oder ohne, bunt oder monoton, ist ganz egal. Es stehen sogar verschiedene Synchronstimmen bei der Charaktererstellung zur Wahl. Hat man erst mal seinen Charakter erstellt (und das kann wirklich eine Weile dauern, wenn man sich einmal mit allen Möglichkeiten befasst), stürzt man sich in die Straßen der frei erkundbaren Stadt.

Saints Row: The Third – Nur Mut zum Stuss

Dabei ermutigen die Entwickler den Spieler stets zu allerhand unmoralischen Aktionen. Jeder Erfolg, jede Aktion und eigentlich alles was ihr so im Spiel macht, steigert euren Respekt innerhalb der Stadt. Von diesem könnt ihr euch nach einigen Rangaufstiegen eine Großzahl praktischer Charakter-Upgrades wie u.a. mehr Gesundheit, mehr Einnahmen oder weniger Schaden durch Beschuss gönnen. Das erweist sich als ausschlaggebender Motivationsgrund und wurde wirklich gut ins Spiel implementiert. Beispielsweise erhaltet ihr mehr Respekt, wenn ihr durch den Gegenverkehr rast oder Stunts mit eurem Fahrzeug macht. Daher regt das Spiel dauerhaft zu allerlei Missetaten an, was zu durchaus unterhaltsamen Situationen führen kann.

Aber auch die Sidequests versprechen viel Abwechslung und Vergnügen. Diese stellen in Saints Row: The Third wohl die skurrilsten und abgedrehtesten Missionen dar, in der Hoffnung den Spieler maximal zu unterhalten, ganz nach dem Leitspruch: Je verrückter, desto amüsanter.

So gilt es beispielsweise mit einem entwendeten Panzer so viel Schaden wie möglich anzurichten oder einfach mal einen Flugzeugträger zu zerstören. Eine weitere Aufgabe ist zum Beispiel, sich bewußt vor fahrende Autos zu werfen, in der Absicht, verschiedene Versicherungsgesellschaften zu betrügen. Steelport verfügt sogar über eine eigene Spiel-Show, in der man in einer Serie blutiger Wettkämpfe gegen Teilnehmer aus der ganzen Welt antritt, um möglichst viel Geld und tolle Preise zu ergattern. Im Laufe des Spiels kann es auch durchaus mal passieren, dass man, als eine Kloschüssel verkörpert, durch eine elektronische Welt stolpert oder im Mönchskostüm Comic-Helden entführt. Während man andere Spiele spielt, um zu sehen, wie sich die fortlaufende Story entfaltet, geht es in Saints Row: The Third wohl eher darum zu erfahren, welchen überraschenden Wahnsinn sich die Entwickler noch haben einfallen lassen, um den Spieler zu unterhalten.

Vor Abwechslung platzt das Spiel nur so aus allen Nähten – und das nicht nur im Missionsdesign. Selbst Waffen und Autos blieben vor den verrückten Ideen der Entwickler nicht verschont. So sollte es einen nicht wundern, wenn man neben herkömmlichen Schrotflinten, Maschinengewehren und Pistolen auch Laserwaffen, Tintenfische und Riesen-Gummidildos als (Schieß-)Prügel im eigenen Waffenarsenal vorfindet. Ähnlich verhält es sich mit den Vehikeln im Spiel. So hat der Spieler Zugang zu Helikopter, Sportwagen, gleitenden Motorrädern und sogar kanonenähnlichen Fahrzeugen, die Fußgänger einsaugen können, um sie kurze Zeit später wieder auszuwerfen.

Saints Row: The Third – Nur Mut zum Stuss

Obwohl Saints Row: The Third hauptsächlich aus actiongeladenen Schießereien besteht, ist dies gleichzeitig eines der größten Mankos des Spiels. Nicht zuletzt liegt das an der mageren Intelligenz eurer Gegenfüßler, welche sich häufig erschreckend dumm anstellen. Oft bleiben sie an diversen Gegenständen in der Welt hängen oder laufen sinnlos im Kreis. Teilweise reagieren sie gar nicht erst auf euch und lassen sich einen nach dem anderen widerstandslos erledigen. Derart plumpe KI-Programmierung trübt leider schnell den Spielspaß.

Generell ist die Schwierigkeit des Spiels viel zu leicht und selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad wird es erst dann riskant, wenn euch eine große Anzahl von Gegner entgegen tritt. Spielt man das Spiel auf einem der niedrigeren Schwierigkeitsgrade, verkürzt dies auch enorm die Gesamtspielzeit, die benötigt wird, um das Spiel zu durchlaufen: in etwa 10 bis 12 Stunden lässt sich das Spiel auf den niedrigen Schwierigkeitsstufen durchspielen, was für ein Open-World-Spiel wirklich keine beeindruckende Zeitspanne darstellt.

Fazit
Auch wenn Saints Row: The Third ein guter Titel ist oder war. Die Portierung auf die Nintendo Switch ist nicht so gelungen, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte. Vom Prinzip her ist es trotzdem den meisten Spielen dieses Genres auf der Switch weit überlegen, doch die Konsole trifft gleichzeitig hier seine Grenzen.
Gut
  • Herrlicher Humor
  • Lokaler Ko-Op vorhanden
  • Haufenweise zu tun mit Missionen und co
Weniger Gut
  • FPS Einbrüche
  • KI schwächeln
7
solide
Written by
Sina ist Redakteur und Social Media Manager bei Spieletester.de seit 2015.

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