Mit dem V10 Ultra richtet sich PXN klar an Sim-Racing-Fans, die den Einstieg in Direct-Drive-Lenkräder suchen, ohne direkt in die hochpreisige Oberklasse greifen zu müssen. Das Set besteht aus einer leistungsstarken Wheelbase, einem modularen Lenkrad, einer soliden Pedaleinheit sowie optionalem Shifter und Handbremse. Für PC-Racer verspricht der Hersteller präzises Force Feedback, hohe Drehmoment-Leistung und breite Kompatibilität mit gängigen Rennsimulationen wie Assetto Corsa, iRacing oder F1 zu einem deutlich attraktiveren Preis als etablierte High-End-Marken.
PXN V10 Ultra – Es muss nicht immer Logitech sein
Schon beim Auspacken des PXN V10 Ultra wird klar, dass PXN hier deutlich mehr bieten möchte als ein klassisches Einsteiger-Lenkrad. Die Wheelbase wirkt kompakt, aber massiv, und vermittelt durch ihr Gewicht sofort den Eindruck, dass es sich um ein ernst zu nehmendes Direct-Drive-System handelt. Anders als bei riemen- oder zahnradbasierten Lenkrädern sitzt der Motor hier direkt am Lenkwelle, was sich im späteren Fahrgefühl deutlich bemerkbar macht. Jede Lenkbewegung, jede Korrektur und jede Rückmeldung wird ohne Umwege an den Fahrer weitergegeben.
Im praktischen Einsatz auf dem PC entfaltet das V10 Ultra seine größte Stärke im Force Feedback. In Simulationen wie Assetto Corsa, Dirt Rally 2.0 und Project Cars 2 das Feedback sehr direkt, sauber und präzise. Bodenwellen, Curbs, Gripverluste oder Lastwechsel lassen sich klar erfühlen, ohne dass das Lenkrad überzeichnet oder künstlich wirkt. Besonders beim Grenzbereichfahren, etwa in schnellen Kurven oder beim Herausbeschleunigen, vermittelt das V10 Ultra ein hohes Maß an Kontrolle und Vertrauen. Das maximale Drehmoment ist kräftig genug, um auch erfahrene Sim-Racer zufriedenzustellen, bleibt dabei aber kontrollierbar und ermüdungsfrei, selbst bei längeren Rennsessions.
Das mitgelieferte Lenkrad selbst ist ergonomisch geformt und liegt angenehm in der Hand. Die Oberfläche bietet ausreichend Grip, auch bei längeren Rennen oder schwitzigen Händen. Die Tasten sind logisch angeordnet und gut erreichbar, sodass wichtige Funktionen wie Boxenstrategie, ERS-Management oder Kamerawechsel problemlos während der Fahrt bedient werden können. Die Schaltwippen reagieren präzise und knackig, was besonders bei Fahrzeugen mit sequenziellen oder Paddle-Shifts Spaß macht. Zwar kommen hier keine hochwertigen Carbon-Materialien zum Einsatz, doch die Verarbeitung ist solide und absolut zweckmäßig.
Um den ganzen Spaß zu erweitern, haben wir sogar eine PXN CB1 Button Box, aber den Test, gibt es noch einmal separat in Kombination mit dem PXN V10 Ultra.
PXN V10 Ultra – Galerie



PXN V10 Ultra – Ordentliche Leistung zum fairen Preis
Ein wichtiger Bestandteil jedes Sim-Racing-Setups sind außerdem die Pedale, und auch hier liefert PXN eine ordentliche Grundlage. Gas und Bremse lassen sich sauber dosieren, die Pedale bieten einen spürbaren Widerstand und vermitteln ein realistisches Gefühl, insbesondere für Spieler, die von einfacheren Einsteiger-Sets kommen. Zwar fehlt eine echte Load-Cell-Bremse, wie man sie aus deutlich teureren Pedalsets kennt, dennoch lässt sich der Bremsdruck gut kontrollieren. Für ambitionierte Hobby-Racer ist das Pedalset mehr als ausreichend, während Hardcore-Sim-Racer hier später eventuell upgraden möchten.
In Sachen Software und Konfiguration zeigt sich das PXN V10 Ultra funktional, wenn auch nicht übermäßig komfortabel. Die PC-Software erlaubt es, Force-Feedback-Stärke, Dämpfung, Rotation und weitere Parameter anzupassen. Diese Einstellungen greifen zuverlässig und ermöglichen eine individuelle Abstimmung auf unterschiedliche Simulationen. Optisch wirkt die Software allerdings etwas nüchtern und technisch, erfüllt aber ihren Zweck. Positiv ist, dass das Lenkrad in den meisten aktuellen Rennspielen direkt erkannt wird, ohne dass umfangreiche manuelle Anpassungen notwendig sind.
Im Alltagseinsatz überzeugt das System durch seine Stabilität. Während ausgedehnter Rennsessions traten weder Verbindungsabbrüche noch spürbare Leistungseinbrüche auf. Auch die Wärmeentwicklung bleibt im normalen Bereich, und selbst bei hohen Force-Feedback-Einstellungen arbeitet die Wheelbase angenehm leise. Das macht das V10 Ultra auch für Streamer oder nächtliche Rennsessions attraktiv, bei denen laute Motorgeräusche störend wirken könnten.
Natürlich zeigt sich im direkten Vergleich mit deutlich teureren Direct-Drive-Systemen, dass das PXN V10 Ultra nicht jede High-End-Nuance abbildet. Die Materialwahl ist funktional, aber nicht luxuriös, und die Pedale richten sich eher an ambitionierte Einsteiger als an Profi-Sim-Racer. Genau hier liegt jedoch die Stärke des Produkts. Es bildet eine Brücke zwischen Einsteiger-Lenkrädern und teurer Profi-Hardware. Wer den Schritt in die Direct-Drive-Welt wagen möchte, ohne direkt ein Vielfaches investieren zu müssen, findet im V10 Ultra ein überzeugendes Gesamtpaket.
PXN V10 Ultra – Unboxing
PXN V10 Ultra – Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist das PXN V10 Ultra?
Ein Direct-Drive-Rennlenkrad-Set für PC mit starkem Force Feedback, modularem Lenkrad und Pedaleinheit.
Ist das PXN V10 Ultra für Sim-Racing geeignet?
Ja, besonders für Simulationen wie Assetto Corsa, iRacing oder F1 bietet es präzises und direktes Lenkgefühl.
Wie gut ist das Force Feedback?
Sehr detailliert und direkt dank Direct-Drive-Technologie, deutlich besser als bei Belt- oder Gear-Driven-Lenkrädern.
Für wen eignet sich das PXN V10 Ultra?
Für ambitionierte Sim-Racer und Einsteiger in den Direct-Drive-Bereich, die ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.













