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Die PS5 Version von Tennis World Tour 2 macht einen rundum soliden Eindruck und beseitigt aufgrund der schieren Rechenpower mehrere Probleme der Last-Gen-Versionen. Doch die eigentlichen Hürden verhindern auch der Next-Gen-Fassung einen Aufstieg in höhere Wertungsregionen. Im nachfolgenden Test erfahrt ihr, welche Neuerungen die PS5-Version mit sich bringt.

Tennis World Tour 2 – PS5 Technik-Check

Auf der PlayStation 5 profitiert Tennis World Tour 2 von allen grafischen Feinheiten, die ihr euch vorstellen könnt. Natürlich ist der Titel nach wie vor nicht beeindruckend, was am Fundament der alten Engine liegt. Doch die Neuerungen können sich sehen lassen. Euch erwartet eine native 4K Auflösung, die mit butterweichen 60 FPS über den TV huscht. Dramatische Verbesserungen haben dagegen die Ladezeiten erfahren, die nunmehr wenige Sekunden in Anspruch nehmen.

Tennis World Tour 2Darüber hinaus feiert Ray Tracing seinen Einstand im Spiel, wodurch die einst miserabel ausgeleuchteten Tennisplätze nun merklich realistischer wirken. Auch die Sportler erfreuen sich einer höheren Detailstufe sowie besseren Animationen.

Daneben haben die Entwickler das Timing-basierte Shot-System angepasst und die ganze Sache zugänglicher gemacht. Das nimmt eine Menge Frust aus dem Spiel, sodass ihr euch auf den Sport per se konzentrieren könnt. Ein weiterer Pluspunkt der PS5-Fassung ist, dass das Card System nicht mehr forciert wird innerhalb der Karriere. Ohne das Feature spielt sich die gesamte Karriere einfach runder.

Überdies gibt es neue Inhalte für die PS5-Version von Tennis World Tour 2. Dazu zählen unter anderem weitere Pfade in der Karriere, wo ihr sowohl offizielle Turniere und Doppel spielen könnt. Zudem findet ihr mehr offizielle Tennis-Spieler/innen, Stadien, Outfits und Accessoires. Die Complete Edition (essentiell, was ihr kauft mit der PS5-Fassung) enthält auch das Champions Pack, das Andy Murray und Maria Sharapova hinzufügt.

Tennis World Tour 2 – Doppelfehler

Tennis World Tour 2Der Story-Modus des Spiels beginnt bereits mit einer Enttäuschung. Der Charakter-Editor ist so schlicht, dass man ihn sich auch gleichzeitig wieder hätte sparen können. Die Auswahlmöglichkeiten sind arg begrenzt und die Freiheiten somit ebenso. Kreative Naturen kommen nicht auf ihre Kosten. Auch spielerisch hebt sich die Karriere zu keinem Zeitpunkt vom Exhibition Mode ab. Im Laufe der Karriere scheucht euch das Spiel durch verschiedene Menüpunkte. Es gilt die Attribute des Athleten zu leveln sowie Skill Cards zu erlangen, die wiederum das Spielerlebnis verbessern sollen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Das Spielgefühl bleibt zum Großteil identisch.

Darüber hinaus verbringt ihr eine nicht unbedeutend geringe Zeit der Karriere in Menüs. Ihr trefft den Trainer, trainiert euren Charakter, ruht euch aus oder durchlauft verschiedene Übungen. Wenn ihr denkt, dass es hier irgendwelche netten Minispiele gibt, so muss ich euch enttäuschen. Nach ein paar Buttondrücken ist all das erledigt, die XP wandern auf euer Konto und das wars. Spannend und motivierend ist anders.

Der Exhibition Modus ist das eigentliche Quick-Match, in dem ihr vermutlich die meiste Zeit verbringt. Ihr geht es nämlich direkt und ganz schlicht zur Sache. Dabei offenbaren sich allerdings auch die oben angesprochenen Schwierigkeiten mit der Steuerung. Tennis World Tour 2 verlangt nämlich, dass ihr denselben Analogstick fürs Laufen benutzt wie auch zum Zielen für den eigentlichen Ballkontakt. In der Praxis bedeutet dies: Ihr lauft beispielsweise nach links und sobald ihr in der Nähe des Balls seid, müsst ihr denselben Stick sofort nach oben pressen.

Anscheinend war dies auch den Entwicklern bewusst, sodass es eine ganze Menge an Spielhilfen gibt, um nicht jede Partie zu einem reinen Desaster verkommen zu lassen. Warum nicht einfach der andere Stick verwendbar ist? Oder man Buttons eigenständig belegen kann? Fragen über Fragen.

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