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Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter (PS4) Test

Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter. Zum Anfang der 2000er standen Dreamworks und das Haus Pixar in starker Konkurenz zueinander. In den letzten Jahren hat sich ein deutlicher Abstand bemerkbar gemacht. Nichtsdestotrotz konnte Dreamworks mit „Drachen zähmen leicht gemacht“ ein riesen Erfolg für sich buchen. Mittlerweile gibt es Mehrere Kinofilme der besagten Reihe. Sogar eine animierte Serie hat es ins Fernsehen geschafft. Fans vergnügen sich seit Jahren mit den Büchern und Spielzeugen, wie zum Beispiel von Playmobil. Zum Start der letzten beiden Kinofilme erschien schon ein Spiel aus der Dreamworks Dragons-Reihe. Die Entwickler haben es sich nicht nehmen lassen auch einen dritten Teil der Reihe zu arbeiten. Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter hat nur Indirekt mit dem Kinofilm zutun. Wir haben uns angeschaut, wie sich Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter auf der Playstation 4 schlägt. Die Antwort erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter – Patch und Scribbler Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reitersind das Dreamteam

Scirbblers Reise beginnt im einstmals schönen Havenholme. Er wacht einem akuten Fall von Gedächtnisverlust auf und wird vom Film-Helden Hicks aufgelesen. Die Probleme des Jünglings sind jedoch erst einmal zweitrangig. Fallensteller haben es auf ein geheimnisvolles Ei abgesehen, zu dem Scribbler eine seltsame Bindung spürt. Deshalb macht er sich umgehend auf, die Schurken durch das niedergebrannte Areal zu verfolgen und das Ei zurückzuerobern. Ein paar kurze Tutorials später ist der Drachennachwuchs auch schon gerettet und schlüpft sogar direkt. Er freundet sich sofort mit Scribbler an. Da der Zögling augenscheinlich Züge mehrerer Drachenarten vereint, wird er kurzerhand Patch getauft. Gemeinsam mit ihm muss man die Drahtzieherin der Entführung ausfindig machen. Nicht zuletzt weil ebendiese mit Hilfe einer seltsamen Flüssigkeit versucht, diverse Drachen unter ihre Kontrolle zu bringen. Die lebenden Bewohner von Berk und auch Protragonist Scribbler sind damit nicht einverstanden. Sie befinden sich nämlich in Harmonie mit den schuppigen Bestien.

Die Reise entfaltet sich dabei nicht unähnlich zu der klassischen Zelda-Reihe, nur eben eine ganze Spur linearer und ohne die vielfältigen Werkzeuge, mit denen der hylianische Recke hantiert. Ihr manövriert Scribbler aus der Vogelperspektive durch die Landschaft und löst maßgeblich kleinere Rätsel. Dabei kommen häufig die Fähigkeiten seines wandlungsfähigen Begleiters zum Einsatz. So kann der jederzeit per Knopfdruck auswählbare Patch von Beginn an mit seinem Eisatem Wasserflächen gefrieren und so betretbar machen, während der spätere Elektro-Puster für Schalterrätsel und magnetgetriebene Verschiebeaktionen genutzt wird. Doch auch die menschliche Hauptfigur kommt nicht zu kurz und steuert beispielsweise Hammerschwünge bei. Dadurch kann er Steinblöcke bewegen. Ein kleiner Wehrmutstropfen: Die Rätsel sind zu keiner Zeit anspruchsvoll. Dabei ist es egal, ob ihr in der freien Wildbahn seid oderin den verwinkelten Dungeons am Ende eines jeden Gebiets. Zumindest habe ich feststellen können, dass sie abwechslungsreich aufgebaut sind.

Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter

Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter – Simple SpielmechanikDreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter

Scribbler und Patch stürzen sich stets gemeinsam im Gefecht. Dabei kann der menschliche Teil des Duos mit simplen Angriffskombinationen aufwarten. Mit geschickten Ausweichrollen kann er schnell hinter den Rücken des Feindes bugsieren. Patch hingegen verlässt sich ganz auf seine Feuerkraft und eignet sich daher mehr für den Fernkampf. Elemente wie Unterstützungsangriffe von geretteten Drachen oder erstellbare Stärkungsobjekte sollen dabei für etwas mehr Tiefgang sorgen.

Die Bosskämpfe verfügen über relativ eingängige und nette Puzzles. Das gesamte Spielgeschehen wird dadurch gekonnt aufgelockert. Und Stichwort Erstellbares: Während diverse Truhen Tränke oder Herzcontainer enthalten, steckt in den meisten von ihnen Crafting-Gut, das bei der umherziehenden Späherin Astrid oder dem Schmied Grobian in Heiltränke oder Rüstungs-Upgrades gesteckt werden kann. Speziell die Materialien für die Hilfsobjekte von Astrid sind jedoch dermaßen omnipräsent, dass ihr bereits auf halbem Weg durch das Spiel deutlich mehr von ihnen habt, als dass ihr sie je ausgeben könntet. Das nimmt der Suche nach Schatztruhen ein wenig ihren Reiz.

Überhaupt gibt es noch so einige kleine Ungereimtheiten, die den Gesamteindruck trüben. So ist die deutsche Text-Lokalisierung – Sprachausgabe gibt es keine – zu großen Teilen ordentlich, . Jedoch fallen alle für das Spiel erdachten Elemente negativ auf, da sie mit ihren jeweiligen englischen Bezeichnungen daherkommen. Sie nicht im Stile der vorhandenen Namen eingedeutscht worden. Auch sind hier und da einige ziemlich unschöne Fehlübersetzungen vorhanden. Vor allen Dingen der Hinweis, dass bei der Rückkehr ins Hauptmenü jegliche Spielfortschritte verlorengehen. Das Wort „ungespeicherte“ ist dabei wohl abhanden gekommen. Über ein paar kleinere Bugs wie Zwischensequenzen, die nicht richtig ausgelöst wurden, bin ich ebenfalls während meines Spieldurchmarsches gestolpert, doch diese waren einerseits selten und andererseits allesamt durch simples Neuladen behebbar. Amüsant bleibt der Anblick, nach dem Betreten eines Dungeons durch den Boden zu Fallen und ein Game Over zu erleiden, natürlich dennoch.

Dreamworks Dragons: Aufbruch neuer Reiter

Fazit
Dreamworks Dragons ist ein typisches Lizenzspiel von der Stange. Im Prinzip macht es nichts wirklich großartig verkehrt und unterhält tatsächlich auch. Die diversen Schalter- und Schieberätsel sind abwechslungsreich aufgebaut und lassen sich locker-flockig lösen, die Gefechte wiederum sind simpel und doch fühlt sich das Zusammenspiel aus Scribblers mächtigen Hieben und Patchs Deckungsfeuer gut an. Sogar die simple Optik hat irgendwo ihren Charme. Leider bleibt das Spielerlebnis insgesamt dennoch zu seicht. Die wenigen Gebiete sind trotz ihrer Windungen häufig schnurgerade strukturiert und bieten kaum nennenswerte Schätze, als dass sich das Auskundschaften der wenigen Abzweigungen wirklich lohnt. Die Dungeons laden da schon mehr zum Erkunden ein, sind natürlich aber trotzdem eher einfach und gleichströmig aufgebaut und bieten in ihren Truhen auch maßgeblich Crafting-Materialien, von denen man gerade im Kräuter-Bereich recht schnell deutlich mehr hat, als man je braucht. So bleibt im Prinzip ein nettes, kleines Action-Adventure für Serienfans und für unsere jungen Neueinsteiger.
Gut
  • Grafisch nett präsentiert
  • Dank der Filmlizenz begegnet ihr Ohnezahn und Co im Spiel
  • Gelungen als Einstieg ins RPG-Genre für junge Spieler
  • Preislich gemessen ab der "Dragons" Lizenz recht günstig
Weniger Gut
  • Sound eher schlecht gelungen
  • Kameraperspektive stört
  • Viele Schatztruhen mit wenig interessantem Inhalt
7
solide

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