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Skyforge (PC) Test

Wie schneidet das Free-to-Play-MMO Skyforge im Langzeittest ab. Bietet es ausreichend viele Inhalte, um auch nach mehr als 100 Stunden zu unterhalten? Erfahrt es in den nachfolgenden Zeilen!

Worum es in der Geschichte geht und wie sich das Spiel konzeptionell zusammensetzt, lest ihr am besten in meinem Vorschau-Artikel. In diesem Artikel werde ich euch über die grundsätzlichen Stärken und Schwächen berichten. Wenn ihr euch den My.com-Launcher ladet, solltet ihr übrigens direkt zu den Einstellungen des Programms wechseln. Das Ding wird sich nämlich automatisch mit jedem Start von Windows ausführen – nervig und absolut unnötig. Außerdem stellt es die Client-Daten des Spiels als Torrent für andere Nutzer zur Verfügung. Das kann eure Internetgeschwindigkeit massiv verlangsamen. Abschalten und gut ist.

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Skyforge – Der Alleskönner mit Grenzen

skyforge_17072015_65Als Gottheit seid ihr nicht auf eine Spezialisierung festgelegt und könnt wahlweise den Kryomanten mimen, der Gegner mit Zaubern zusetzt, oder den Lichthüter als Tank spielen. Im späteren Verlauf schaltet ihr nach und nach weitere Klassen frei. Am Ende könnt ihr euch aus einem Pool von 13 Talentspezialisierungen bedienen. Wer sich also nicht entscheiden kann und einfach alles wild ausprobieren will, kann dies ohne Probleme tun. Manchmal ist es sogar durchaus sinnvoll, innerhalb einer Mission die Spezialisierung zu wechseln! Wenn ihr beispielsweise als Kryomant unterwegs seid und ein Boss einfach zu mächtig reinhaut, wechselt ihr flugs zum Tank und steckt problemlos sämtliche Treffer weg.

Einer der größten Schwachpunkte des Spiels: Es gibt wöchentliche Limits beim Charakterfortschritt. Dadurch dauert es mitunter mehrere Monate bis ihr wirklich alle Klassen freigespielt habt. Intensivspieler könnten dies innerhalb einer Woche problemlos schaffen, stattdessen gibt es aber nur häppchenweise Spaß. Insgesamt habe ich herausgefunden, dass ihr wöchentlich auf etwa 18-22 Stunden an Unterhaltung und Fortschritt kommen werdet bis die Limitierung greift.

Wie man das herausfindet? Nun, ihr könnt eine ganz bestimmte Menge an Punkten, die wichtig für die Fortschritte sind, sammeln. Außerdem gibt es eine fest vorgegebene Summe an Spielwährung. Ist der Punkt erreicht, geht im Grunde genommen nichts mehr – natürlich könnt ihr weiterhin spielen, Missionen absolvieren und Items jagen. Aber neue Talente oder mehr Geld werdet ihr dadurch nicht erhalten. Und weil sich euer Power-Level nicht erhöht, könnt ihr etwaige neue Rüstung, die einen mächtigeren Charakter voraussetzt, auch nicht anlegen. Zutritt zu neuen Gebieten wird ebenfalls untersagt, wenn ihr nicht eine gewisse Summe an Skillpunkten habt (In der Vorschau als „Prestige“ betitelt).

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Skyforge – Langzeitspaß auf Sparflamme

Die Missionen sind euch alleine auf Dauer zu langweilig? Um dagegen zu wirken, stehen euch mehrere Optionen zur Auswahl: Bis zu zwei weitere Freude könnt ihr ganz bequem einladen und gemeinsam auf Beutejagd gehen. Oder aber ihr nutzt das eingebaute Gruppen-Tool, das euch sicherlich schon aus World of Warcraft bekannt ist. Wer keine Lust auf Gesellschaft hat, kann sämtliche Instanzen auch ohne Probleme alleine bestreiten. Die Bossgegner am Ende eines Dungeons erfordern wie immer eine spezielle Taktik, die sich aber bereits nach wenigen Minuten herausfinden lässt.

Einige Abschnitte sind allerdings für Gruppen von fünf Spielern vorgesehen und lassen sich nicht alleine bewältigen. Dort lauft ihr zudem anderen Spielern über den Weg und besiegt riesige Bosse und genießt hoffentlich anständige Loots. Etwas langweilig: Anstatt abwechslungsreiche Missionen zu gestalten, schickt euch das Spiel gerne mal in denselben Bereich zwei oder gar drei Mal hin. Repetitiv haben sich die Entwickler vermutlich ganz dick und fett auf die Monitore geschrieben.

Nach wenigen Stunden im Spiel wird euch zu Ehren eine Statue erreichtet, durch die ihr erste „Jünger“ sammelt, die in eurem Namen Aufgaben bewältigen und einen Schrein errichten. Diese Tempel gewähren euch passive Boni und bestimmten in Abstimmung mit eurer Ausrüstung und Charakterfortschritten die Gesamtstärke des Helden. Das Feature funktionier aber leider mindestens genauso unbefriedigend wie die Garnisonen aus World of Warcraft – auch dort habt ihr in einem langweiligen Menübuldschirm Missionen ausgewählt, Follower ausgesucht und diese losgeschickt. Nach einer gewissen Zeit schaut ihr wieder rein und bekommt eure Belohnung.

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Ein PvP-Modus ist ebenfalls verfügbar. Ich gehe jedoch stark davon aus, dass dieser genauso tot bleiben wird wie er es auch schon zum Start und wenige Wochen später war. Woran das liegt? Die Charaktere fühlen sich alle sehr mächtig an. Es reichen in den 10vs10-Schlachten nur wenige Treffer aus, um im Dreck zu liegen. Das wiederum führte dazu, dass ich nach dem Respawn meistens sofort gestorben bin oder selbst irgendwelche Spawnpunkte gecamped habe, um Kills zu bekommen.

Skyforge – Optisch hui, akustisch meh

Grafisch sieht Skyforge richtig, richtig gut aus. Die Effekte, die abwechslungsreichen und fantastisch gestalteten Landschaften, das coole Monster-Design und so weiter und so fort wirken wie aus einem Guss. Natürlich stört es, dass es keine zusammenhängende Welt gibt (mehr dazu in meiner Vorschau!), doch die schicke Optik kann definitiv darüber hinweg trösten. Auch die Kampfanimationen sehen gut aus und müssen sich vor dem Genre-Primus World of Warcraft nicht verstecken. Schade nur, dass die Akustik nicht auf demselben Niveau spielt. Vor allem aber die englischen Sprecher sind sehr schwach und überzeugen zu keinem Zeitpunkt.

Hinweis: Es gibt die Möglichkeit, sich ein Premium-Abo für rund 12 Euro oder sehr viel Spielwährung zu kaufen. Damit werdet ihr sehr viel schneller Fortschritte machen, doch das wiederum hat den Nachteil, dass ihr auch deutlich flotter an das besagte Limit kommt. Es führte während des Tests dazu, dass ich bereits nach zwei Tagen keinen Anreiz mehr hatte, weiterzuspielen und somit gezwungen war, fünf (!) Tage zu warten bis ich endlich stärker werden konnte. Das ist pures Gift.

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Fazit
Gelegenheitsspieler wird es sicherlich freuen, dass es ein wöchentliches Cap gibt, das irgendwann sagt: „Bis nächste Woche, denn jetzt ist Schluss”. Diejenigen, die aber am Wochenende oder zwischendurch mehrere Stunden zocken (und vor allem Intensivspieler), werden aber sehr schnell vor den Kopf gestoßen – vor allem, wenn dann auch noch 12 Euro aufgewendet wurden. Ärgerlich, denn die Ansätze von Skyforge sind gar nicht mal so übel. Das flotte und auf Action getrimmte Kampfsystem macht unglaublich viel Spaß, die Grafik ist verdammt schick und die Instanzen durchdacht. Doch am Ende fehlt es an Langzeitreizen, an einer in sich geschlossenen Welt und vor allem an einem interessanten PvP-System.
7
solide

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