Es ist mal wieder soweit, die Blätter fallen von den Bäumen, die Tage werden kürzer und pünktlich liegt das neue Call of Duty: Black Ops 7 in den Regalen oder mittlerweile wohl eher direkt auf unseren Festplatten. Jedes Jahr stellen wir uns als Gamer dieselbe Frage, ob es ein Volltreffer wie damals zu den besten Zeiten wird oder doch nur ein müder Aufguss.
Ich bin eigentlich jemand, der der Reihe wirklich viel verzeiht, solange der Spaß am Ende stimmt und die Action passt, aber was mir dieses Jahr mit Call of Duty: Black Ops 7 serviert wurde, ist wirklich… nun ja, speziell. Schnallt euch also besser an und holt euch einen Kaffee, denn wir müssen dringend reden. Vielen Dank an dieser Stelle auch an Activision, die uns den Code für diesen Ritt zur Verfügung gestellt haben.Mehr zu Call of Duty: Black Ops 7 erfahrt ihr in unserem Test hier auf Spieletester.de
Call of Duty: Black Ops 7 – Der erste Kontakt und die große Ernüchterung
Ihr kennt dieses Gefühl sicher nur zu gut, wenn ihr ein Spiel in eure Konsole legt und die Erwartungen aufgrund des direkten Vorgängers in astronomische Höhen geschossen sind. Nachdem ich das letzte Jahr mit Black Ops 6 verbracht habe und es wirklich genossen habe, war meine Vorfreude auf Call of Duty: Black Ops 7 riesig und ich konnte es kaum erwarten endlich loszulegen.
Treyarch und Raven Software hatten eigentlich das Vertrauen der Community zurückgewonnen, doch was ich nun nach unzähligen Stunden auf meiner PlayStation 5 Pro erlebt habe, lässt mich mit einer Mischung aus Wut und Verwirrung zurück. Es ist fast so, als hätte das Entwicklerteam vergessen,was Call of Duty im Kern ausmacht und stattdessen versucht, jedes erdenkliche Genre in einen Mixer zu werfen und zu schauen was dabei herauskommt. Call of Duty: Black Ops 7 lässt mich zwiegespalten zurück und weist gleichzeitig so offensichtliche Mängel auf, die selbst einem Laien sofort ins Auge springen müssten.
Die Stimmung in der Community ist aktuell ziemlich im Keller und ich dachte zuerst, das sei das übliche Meckern, das wir jedes Jahr erleben. Doch je tiefer ich in die Materie eingetaucht bin und je mehr Zeit ich mit David Mason im Jahr 2035 verbracht habe, desto klarer wurde mir, dass dieser Unmut nicht von ungefähr kommt. Wir haben es bei Call of Duty: Black Ops 7 mit einem Spiel zu tun, das unter einer massiven Identitätskrise leidet und krampfhaft versucht, sowohl ein Helden-Shooter als auch ein Extraction-Game und ein klassischer Arcade-Shooter zu sein. Das Ergebnis ist ein Flickwerk, das an vielen Stellen aus dem Leim geht und mich oft fragen ließ, welches Ziel verfolgt wurde.

Call of Duty: Black Ops 7 – Das Wichtigste auf einen Blick
| Kategorie | Details |
| Spieltitel | Call of Duty: Black Ops 7 |
| Entwickler | Treyarch, Raven Software |
| Publisher | Activision |
| Plattformen | PlayStation 5 (getestet auf PS5 Pro), Xbox Series X|S, PC |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Setting | Jahr 2035, Karte „Avalon“ (Open Zones), Japan, USS Barack Obama, Psychodelische Traumwelten |
| Hauptfigur | David Mason |
| Genre | First-Person-Shooter (Mix aus Arcade, Hero-Shooter & Extraction) |
| Besonderheiten | Omnimovement (Sprinten in alle Richtungen), Wall-Jumps, Always-On-Zwang in der Kampagne (nicht pausierbar), KI-generierte Assets (Kritikpunkt), Zombies mit Speicherfunktion |
| Gameplay | Schnelles Movement trifft auf schwaches „Airsoft“-Waffengefühl, 4-Spieler-Koop-Fokus, Bullet-Sponge-Gegner mit Lebensbalken, Open-World-Ansätze |
| Storythemen | Kampf gegen „Die Gilde“ & Emma Kagan, Toxin „The Cradle“, Neuronale C-Link-Chips, Kollektive Halluzinationen, Identitätsverlust |
| Spieldauer | Kampagne: Standard (ca. 6–8 Std.), Multiplayer & Zombies: Endlos |
| Schwierigkeitsgrade | Mehrere Stufen (Gegner skalieren eher über Lebenspunkte/Rüstung) |
| Besonderes Merkmal | Exzellenter Zombies-Modus (inkl. „Ol‘ Tessie“ & Dead Ops Arcade 4) rettet das Paket vor einer technisch und inhaltlich enttäuschenden Kampagne. |
Treyarch und Raven Software, die eigentlich gerade erst mit Black Ops 6 wieder fest im Sattel saßen, gehen diesmal ein gewaltiges Risiko ein, das leider nach hinten losgeht. Anstatt auf bewährte Stärken zu setzen, wirft dieser Teil alles in einen Topf und landet irgendwo zwischen einem Helden-Shooter und Extraction-Gameplay. Der Schauplatz ist Avalon, eine Insel, auf der wirre Fieberträume die Story ersetzen und wo kugelsichere Gegner eure Geduld strapazieren.
Als Spieler schlüpft man in die Haut von David Mason, der sich einem futuristischen Albtraum stellen muss, welcher das Herzstück der Kampagne bildet. Eure Aufgabe besteht darin, riesige Gebiete zu durchkämmen, die Machenschaften der „Gilde“ sowie das Toxin „The Cradle“ zu stoppen und dabei nicht den Verstand zu verlieren angesichts der oft unfreiwillig komischen Mechaniken dieser vernetzten Welt.
Zerrissenheit prägt die gesamte Stimmung von Call of Duty: Black Ops 7. Surreal wirkende C-Link-Sequenzen, abgedrehte Kaiju-Momente und generische Open-World-Aufgaben erzeugen ein Bild, das zwar technisch glänzt, inhaltlich aber kaum zusammenpasst. Man kämpft gegen schwer gepanzerte Roboter, Horden von Untoten und sogar Riesenspinnen. Zwar sorgt das neue Omnimovement für viel Bewegung, doch das schwache Trefferfeedback nimmt den Gefechten die Wucht; das eigentliche Problem ist jedoch der krampfhafte Versuch, alles auf einmal sein zu wollen.
Activision zeigt mit diesem Titel exemplarisch, wie man einen klassischen Shooter durch zu viele fremde Einflüsse verwässern kann, selbst wenn der Zombies-Modus als rettender Anker fungiert. Auf der PS5 Pro mag die Optik zwar größtenteils überzeugen, doch der bittere Beigeschmack von KI-Assets und der fehlenden Pause-Funktion im Singleplayer trübt das Gesamtbild massiv.
Call of Duty: Black Ops 7 – Die Kampagne als experimentelles Desaster
Die Kampagne ist in Call of Duty: Black Ops 7 wohl umstrittenste Element des gesamten Pakets. Ihr schlüpft in die Rolle von David Mason und wir schreiben das Jahr 2035, was theoretisch eine spannende Prämisse für futuristisches Tech-Spielzeug bietet. Die Geschichte dreht sich um eine Gruppierung namens Die Gilde und ihre Anführerin Emma Kagan, die mit einem Toxin namens The Cradle die Welt bedroht. Soweit klingt das noch nach Standardkost für das Franchise und ich war bereit, mich darauf einzulassen.
Doch dann führt das Spiel neuronale Chips ein, die sogenannten C-Links, die euer Team verbinden und für kollektive Halluzinationen sorgen. Was als psychologischer Thriller gedacht war, entgleist völlig zu einem absurden Fiebertraum, der jegliche Bodenhaftung verliert und unfreiwillig komisch wirkt.
Ich habe mich wirklich fremdgeschämt, als ich plötzlich gegen riesige Spinnen kämpfen musste oder eine gigantische Pflanze attackierte, die metaphorisch für die Schuld von Frank Woods stehen soll. Das ist kein Call of Duty mehr, das fühlte sich an wie ein schlechter Trip oder ein verworfenes Konzept für ein Fantasy-Spiel. Es gibt sogar eine Sequenz, in der Harper aus Black Ops 2 als eine Art Kaiju-Monster auf dem Deck der USS Barack Obama auftaucht und Schockwellen verschießt.
Ich saß vor meinem Fernseher und wusste nicht, ob ich lachen oder weinen soll, denn die Ernsthaftigkeit des militärischen Konflikts wird durch solche Aspekte komplett untergraben. Die Charaktere wirken blass und ihre Motivationen sind oft nicht nachvollziehbar, da das Spiel mehr damit beschäftigt ist euch den nächsten visuellen Schockmoment vorzusetzen als eine kohärente Geschichte zu erzählen.

Call of Duty: Black Ops 7 – Bestraft Solo-Spieler mit Warzone-Altlasten
Was mich aber in Call of Duty: Black Ops 7 noch viel mehr gestört hat als die wirre Story, sind die fundamentalen Designentscheidungen im Gameplay der Kampagne. Treyarch hat sich entschieden, den Fokus voll auf 4-Spieler-Koop zu legen, was für Solo-Spieler wie mich eine absolute Katastrophe darstellt. Die Kampagne in Call of Duty: Black Ops 7 lässt sich nicht pausieren. In einer Singleplayer-Erfahrung, die oft Missionen von 30 bis 40 Minuten Länge hat, gibt es keine Möglichkeit das Geschehen anzuhalten, wenn es an der Tür klingelt oder ihr mal auf die Toilette müsst.
Das ist in meinen Augen ein Rückschritt in die Steinzeit des Gamedesigns. Dazu kommt der Always-On-Zwang, der sich in einer Singleplayer-Kampagne einfach nur falsch und kontraproduktiv anfühlt. Ihr seid permanent auf Gedeih und Verderb den Servern ausgeliefert. Allein der Gedanke daran, dass bei einem kurzen Verbindungsproblem der ganze Fortschritt verloren geht, da es keine vernünftigen Checkpoints gibt, macht entspanntes Zocken unmöglich.
Zusätzlich hat sich das Verhalten der Gegner in Call of Duty: Black Ops 7 spürbar verändert. Sie wirken weniger wie akute Bedrohungen, die ihr mit präzisen Schüssen ausschalten könnt. Vielmehr erinnern sie an widerstandsfähige Hürden aus einem Rollenspiel. Gerade bei den Robotern und gepanzerten Einheiten fällt auf, dass nun Lebensbalken über den Köpfen erscheinen. Ihr müsst oft beinahe ganze Magazine verbrauchen, bis der Feind endlich zu Boden geht. Darunter leidet das klassische Gefühl von direkter Tödlichkeit, für das die Serie eigentlich bekannt ist.
Es macht den Eindruck, als hätten sich die Entwickler stark bei den Mechaniken aus Warzone bedient. Elemente wie Rüstungsplatten und Loot mit verschiedenen Seltenheitsstufen wirken in der Struktur der Kampagne jedoch etwas deplatziert. Ihr bewegt euch häufig durch weitläufige Abschnitte auf der neuen Karte Avalon, die wohl ursprünglich für den Battle Royale Modus konzipiert wurde. Dabei fühlt es sich gelegentlich so an, als würdet ihr eher generische Aufgaben in einer offenen Welt abarbeiten, statt einer dicht inszenierten Story zu folgen.
Ich möchte aber nicht zu kritisch sein, denn es gab tatsächlich Augenblicke, in denen die alte Qualität der Reihe in Call of Duty: Black Ops 7 durchschimmerte. Eine Mission in Japan, die euch über neonbeleuchtete Dächer und durch eine U-Bahn führt, hat mir von der ganzen Aufmachung her genau das geboten, was ich mir erhofft hatte. Hier stimmte das Pacing, die Atmosphäre war dicht und die Action wirkte gut durchdacht.
Solche Höhepunkte sind in Call of Duty: Black Ops 7 allerdings eher selten gesät und stechen aus dem restlichen Spielablauf, der ansonsten oft etwas weniger spektakulär wirkt, deutlich hervor. Auch die Zwischensequenzen sind teilweise wunderschön gerendert und beweisen, dass das Budget definitiv vorhanden war. Es ist nur schade, dass das eigentliche Spielgeschehen dieses hohe optische Niveau nicht durchgehend halten kann. Die Gastauftritte von Schauspielern wie Michael Rooker oder Milo Ventimiglia sind dabei eine tolle Ergänzung, auch wenn sie die spielerischen Lücken nicht füllen können.

Call of Duty: Black Ops 7 – Der Multiplayer rettet den Tag
Falls ihr nun die Sorge habt, dass Call of Duty: Black Ops 7 komplett enttäuscht, kann ich euch zumindest teilweise beruhigen. Der Multiplayer ist der Anker, der das Spielerlebnis stabilisiert und für die nötigen Erfolgserlebnisse sorgt. Sobald ich die Kampagne hinter mir gelassen hatte und mich in die 6v6 Gefechte stürzte, fühlte ich mich endlich wieder zu Hause. Das Gameplay ist schnell, flüssig und profitiert enorm vom zurückgekehrten Omnimovement, das euch erlaubt in jede Richtung zu sprinten und zu hechten.
Neu hinzugekommen in Call of Duty: Black Ops 7 sind die Wall-Jumps, wobei ihr hier nicht wie in Titanfall an Wänden entlanglaufen könnt, sondern sie eher nutzt um euch abzustoßen und höher gelegene Ebenen zu erreichen. Das bringt eine neue vertikale Dynamik in die Kämpfe, auch wenn ich sagen muss, dass einige Spieler das System sehr intensiv nutzen und wie Kängurus durch die Maps hüpfen, was das Treffen manchmal zur Geduldsprobe macht.
Die Auswahl der Karten zum Start ist ordentlich, wobei mir „Retrieval“ mit seiner Eishöhlen-Ästhetik gefallen hat. Maps wie diese bieten eine gute Mischung aus engen Gängen und offenen Arealen, die verschiedene Spielstile zulassen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Karten wie „Flagship“, die noch etwas Feinschliff benötigen. Hier hat das Spawning-System noch seine Tücken, sodass man gelegentlich direkt vor der Flinte eines Gegners wiederbelebt wird.
Das Map-Design wirkt zudem teilweise nicht optimal auf die neuen Wall-Jumps ausgelegt, da viele Areale recht flach sind und eher an klassische Korridore erinnern. Dadurch erscheint die neue Mechanik an manchen Stellen noch nicht ganz konsequent eingebunden. Dennoch hatte ich in den klassischen Modi wie Team Deathmatch oder Herrschaft meistens Spaß, da der bewährte Core-Loop aus Laufen, Schießen und Belohnungen immer noch hervorragend greift.

Call of Duty: Black Ops 7 – Waffenfeeling und Balance
Ein Punkt, der mir in Call of Duty: Black Ops 7 jedoch sauer aufgestoßen ist, betrifft das Waffengefühl, das ich an dieser Stelle am besten als „Airsoft-Feeling“ bezeichnen würde. Den Waffen fehlt es teilweise an Wucht und dem nötigen Feedback, sodass sich Abschüsse nicht immer befriedigend anfühlen. Der Sound ist etwas dünn und es fehlt der knackige Punch, den man beispielsweise aus der direkten Konkurrenz kennt, die sich in diesem Jahr viel geerdeter anfühlt.
Trotzdem ist die Balance der Waffen überraschend gut gelungen, da es keine einzelne Waffe gibt, die absolut dominiert. Ich habe mich viel mit der AK-27 und dem LMG MK.78 ausgetobt und beide fühlten sich kompetitiv an, während die SMGs mir persönlich etwas zu schwach auf der Brust waren und oft den Kürzeren zogen.
Eine interessante Neuerung in Call of Duty: Black Ops 7 ist die Möglichkeit, zwischen dem strikten Skill-Based Matchmaking (SBMM) und einer offenen Playlist zu wählen. Das klingt auf dem Papier super, führt in der Praxis aber oft dazu, dass die Matches in der offenen Playlist extrem unausgeglichen sind und man entweder das gegnerische Team komplett überrollt oder selbst gnadenlos vernichtet wird. Es ist schön die Wahl zu haben, aber ich habe mich oft dabei erwischt doch wieder das SBMM zu aktivieren, nur um spannendere Matches zu haben.
Bei den Spielmodi gibt es Licht und Schatten, wobei der neue Modus „Overload“ mein absolutes Highlight war. Es ist eine taktische Variante von Capture the Flag mit einem EMP-Gerät, die Teamplay belohnt und für extrem spannende Momente sorgt, wenn man kurz vor dem Ziel noch abgefangen wird. Auf der anderen Seite steht der Modus „Skirmish“, ein 20v20 Chaos, das wohl Battlefield-Fans abholen soll, aber kläglich scheitert.
Die Karten sind zu klein für so viele Spieler, die Spawns aus der Luft mit dem Wingsuit führen zu sofortigen Toden und die allgegenwärtigen Rüstungsplatten machen die Feuergefechte zäh und frustrierend. Ich habe diesen Modus nach wenigen Runden nie wieder angefasst, da er einfach keinen Spaß macht und nur zeigt, dass CoD nicht für diese Art von Massenschlachten gemacht ist.
Call of Duty: Black Ops 7 – Der Zombies Modus als Highlight
Kommen wir nun zu dem Teil, der mich am meisten in Call of Duty: Black Ops 7 überrascht hat und der für viele von euch der Kaufgrund sein könnte. Der Zombies Modus ist in diesem Jahr wirklich fantastisch und wirkt wie das Produkt eines Teams, das genau wusste was es tat. Die Karte „Ashes of the Damned“ ist riesig und bietet eine tolle düstere Atmosphäre, die im krassen Gegensatz zur klinischen Kampagne steht.
Ihr könnt sogar Fahrzeuge nutzen, wie den Truck „Ol‘ Tessie“, den ihr aufrüsten und mit Waffen bestücken könnt, was für herrliches Chaos sorgt wenn ihr durch Horden von Untoten pflügt. Der Humor ist on point, herrlich selbstironisch und nimmt sich nicht zu ernst, was dem Modus unheimlich gut tut.
Das Beste für Solo-Spieler ist jedoch eine Funktion, die in der Kampagne schmerzlich vermisst wird. Ihr könnt im Zombies Modus pausieren und sogar speichern, um später weiterzumachen. Warum Treyarch dieses Feature hier implementiert hat und in der Kampagne nicht, bleibt mir ein absolutes Rätsel, aber ich bin dankbar dafür. Auch Dead Ops Arcade 4 ist mit an Bord und bietet spaßige Twin-Stick-Action mit einem Gorilla-Bösewicht namens Papaback, was eine willkommene Abwechslung zum First-Person-Geballer darstellt. Hier merkt ihr einfach die Liebe zum Detail, die an anderen Stellen des Spiels so schmerzlich fehlt.
Call of Duty: Black Ops 7 – Technik und Kontroversen
Technisch gesehen ist Black Ops 7 auf der PS5 Pro eine gemischte Tüte, denn während die Framerate im Multiplayer meistens stabil bei 60fps bleibt, hatte ich in der Kampagne und besonders im Endgame Modus immer wieder mit Rucklern zu kämpfen.
Das Endgame selbst, ein PvE Modus für 32 Spieler auf der Avalon Karte, ist leider auch keine Offenbarung. Es fühlt sich an wie eine blutleere Version von DMZ, in der ihr Power Fragments sammelt um aufzuleveln und dann per VTOL zu extrahieren. Da ihr hier aber jeden Operator spielen könnt, also auch Roboter oder Zombies, macht das narrativ überhaupt keinen Sinn mehr und zerstört die letzte Immersion. Es ist ein Grind ohne Seele, den man mal für eine Runde am Feierabend spielen kann, der aber keine Langzeitmotivation bietet.
Fazit
Ich habe mich wirklich schwer getan mit diesem Test, denn Call of Duty: Black Ops 7 ist kein komplett schlechtes Spiel, aber es ist ein zutiefst enttäuschendes und zerrissenes Produkt. Wenn ihr nur auf den Multiplayer aus seid und schnelle Action für zwischendurch sucht, werdet ihr hier sicher glücklich werden, denn das Grundgerüst steht und macht Laune. Auch Zombies Fans bekommen ein sattes Paket, das sie monatelang beschäftigen wird. Doch wer auch nur einen Funken Hoffnung auf eine gute Kampagne hatte oder Wert auf ein stimmiges Gesamtpaket legt, der sollte einen großen Bogen um diesen Teil machen.
Es wirkt, als hätte Activision panisch versucht, alle möglichen Trends in ein Spiel zu quetschen, ohne Rücksicht auf Verluste oder künstlerische Vision. Die Kampagne ist ein technisches und inhaltliches Wrack, das Respekt vor der Zeit des Spielers vermissen lässt und die Lore der Reihe mit Füßen tritt. Im direkten Vergleich mit Battlefield 6 wirkt CoD dieses Jahr altbacken und orientierungslos. Ich werde wohl noch einige Zeit im Multiplayer verbringen, aber die Kampagne werde ich so schnell wie möglich aus meinem Gedächtnis löschen.
Wann wurde Call of Duty: Black Ops 7 veröffentlicht?
Das Spiel erschien weltweit am 14. November 2025 für Konsolen und PC.
Auf welchen Plattformen ist der Titel spielbar?
Call of Dut: Black Ops 7 ist auf PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X/S, Xbox One und dem PC verfügbar.
Benötigt Call of Duty: Black Ops 7 eine dauerhafte Internetverbindung?
Ja, das Spiel setzt eine permanente Internetverbindung (Always-On) voraus. Dies gilt auch für das Spielen der Einzelspieler-Kampagne.
Kann die Kampagne im Koop-Modus gespielt werden?
Die Kampagne ist primär für einen 4-Spieler-Koop-Modus ausgelegt. Ein Solo-Durchgang ist möglich, bietet jedoch keine Pause-Funktion.
Was ist das Omnimovement-System?
Dieses Bewegungssystem erlaubt es Spielern, in jede beliebige Richtung zu sprinten, zu rutschen und zu hechten. In Call of Duty: Black Ops 7 wurde es durch Wall-Jumps erweitert.
Welche Inhalte bietet der Zombies-Modus?
Der Modus umfasst die Karte „Ashes of the Damned“, nutzbare Fahrzeuge sowie den Arcade-Shooter „Dead Ops Arcade 4“. Solo-Spieler können den Spielstand speichern.
Unterstützt das Spiel Crossplay?
Ja, Crossplay ist voll integriert. Nutzer auf PlayStation, Xbox und PC können plattformübergreifend miteinander spielen.
Ist Call of Duty: Black Ops 7 im Xbox Game Pass enthalten?
Der Titel wurde zum Release in den Xbox Game Pass Ultimate aufgenommen und ist für Abonnenten auf Xbox-Konsolen und PC ohne Zusatzkosten spielbar.
Gibt es Skill-Based Matchmaking (SBMM)?
Das Spiel bietet eine Auswahlmöglichkeit. Spieler können zwischen striktem Skill-Based Matchmaking und einer offenen Playlist mit lockereren Kriterien wählen.
Was beinhaltet der Endgame-Modus in Black Ops 7?
Es handelt sich um einen PvE-Modus auf der Karte Avalon für bis zu 32 Spieler. Ziel ist das Erledigen von Missionen, das Sammeln von Power Fragments und die Extraktion.
Eine Achterbahnfahrt durch die Geschichte von Black Ops
Wenn wir heute auf die lange Geschichte der Black Ops Reihe zurückblicken ist das wie eine Reise durch die Höhen und Tiefen unseres eigenen Gamerlebens. Alles begann damals im Jahr 2010 als Treyarch uns mit dem ersten Teil völlig kalt erwischt hat. Wir saßen als Alex Mason gefesselt auf diesem Stuhl in einem dunklen Verhörraum und wurden mit Fragen bombardiert während wir uns durch den Dschungel von Vietnam kämpften und versuchten die Bedeutung der verdammten Zahlen zu entschlüsseln. Das war damals eine echte Revolution weil die Story so viel düsterer und psychologischer war als alles was wir bis dahin von Call of Duty kannten.
Dieser Mut zum Experimentellen zahlte sich aus und gipfelte im brillanten zweiten Teil der für viele bis heute als der absolute Zenit der Serie gilt. Der Sprung zwischen den Konflikten der Achtziger Jahre und dem futuristischen Setting von 2025 funktionierte perfekt und mit Raul Menendez bekamen wir einen Bösewicht der so charismatisch war dass man ihn fast schon verstehen konnte. Treyarch schaffte hier den Spagat zwischen klassischer Action und Zukunftsmusik ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren was rückblickend eine echte Meisterleistung war.
Doch dann begann eine Phase die die Fangemeinde ziemlich spaltete denn mit Black Ops 3 driftete die Reihe sehr stark in Richtung Science Fiction ab. Plötzlich hatten wir es mit Robotern und Wandläufen zu tun während die Story so wirr erzählt war dass am Ende kaum noch jemand wusste worum es eigentlich ging. Der Tiefpunkt dieser Identitätskrise war dann für viele Spieler der vierte Teil bei dem man sich entschied die Kampagne einfach komplett zu streichen und voll auf den damals boomenden Battle Royale Trend zu setzen. Es fühlte sich so an als hätte die Reihe ihre Seele verkauft und den Fokus auf das verloren was sie einst so groß gemacht hatte.
Zum Glück besannen sich die Entwickler mit Cold War wieder auf ihre Wurzeln und brachten uns zurück in die Ära der Spionage und politischen Intrigen. Das Spiel hatte Ecken und Kanten aber es atmete wieder diesen Geist der ersten Teile den wir so vermisst hatten. Dieser Aufwärtstrend setzte sich letztes Jahr mit Black Ops 6 fort das von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert wurde weil es sich endlich wieder wie ein echtes Black Ops anfühlte. Die Hoffnung war riesig dass Treyarch nun endgültig den perfekten Modernisierungsweg gefunden hat und wir in eine goldene Zukunft blicken.
Genau vor diesem Hintergrund ist die Umsetzung von aktuellen Black Ops 7 so schmerzhaft und unverständlich. Wir sind zwar wieder mit David Mason unterwegs und schreiben das Jahr 2035 was eigentlich an die Stärken von Teil zwei anknüpfen sollte doch stattdessen bekommen wir diesen seltsamen Mix aus Fantasy und Monsterfilm serviert. Wenn man bedenkt wo die Reihe einst startete und wie ernst sie sich dabei nahm wirkt der Kampf gegen Riesenspinnen und Kaijus fast wie eine Parodie auf die eigene Geschichte. Es ist traurig zu sehen wie das Franchise nach dem starken Comeback des letzten Jahres nun wieder in alte Muster verfällt und krampfhaft versucht alles gleichzeitig zu sein anstatt sich auf das zu konzentrieren was Black Ops eigentlich ausmacht.














