Monster Hunter Rise (Switch) Test

User Rating: 8

Nachdem wir bereits 2018 Monster Hunter Generations Ultimate für die Nintendo Switch getestet hatten, geht es auf zur zweiten Runde mit Monster Hunter Rise. Dieses Spiel fühlt sich direkt deutlich besser an und wie das zustande kommt, verraten wir euch im folgenden Test.

Monster Hunter Rise – Mehr Action als zuvor

In der Welt von Monster Hunter Rise angekommen, erstellt ihr zuerst euren eigenen Jäger bzw. Jägerin. On top dazu dürft ihr auch eure beiden Begleiter anpassen. Das sind einmal der Palamute und der Palico. Dabei handelt es sich einmal um eine kämpfende Katze, die euch tatkräftig mit Bomben, Heilung und anderen nützlichen Fähigkeiten unterstützt, sowie einen Wolf, den ihr reiten könnt. Dieser kämpft natürlich auch mit.

Die Optionen zum anpassen sind wie immer sehr vielfältig. Zwar nicht so krass, wie in Cyberpunk 2077, doch lässt sich viel damit anstellen. Mein Palico sieht sogar aus wie mein Kater, daher bin ich in dem Fall mehr als zufrieden. Bei meinem eignen Charakter konnte Damit abgeschlossen, kann es dann auch schon ins Abenteuer gehen.

Eure Reise fängt nämlich in dem Bergdorf Kamura an. Dieses wurde bereits vor vielen Jahren von zahlreichen Monstern angegriffen und hat sich sicherheitshalber auf weitere dieser Angriffe vorbereitet. Gut ausgebildet seid ihr diesmal als Jäger inklusive eurer zwei Begleitern oder optional auch euren Freunden dabei. Viel mehr zu Story gibt es hier nicht zu sagen, was nicht unbedingt schlimm ist, da die Action im Gameplay hinterlegt ist. Hier wurden aber von Anfang an wesentliche Mechaniken hinzugefügt, die Monster Hunter Rise sehr schnell zu einem Erlebnis machen.

Monster Hunter Rise – Auf in die Schlacht

Da sich meiner Meinung nach Monster Hunter Spiele zu klobig angefühlt haben, habe ich meist die Spiele nach einigen Stunden ruhen lassen. Die Ausnahme war zwar Monster Hunter World, doch ganz das Wahre war es für mich nicht. Mit der Einführung der Seilkäfer in Monster Hunter Rise hat sich das jedoch geändert.

Diese Käfer, wovon ihr immer 2 Ladungen besitzt, können genutzt werden, um an hohe Orte zu gelangen. Somit sind Berge und versteckte Abhänge kein Problem mehr. Doch da geht noch viel mehr mit, denn auch im Kampf sind diese flinken Käfer mehr als nützlich. Ihr könnt nämlich mit einem geschickten Klick an die Gegner ran oder weg. Sogar wenn ihr weggeschleudert werdet könnt ihr einen nutzen, um sanft auf dem Boden zu landen. Das gibt dem Kampf und allgemein dem Spielfluss deutlich mehr Dynamik, wodurch das Spiel deutlich an Qualität gewonnen hat. Auch euer Palamute ist als Reittier eine regelrechte Bereicherung für euch, wodurch ihr viel wendiger im Kampf oder in den Gebieten seid.

Seilkäfer können aber noch mehr. Denn ihr könnt bestimmte Gegner damit reiten und kontrollieren. Das fühlt sich bei der Größe der Gegner so an, als würdet ihr mit Godzilla gegen King Kong kämpfen. Unendlich lange geht das zwar nicht, aber es macht unglaublichen Spaß und enormen Schaden an den Feinden.

Monster Hunter Rise – Umso mehr, desto besser

Der ganze Spaß ist wie immer nicht nur im Einzelspieler-Modus zu genießen, sondern auch im Multiplayer. Zwar gibt es hier eine strikte Trennung zwischen beiden, doch sind die Multiplayer-Quests deutlich anspruchsvoller und laden dazu ein bis drei Freunde lokal oder Online dazu zu holen. Falls ihr eine Truppe habt, ist es natürlich am bequemsten. 

Die Suche dagegen ist etwas mühselig und könnte deutlich besser und angenehmer sein. Wirklich eine Truppe zu finden und eine gute Quests zu haben, hat durchaus seine Zeit gedauert. Hier tritt auch wieder ein klassisches Nintendo Switch Problem auf. Ihr habt nämlich die Möglichkeit eine externe Tastatur zu nutzen oder euch mit dem Team per Discord oder Teamspeak am PC oder Handy zu unterhalten. Einen VoiceChat gibt es hier nicht. Wenn Fortnite es hinkriegt, warum nicht auch dieses Spiel?

Sobald ihr eine Quest und eine Truppe habt, steht dem Spaß nichts mehr entgegen, denn Spaß machen tut dieses Monster Hunter auf jeden Fall! Nicht nur das drumherum ist gut, sondern auch die Grafik, die Performance und vor allem die Steuerung. Selbst bei einem Anfänger wie mir hat es nur knapp eine Stunde gedauert, bis ich alles wichtige drauf hatte.

Nervig oder eher gesagt schade ist es dagegen, dass es kein Voice Over in Deutsch gibt bzw. es sehr sehr viel zu lesen gibt, statt mehr vertonte stellen. Abgesehen davon ist es großenteils ein klassisches Monster Hunter, was die Fans und auch Neulinge lieben werden. Ihr habt massig zu tun, es erwarten euch zahlreiche Waffen, Ausrüstung und Gegner. Aber es gibt noch eine “Kleinigkeit” die wir euch noch vorenthalten haben.

Denn es gibt noch sogenannte Randalen, die an ein Tower Defense in Monster Hunter Rise erinnern. Daher auch entsprechend die Vorbereitungen im Dorf die Monster aufzuhalten. Was euch da erwartet, zeigen wir euch in einem kleinen Trailer. Vorab sei aber gesagt, von diesem Teil bin ich begeistert, da ich selber auch viele Tower Defense Spiele gespielt habe!

Monster Hunter Rise – Randale

Fazit
Monster Hunter Rise ist genau so, wie ich es schon immer haben wollte. Durch das hinzufügen einiger wichtiger Elemente ist das Spiel einfach 1000x vielseitiger geworden und macht einen enormen Spaß! An den Punkten, wo ich bei den alten Teilen aufgehört habe, bin ich mittlerweile Feuer und Flamme und mache immer weiter, bis eine Quest geschafft ist. Das ist wohl genau, was sich Capcom gehofft hat und diesmal haben sie es geschafft.
Gut
  • Grafisch in Kombination mit der Leistung gut gelungen
  • Die Begleitern und Seilkäfer bringen neue Spieldynamiken rein
  • Es erwartet euch sehr viel Abwechslung im Spiel
  • Randalen ("Tower Defense") machen sehr viel Spaß
Weniger Gut
  • Story hätte tiefsinniger sein können
  • Online-Spielersuche ist aufwendig
  • Es hätte deutlich mehr vertont sein können
8
Gut
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Sina ist Redakteur und Social Media Manager bei Spieletester.de seit 2015.

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