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GRID (PS4) Test

Codemasters hat mit GRID die beliebte Rennspielvideo-Reihe rebootet. Dabei versprechen die Entwickler von Codemasters vor allem Fans der Reihe eine realistische Rennsimulation, wobei auch der neue Ableger einsteigerfreundlich und für Gelegenheitsspieler geeignet sein soll. Die Entwickler möchten also ein breites Spektrum an Gamern erreichen und haben sich für einen Kompromiss zwischen Simulation und Arcade entschieden. Ob diese Entscheidung sich am Ende positiv ausgewirkt hat, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

GRID – Ein Mix aus Arcade und Simulation

Wie bereits erwähnt erwartet euch in GRID sowohl Arcade, als auch Simulations-Elemente, die das Rennspiel vor allem für Gelegenheitsspieler interessant macht. Auch erfahrene Spieler und Kenner der Spielreihe kommen auf ihre Kosten. Schließlich haben die Entwickler auch großen Wert auf eine realistische Darstellung gelegt, wenn auch nicht sehr stark ausgeprägt. Grundsätzlich stehen euch nur wenige Entscheidungsmöglichkeiten zur Verfügung, um das Spiel anspruchsvoller zu gestalten und mehr in die Richtung einer vollständigen Rennsimulation zu bringen. GRID geht hier einen Kompromiss ein und setzt den Fokus auf die Dynamik von Wettereinflüssen auf das Renn- und Fahrverhalten.
So erfährt ihr deutliche Einflüsse von Regen auf die Fahrbahn, die durch eine deutlich schwierige Steuerung eures Fahrzeugs einhergeht. Als Einsteiger solltet ihr deshalb vor allem die Rennassistenten und Fahrhilfen einschalten. Ansonsten müsst ihr euch damit abfinden schnell aus der Fahrbahn zu gelangen und von euren Kontrahenten überholt zu werden.
Übung macht den Meister. Je mehr Stunden ihr mit GRID investiert, umso einfacher gestaltet sich das Fahrzeughandling. Somit sollten euch die Wetterbedingungen und das Fahrzeugverhalten der unterschiedlichen Rennwagen nicht viel ausmachen.

GRID – Karrieremodus steht im Fokus des Spiels

Der Karrieremodus hat bei den Entwicklern besonders im Fokus gestanden. Bevor eure große Karriere beginnt, müsst ihr euch schon in drei Rennen beweisen, die als eine Art Tutorial dienen und euch den Einstieg erleichtern sollen. Hier müsst ihr mit verschiedenen Fahrzeugtypen die Rennen absolvieren, um euch mit den einzelnen Modellen und der Steuerung auseinanderzusetzen.
Wie in vielen anderen Renn- oder Sportspielen auch, müsst ihr euren fiktiven Charakter an die Spitze der GRID World Series führen. Bis dorthin ist es ein langer Weg und erfordert die Absolvierung von diversen Rennevents, die nochmals in diversen Renn-Serien unterteilt sind. Positiv hebe ich hervor, dass uns die Entwickler die Möglichkeit geben die Renndisziplin in der wir unsere Karriere starten und fortsetzen wollen selbst bestimmen können. Dazu zählen 104 Events, die euch im Karrieremodus zur Auswahl stehen.
Als negativer Aspekt sehe ich die geringe Abwechslung hinsichtlich der Aufgaben, da die Anzahl der Rennevents zwar umfangreich ist, jedoch ziemlich eintönig verläuft. Auf diese Weise macht sich eine schlechtere Spielmotivation bemerkbar. Hier hätte man durchaus mehr Variationen einbringen können, um nicht nur quantitativ einen guten Eindruck zu machen.

Im Vergleich zu den früheren Ablegern habt ihr keine Möglichkeit mehr neue Sponsoren auszuwählen. Ihr könnt lediglich eure Erfahrungspunkte steigern, in dem ihr erfolgreiche Resultate bei den Events erzielt und mit den gewonnenen Erfahrungspunkten neue Fahrzeuge oder Teamkollegen erwerbt. Zudem könnt ihr auch die Optik eurer bestehenden Fahrzeuge verändern und mit neuen Accessoires versehen. Im Großen und Ganzen ist dies jedoch zu wenig, um den Spieler auf Dauer an den Karrieremodus zu binden. Viel wichtiger wäre es gewesen Elemente freischaltbar zu machen, welche die eigene Fahrzeugleistung verbessern und einen Vorteil bei den anstehenden Rennevents verschaffen. Lobenswert ist dennoch, dass in Puncto Umfang die Entwickler uns bis zu 65 lizensierte Fahrzeuge zur Auswahl stellen.

GRID – Die Intensität erreicht ein Maximum

Der Spielspaß steht bei GRID im Mittelpunkt und das versuchen die Entwickler auch konsequent durch das gesamte Spiel zu bieten. Dementsprechend könnt ihr euch auf eine intelligente KI einstellen, die ein entsprechend gutes Fahrverhalten an den Tag legt. Je höher ihr eure Schwierigkeitsstufe setzt, umso intensiver sind die Auseinandersetzungen mit euren Kontrahenten. Diese werden euch an das Leistungslimit bringen und euch abverlangen mit hoher Konzentration ans Werk zu gehen.
Positiv ist vor allem, dass im Vergleich zu den anderen Rennspielen die KI nicht auf unsportliche Mittel zurückgreift, sondern immer auf legalen Weg versucht die besten Positionen eines Rennens zu erreichen. Dennoch kann es aufgrund der hohen Intensität und Geschwindigkeit zu Kollissionen kommen, die wiederum erheblichen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Rennens haben. Die Fahrzeugschäden fühlen sich dabei enorm realistisch an.
Als Abwechslung in der Spielmodi steht euch der Multiplayer-Modus zur Auswahl, in dem ihr eure Fahrkünste mit Spielern aus aller Welt messen könnt. Dabei könnt ihr euch auch privat mit Freunden in Lobbys treffen. In unserem Test haben wir in den Multiplayer-Rennen eine gute Erfahrung machen können. Wir konnten innerhalb weniger Sekunden ein Rennen beitreten und es kam nahezu kaum zu einer schlechten Verbindung oder Verbindungsabbrüchen.

GRID – Neuer Maßstab bei der Grafik

Hinsichtlich der Grafik macht GRID einen sehr guten Eindruck. Die Entwickler haben die einzelnen Fahrzeuge äußerst detailliert dargestellt und ermöglichen somit ein authentisches Spielerlebnis. Auch die Umgebung wirkt nicht platt und wird ebenfalls gut in Szene gesetzt. Dies liegt mitunter auch daran, dass die Entwickler auf viele Grafikeffekte einen Wert gelegt haben, wodurch Spiegelungen beziehungsweise Reflexionen und Lichteffekte besonders gut zur Geltung kommen.
In unserem Test konnten wir auf der Playstation 4 Pro keinen Einbruch der FPS-Rate erkennen, was bei einem Rennspiel sehr wichtig ist. Leider haben die Entwickler neben der Optik, der Soundkulisse weniger Beachtung geschenkt. Dies wird deutlich durch die Soundeffekte der Fahrzeugmotoren und der wenig berauschenden Musik im Spielmenü. Auch die deutschen Kommentatoren machen keinen guten Eindruck und vermitteln nicht das Spielgefühl, dass GRID eigentlich aufgrund der Spieltiefe und Intensität verdient hat.

Fazit
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass GRID einen hohen Unterhaltungswert auf den Rennstrecken bietet. Das Spiel ist einsteigerfreundlich gestaltet und gibt auch Arcade-Liebhabern die Möglichkeit in das Genre einzufinden. Für erfahrene Spieler bietet es sich an die möglichen Unterstützungsoptionen wie die Fahrhilfe zu deaktivieren. GRID ist ein Rennspiel, welches für den Gelegenheitsspieler entwickelt wurde und auch aufgrund der intelligenten KI anspruchsvoll gestaltet worden ist.
7
solide

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