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Nelke & the Legendary Alchemists: Ateliers of the New World (PS4) Test

Nelke & the Legendary Alchemists: Ateliers of the New World

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7

Nelke & the Legendary Alchemists: Ateliers of the New World

7.0/10

Pros

  • Viele bekannte Gesichter
  • Nostalgiebonus
  • Tolle Story

Cons

  • Kampfsystem zu stark vereinfacht
  • Kaum RPG-Elemente
  • Nur Englischen Untertitel

Die Welt der Alchemie lädt mal wieder ein. In Nelke & the Legendary Alchemists: Ateliers of the New World erlebt ihr ein etwas anderes Abenteuer der Reihe. Ob uns die neue Richtung gefallen hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Seit nun mehr als 20 Jahren, können sich Spieler in die Welt der Alchemie stürzen. Dabei wurden mit jedem Teil neue Geschichten und damit auch neue Charaktere vorgestellt. Kein Wunder also, dass die Atelier-Reihe mittlerweile über unzählige Charaktere verfügt, die sich in die Herzen der Spieler geschlichen haben. Mit den zumeist unkomplizierten Slice-of-Life Geschichten, die die Reihe auszeichnen, sind sympathische Charaktere so wichtig, wie in kaum einem anderen RPG. Da die Spiele jedoch auch in unterschiedlichen Universen stattfinden, war es bisher eher unwahrscheinlich, Charaktere aus frühen Teilen wiederzusehen.

Glücklicherweise hielt das die kreativen Köpfe von Gust Co. Ltd. nicht davon ab, einen Weg zu finden, um eben genau das zu ermöglichen. In Nelke & the Legendary Alchemists: Ateliers of the New World dürfen Fans der Serie sich also auf zahlreiche Wiedersehensmomente freuen. Denn diesmal sind Charaktere aus jedem bisherigen Teil der Reihe vertreten.

Die Pflichten einer Aristokratin

In Nelke & the Legendary Alchemists schlüpft ihr in die Rolle der namensgebenden Nelke. Das besondere an Nelke ist jedoch, dass sie keine Alchemistin ist. Nelke kommt aus einem Adelshaus und wurde als Aristokratin ausgebildet. Auch wenn sie sich für Alchemie interessiert, gehörte eben diese leider nie zu ihren Stärken. Während ihrer Studien stößt Nelke jedoch auf Hinweise zum Verbleib eines mächtigen Artefakts des ursprünglichen Alchemisten, dem sogenannten Granzweit Tree. Um den Hinweisen nachgehen zu können, erklärt sich Nelke bereit, im Namen ihres Vaters die Führung des nahe gelegenen, verschlafenen Dörfchens Westwald zu übernehmen.

Eure beiden Aufgaben im Spiel werden es also sein, den Granzweit Tree zu finden und Das Dorf Westwald zu einer florierenden Handelsstadt aufzubauen. Eine große Aufgabe, vor allem für jemanden ohne alchemistische Fähigkeiten. Zum Glück bleibt das Dorf jedoch nicht lange ohne Alchemisten. Bereits kurz nachdem ihr in Westwald angekommen seid, trefft ihr auch schon auf Marie. Genauer gesagt auf Marie aus Atelier Marie: The Alchemist of Salburg. Und sie soll nicht die einzige bleiben. Im Laufe des Spiels schließen sich immer mehr Alchemisten und deren Begleiter eurer Suche nach dem Granzweit Tree an.

Eine Stadt im Aufbau

Anders als in den bisherigen Atelier-Teilen, stellt sich Nelke & the Legendary Alchemists nicht als RPG dar. Stattdessen lässt es sich eher einer vereinfachten Art der Wirtschaftssimulationen zuordnen. Das Spiel unterteilt sich in mehrere Runden. Jede Runde besteht aus zwei Phasen. Dem Workday und dem Holiday. Während eines Workdays müsst ihr verwalterische Aufgaben übernehmen. Dazu gehört das Errichten von Gebäuden wie Shops, Farmen oder Ateliers für eure Alchemisten. Jedes Gebäude kostet eine bestimmte Menge an Geld, sowie Rohstoffe. Nachdem ein Gebäude errichtet wurde, könnt ihr ihm einen Besitzer, also einen Alchemisten oder einen ihrer Begleiter, zuweisen. Je nach Fähigkeiten der zugewiesenen Charaktere, steigt die Effizienz der Gebäude. Zudem könnt ihr nun festlegen, was synthetisiert, angepflanzt oder verkauft werden soll.

Im Wesentlichen geht ihr dabei immer wie folgt vor: Eure Farmen und Felder produzieren Rohstoffe. Diese werden von den Alchemisten in ihren Ateliers zu neuen Gegenständen verarbeitet. In den entsprechenden Shops könnt ihr die Gegenstände dann gewinnbringend verkaufen und so neue, bessere Gebäude bauen. je mehr ihr erwirtschaftet und je mehr Gebäude ihr errichtet, umso größer wird euer Dorf, bis es sich letztlich zu einer Stadt entwickelt. Dabei könnt ihr im Verlauf des Spiels auch immer mehr Distrikte zu eurem ursprünglichen Dorf hinzu erwerben, um weitere Bauplätze und eine höhere maximale Bevölkerungsgrenze zu bekommen.

Zudem könnt ihr in der Workday-Phase auch Forschung betreiben. Diese bringt neben neuen Alchemierezepten vor allem die Erkundung des Granzweit Trees voran. Um bestimmte Forschungszweige jedoch freizuschalten, müsst ihr zunächst die entsprechenden Alchemisten im Dorf aufgenommen haben und euch mit diesen angefreundet haben.

In der Holiday-Phase jeder Runde lassen sich dann schon eher wieder RPG-Elemente finden. Hier habt ihr die Möglichkeit, euren Dorfbewohnern Besuche abzustatten. Diese Besuche lösen wiederum Dialoge und besondere Events zwischen den einzelnen Charakteren aus. Des Weiteren erhöhen sie euren Freundschaftslevel, was wiederum neue Rezepte oder sogar Gebäude freischaltet.

Darüber hinaus könnt ihr in dieser Phase auf Erkundungstour gehen, um das Umland nach neuen Ressourcen abzusuchen. In 2D-Sidescroller Manier laufen eure ausgewählten Charaktere dann über den Bildschirm und sammeln Ressourcen im gewählten Gebiet. Zwischenzeitlich kann es dabei dann zu rundenbasierten Kämpfen kommen, die jedoch in keiner Weise fordernd sind und sogar komplett automatisch abgehandelt werden können. Erkundet ihr ein Gebiet vollständig, schaltet ihr gegen ein paar Goldmünzen das nächste Gebiet frei und könnt dort höherwertige Ressourcen finden. Habt ihr den Dreh erstmal raus, dauert eine komplette Runde keine 10 Minuten.

Zeit für Zeitmanagement

Wie bereits in einigen anderen Teilen der Atelier-Reihe habt ihr auch diesmal wieder ein Zeitlimit. Denn euer Vater will Ergebnisse sehen. In Regelmäßigen Abständen müsst ihr daher besondere Aufgaben für euren Vater übernehmen. So müsst ihr etwa zwei große Gebäude in einer fest vorgegebenen Anzahl an Runden errichten. Oder die Bevölkerungszahl eures Dorfes auf einen bestimmten Wert bringen. Diese „Hauptaufgaben“ geben euch einen entsprechenden Rahmen vor, worauf ihr euch in den nächsten Runden konzentrieren solltet. Neben den Hauptaufgaben bekommt ihr zudem ebenfalls zeitlich begrenzte Nebenaufgaben, deren Erfüllung euch meistens auch bei der Erfüllung der Hauptaufgabe helfen.

Fazit
Mit Nelke & the Legendary Alchemists schlägt Gust Co. Ltd. eine mutige neue Richtung ein. Die RPG-Elemente wurden nahezu vollständig entfernt und stattdessen durch Aufbausimulations-Elemente ersetzt. Die serientypische Slice-of-Life Story ist jedoch erhalten geblieben. Was das Spiel in meinen Augen für Fans der Serie jedoch besonders macht, sind die zahlreichen Charaktere aus den früheren Teilen der Atelier-Reihe.
Gut
  • Viele bekannte Gesichter
  • Nostalgiebonus
  • Tolle Story
Weniger Gut
  • Kampfsystem zu stark vereinfacht
  • Kaum RPG-Elemente
  • Nur Englischen Untertitel
7
solide
... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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