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Those Who Remain (PS4) Test

Das Umsetzen von Horrorspielen ist immer eine Klasse für sich. Resident Evil, Silent Hill, Outlast oder auch Evil Within sind sehr gute Beispiele, um sich selbst mal einen Abend an der Konsole zu erschrecken. Those Who Remain bringt nahezu alles mit was man für einen erfolgreiches Horrorspektakel benötigt, doch reicht es, um mit den Top Titeln mitzuhalten?

Those Who Remain – Lügen, Illusionen und … niemand da?

Edward, ein etwas frustrierter, trauriger Ehemann suhlt sich in Selbstmitleid, als er sich auf einen weiteren Vergnügungsabend mit seiner Geliebten in einem ranzigen Motel vorbereitet. Im Motel angekommen erwartet ihn allerdings nichts außer Leere. Keine Menschenseele und auch sonst erscheint alles eher trostlos und verlassen. Doch nachdem ihm sein Wagen auch noch gestohlen wird und er anfängt merkwürdige Dinge zu hören und zu sehen, ahnt er, dass dies keine gute Nacht wird. Das Szenario könnte man passender nicht aussuchen. Eine dunkle Atmosphäre und die Stille verpassen Those who Remain genau das Fundament, welches man für ein gutes Horrorspiel benötigt. Auf Horrormusik wird aber fast durchgehend verzichtet, ist allerdings auch nicht weiter nötig. Kleinigkeiten wie bspw. knarrende Holzbretter, quietschende Schilder oder flackernde Lichter runden das Gesamtbild ab.

Those Who Remain – Mit kleinen Rätseln zum Ziel

Those who Remain setzt sich, entgegen der meisten anderen Spiele aus dem Genre, nicht mit übertriebener Action auseinander, sondern liegt mehr Wert auf Rätsel und kleine Herausforderungen. Die Rätsel sind in der Regel ziemlich einfach zu meistern und bei den meisten Aktionen wird man auch drauf hingewiesen, dass man an dieser Stelle jetzt interagieren kann. Hier endet auch schon fast euer Repertoire an Interaktionsmöglichkeiten. Ihr könnt Gegenstände aufheben und werfen, oder wenn ihr bestimmte Gegenstände findet, die man zum Weiterkommen benötigt, dann könnt ihr auch diese dementsprechend einsetzen.

Those Who Remain – Schattenmenschen mit Mistgabeln und leuchtenden Augen

Zum Überleben ist es sehr wichtig, dass ihr euch immer in gut beleuchteten Bereichen aufhaltet. Die Rätsel basieren auch fast alle genau da drauf. Solltet ihr euch nämlich in eine komplett finstere Ecke begeben, dann könnt ihr euch sicher sein, dass ihr sterbt. Denn im finsteren Schatten lauern eure Feinde, die Dorfbewohner, die mit Mistgabeln, Messern oder ähnlichem euch niedermetzeln. Viel erkennt man nicht von den Schattenmenschen, lediglich leichte Silhouetten und charakteristisch die finster leuchtenden, blauen Augen.

Ab hier verblasst leider dann auch das Horrorszenario. Während man bei anderen Spielen sich darauf einstellen muss, dass man verfolgt wird, ist das Those who remain eher selten der Fall. Es gibt auch teilweise Monster, die euch verfolgen können, allerdings haben die meistens einen einfach vorgegebenen Laufweg, den man in der Regel recht einfach umgehen kann. Bedeutet also, dass ihr eigentlich immer auf der sicheren Seite seid und in Ruhe nach einem Schlüssel oder nach einer Lösung für euer Vorankommen Ausschau halten könnt.

Fazit
Leider kann Those Who Remain meine Erwartungen nicht erfüllen. Am Anfang des Spiels baut sich eine leichte Horrorstory auf, die allerdings schnell verflacht und einen nicht wirklich gruselt. Die genutzte Engine wirkt veraltet. Die Gegenstände, die man aufhebt, schweben meistens wie von Geisterhand in der Luft und eurer Bewegungsradius ist teilweise sehr langsam und behäbig. Auch die Rätsel sind sehr simpel und stellen den Spieler vor keiner Herausforderung. Sehr schade ist allerdings, dass das Spiel auf der PS4 sehr stark ruckelt und man mit der Zeit einfach den Spaß verliert. Auch die Monster sind nicht sonderlich gruselig und teilweise sehr schlecht animiert und die KI bietet Innovation. Die Ladezeiten werden mit düsteren Zitaten diversen bekannter Persönlichkeiten gefüllt und auch die Schauplätze sind wirklich gut gelungen. Aber seien es nun die Autos, die Gebäude, das Mobiliar oder gar anderen Menschen, die man auf seinem Abenteuer trifft, sind diese schlecht gestaltet und teilweise sehr statisch.
Gut
  • Toller Horrorschauplatz
Weniger Gut
  • FPS-Einbrüche
  • Zu leichte Rätsel
  • Kein Nervenkitzel
  • Behäbige Steuerung
  • Schlecht gestaltende „Horrorwesen“ und sonstige Objekte
5
Okay

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