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Sea of Solitude (PS4) Test

User Rating: 7

Bei Sea of Solitude dreht sich alles um Kay und ihr innerer Konflikt, der durch ihr Privatleben entstanden ist. Verzweifelt versucht sie sich mit ihren Ängsten und Sorgen auseinanderzusetzen um endlich inneren Frieden zu finden. Mehr dazu erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Sea of Solitude – Das Meer der Einsamkeit

Stellt euch darauf ein, dass Sea of Solitude nichts für Kinder ist. Kay landet in einer komplett überschwemmten Stadt mitten in Deutschland und versucht Antworten zu finden, indem sie mit ihrem Motorboot alles erkundet. Mit der Zeit wird einem bewusst, dass man sich in einer einsamen und verlassen Welt befindet. Alles wirkt zunächst freundlich so lange wie das Wetter sonnig und schön ist. Das Wetter ist allerdings ebenfalls von Kay’s Gemütszustand abhängig. Auf eurer Reise begegnen euch unterschiedliche Charaktere, die Auswirkungen auf euren seelischen Zustand haben.
Zunächst werdet ihr von einem freundlichen, unbekannten Mädchen begrüßt und amüsiert euch sogar in Versteckspielen. Doch bald holen euch eure Ängste ein und ihr werdet mit verschiedenen Szenarien aus Kay’s Leben konfrontiert. Hierbei sind die Ängste personifiziert in einer dunklen furchteinflößenden Frau unter einer Muschel und einer Art Raubfisch, die euch entweder verschlingen oder den Weg versperren. Kay selbst erscheint auch merkwürdig, da sie ebenfalls komplett in schwarz ist und mit ihren roten Augen nicht gerade ein Hingucker ist.

Sea of Solitude – Mehr Sorgen mehr Atemnot

Kay verfügt über ein Leuchtsignal, welches sie abfeuern kann um den richtigen Pfad zu finden und kann gewisse Spots lösen. Doch ist sie während ihrer Reise zunächst blind vor den Problemen und Konflikten, die sie während ihres Alltags durchweg ignoriert hat. Mit mehr Spielzeit wird einem bewusst, dass Kay unter erheblichen Depressionen leiden muss und dadurch Freunde und Familie vernachlässigt hat, obwohl auch diese etliche Probleme mit sich tragen.
Während ihrer Odyssee setzt sie sich das erste Mal mit den Problemen aller auseinander und erkennt, dass ihr Leben nicht so rosig gewesen ist, wie sie es sich eigentlich immer vorgestellt hat. Sea of Solitude unterstreicht die Depressionen mit sämtlichen Umwelteinflüssen. Wenn Kay’s Sorgen wachsen, sie sich verloren und einsam fühlt, dann steigt das Wasser. Mehr Wasser bedeutet mehr Sorgen, mehr Ängste. Mit der Zeit entwickelt sie auch neue Ängste und Zweifel, die ihr sichtlich zusetzen.
Selbsterkenntnis führt zu Frieden
Kay rettet mit der Zeit nach und nach ihre Familie, die ebenfalls im Meer der Depressionen gefangen ist, bis sie Schlussendlich ihre größte Angst und Einsamkeit bewältigen muss. Nur durch Selbsterkenntnis gelangt sie ans Ziel und kann Frieden mit sich und der düsteren einsamen Welt schließen.

Fazit
Sea of Solitude ist in der Tat ein schönes Spiel. Mit dem gesellschaftskritischen Thema greifen die Macher reale Erlebnisse anderer depressiver Menschen auf und verarbeiten es sehr schön in 12 Kapitel. Mit der Zeit wird auch der Spieler nachdenklich und befasst sich mit seinen eigenen Problemen. Die doch einfache Grafik fasziniert einen dennoch, da man sich zwischendurch einsam fühlt und sich absolut in die Situation versetzen kann. Die dezente, musikalische Untermalung verpasst dem Spiel die optimale Atmosphäre. Leider ist Sea of Solitude relativ schnell, nach gut 3-4 Stunden, durchgespielt. Aber viel länger dürfte es auch nicht sein, weil einige Kapitel dann doch etwas zäh wirken. Spielern die bereits an Depressionen leiden, würde ich das Spiel nicht empfehlen, weil die Thematik des Spiel ein guter Nährboden für weitere Ängste ist. Alle anderen sollten definitiv einen Blick auf Sea of Solitude werfen. Es sind keine Addon’s zu erwarten.
Gut
  • Tolles Zusammenspiel zwischen Grafik und Musik
  • Gesellschaftskritisches Thema
  • Kleine Sidemisionen verfügbar
Weniger Gut
  • Schlechte Synchronisation (nur englische Sprachausgabe, die allerdings sehr einfach ausfällt)
  • Einige Kapitel wirken zu kitschig und verderben das Spielerlebnis
7
solide

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