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007 First Light
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TestberichtePlayStation 5

007 First Light (PS5) Test

Spieletester.de Redaktion
Spieletester.de Redaktion
Veröffentlicht am: 8. Juni 2026
Letztes Update: 8. Juni 2026
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33 Min. Lesezeit
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9.4
Review Overview

In 007 First Light kehrt der wohl berühmteste Geheimagent der Welt nach 14 Jahren Funkstille mit einem gewaltigen Blockbuster auf unsere Bildschirme zurück. IO Interactive hat sich dieser gewaltigen Aufgabe gestellt und für uns eine völlig eigenständige Entstehungsgeschichte erschaffen. Meine Erwartungen waren nach den herausragenden Erfolgen des dänischen Studios natürlich enorm hoch: Wir schlüpfen nicht in den bereits perfekt sitzenden Maßanzug eines erfahrenen Superhelden, sondern begleiten einen noch rohen Rekruten auf seinem steinigen Weg zum legendären Doppelnullagenten. Euch erwartet eine herrlich frische Mischung aus tiefgehender Dramatik und dröhnender Action. Mehr dazu erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen auf Spieletester.de.

Inhalt
  • 007 First Light  – Ein stürmischer Auftakt im eiskalten Wasser
  • 007: First Light – Die harte Schule der britischen Spionage
  • 007: First Light – Von Verrat und künstlicher Intelligenz
  • 007: First Light – Ein frisches Gesicht für die James Bond-Legende
  • 007: First Light – Die feine Kunst der lautlosen Infiltration
  • 007 First Light – Bleihaltige Auseinandersetzungen und wuchtige Fäuste
  • 007 First Light – Grafische Brillanz und technische Details
  • 007: First Light – Langzeitmotivation im virtuellen Simulator
  • Fazit
    • Auf welchen Plattformen ist 007 First Light spielbar?
    • Ist das Spiel ein direktes Remake eines Bond-Films?
    • Wie lange ist die Spielzeit der Kampagne?
    • Gibt es eine deutsche Synchronisation?
    • Was macht den TacSim-Modus so besonders?
    • Ist eine permanente Internetverbindung erforderlich?
    • Wie schlägt sich die Performance auf der Konsole?
    • Sind die Stealth-Elemente mit Hitman vergleichbar?
    • Kann man Gadgets unbegrenzt einsetzen?
    • Ist das Spiel für Einsteiger des Action-Genres geeignet?

007 First Light  – Ein stürmischer Auftakt im eiskalten Wasser

Direkt in den ersten Sekunden werfen uns die talentierten Entwickler von 007 First Light buchstäblich in die eiskalten Fluten Islands und fesseln sofort unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Irgendwo im stark verregneten Niemandsland stürzt ein britischer Hubschrauber unter extrem mysteriösen Umständen ab. Plötzlich findet sich der erst 26-jährige Soldat des Special Air Service in einer unfassbar feindlichen Umgebung wieder. Ohne große Vorwarnung startet in 007 First Light ein hochintensives Überlebensszenario in der totalen Dunkelheit. Zuerst müsst ihr euch mühsam durch die widrigen Wetterbedingungen kämpfen um überhaupt irgendeine Orientierung zu finden. Überall lauern bis an die Zähne bewaffnete Söldner einer mysteriösen privaten Miliz die absolut keinen Spaß verstehen. Sofort fällt die unglaublich drückende und dichte Atmosphäre dieser allerersten Spielminuten extrem positiv auf.

Genau an diesem eisigen Ort zeigt die hauseigene Glacier Engine, was sie in 007 First Light wirklich leisten kann. Kühler peitschender Regen prasselt spürbar schwer auf die durchnässte Kleidung eurer frierenden Spielfigur. Wunderschöne und bedrohliche Lichteffekte brechen immer wieder dramatisch durch die extrem dichten Wolkenwände am Nachthimmel. Später trefft ihr in dieser unwirtlichen und gefährlichen Gegend völlig unerwartet auf eine junge britische Kontaktperson namens Moneypenny. Daraufhin entwickelt sich in 007 First Light rasant eine unvorhergesehene Rettungsmission für gestrandete zivile Geiseln. Euer junger Protagonist ignoriert dabei völlig respektlos die direkten Befehle seiner strengen Vorgesetzten. Stattdessen folgt er stur seinem eigenen moralischen Kompass um unschuldige britische Leben zu retten.

Dadurch zieht er zwangsläufig die sehr kritische Aufmerksamkeit der neu ernannten MI6 Direktorin M auf sich. Letztendlich führt dieser waghalsige aber durchaus erfolgreiche Einsatz zur Rekrutierung in ein MI6-Ausbildungsprogramm und zur offiziellen Aufnahme in das frisch reaktivierte Doppelnull-Programm der britischen Regierung. Ich spürte in diesen Momenten förmlich die pure cineastische Energie, die dieses Spionageabenteuer von Beginn an ausstrahlt.

die eiskalten Fluten Islands

007: First Light – Die harte Schule der britischen Spionage

Nachdem die lebensfeindlichen eisigen Gefilde Islands in 007 First Light erfolgreich hinter uns liegen wechselt das Setting der Geschichte auf einen Schlag dramatisch. Auf der sonnigen Mittelmeerinsel Malta befindet sich ein streng geheimes und bestens bewachtes Ausbildungslager des britischen Geheimdienstes. Dort absolviert die neue Rekrutin oder der unerfahrene Rekrut ein überraschend ausgedehntes und detailliertes Tutorial. Knapp 4 Stunden nimmt sich die Handlung von 007 First Light ausgiebig Zeit um euch alle wesentlichen Spielmechaniken schonend und logisch beizubringen.

Einige ungeduldige Spieler könnten diese anfängliche Phase durchaus als etwas langatmig und zäh empfinden. Mich persönlich hat diese wesentlich ruhigere Gangart jedoch enorm fasziniert und sofort extrem tief in die Spielwelt gezogen. Behutsam erlernt ihr in den sicheren Räumen von 007 First Light die wichtigen Grundlagen der sozialen Infiltration und des wuchtigen Nahkampfes, die klar an die ausgefeilten Stealth-Mechaniken aus Hitman 3 auf der PS5 erinnern.

Gleichzeitig knüpft der ehrgeizige Held erste zarte Bande zu seinen neuen eifrigen Mitbewohnern Monroe und Cressida. Innerhalb dieser ungewöhnlichen Wohngemeinschaft entstehen wunderbar menschliche und extrem verletzliche Momente fernab der knallharten Action. Oft sitzen die angehenden Agenten abends gemütlich bei einem Drink zusammen und diskutieren völlig offen über ihre tiefsten Ängste. Derartige Charakterzeichnungen verleihen der gesamten Erzählung eine unglaubliche narrative Tiefe die ich so niemals erwartet hätte.

Zusätzlich tritt der überaus grimmige Ausbilder John Greenway wuchtig und dominant auf den Plan. Großartig verkörpert von dem bekannten Schauspieler Lennie James bringt dieser Mentor eine faszinierende psychologische Dynamik in das tägliche Geschehen. Einerseits fordert er absolute militärische Disziplin und sture Regeltreue von seinen teils sehr unerfahrenen Schülern. Andererseits erkennt er erstaunlich früh das immense tödliche Potenzial seines rebellischen und ungestümen Schützlings. Jene komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen heben das Erlebnis weit über ein simples Ballerspiel hinaus.

Harte Schule der Spionage

007: First Light – Von Verrat und künstlicher Intelligenz

Thematisch dreht sich die fesselnde Haupthandlung von 007 First Light erfreulicherweise um hochaktuelle und extrem brisante gesellschaftliche Probleme unserer modernen Zeit. Im Zentrum der weltweiten globalen Verschwörung steht die unaufhaltsame und bedrohliche Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Moderne Informationstechnologien bergen laut der düsteren Geschichte von 007 First Light gewaltige unkontrollierbare Gefahren für die Stabilität der gesamten freien Welt. Zahlreiche intensive und brillant geschriebene Dialoge befassen sich sehr kritisch mit der gezielten Manipulation von Massenmedien durch mächtige und skrupellose Technologiekonzerne. Teilweise wirkt die sehr plakative Darstellung dieser komplexen ethischen Problematik vielleicht ein klein wenig zu klischeehaft oder aufgesetzt.

Ungeachtet der teilweise sehr vorhersehbaren erzählerischen Motive bleibt die Spannungskurve glücklicherweise stets auf einem extrem hohen und packenden Niveau. Allen voran der zentrale Antagonist sorgt mit seiner reinen furchteinflößenden Präsenz sehr oft für wohlige Gänsehaut. Unerwarteterweise handelt es sich bei dem diabolischen Bösewicht in 007 First Light um den längst abtrünnigen Exagenten mit der legendären Nummer 009. Gespielt von der weltberühmten Musiklegende Lenny Kravitz strahlt dieser zutiefst kaputte Charakter eine bedrohliche und eisige Ruhe aus. Sein von schrecklichen Narben gezeichnetes Gesicht verbirgt er theatralisch hinter einer furchteinflößenden goldenen Hyperion Maske. Immer wieder kreuzen sich die blutigen Wege der beiden zutiefst verfeindeten Spione an den exotischsten und gefährlichsten Orten der Welt.

Leider offenbart das Skript von 007 First Light die wahren vernichtenden Absichten des charismatischen Schurken erst ganz spät im letzten actionreichen Drittel des Spiels. Vorher tappen wir als ahnungslose Akteure vor den Bildschirmen größtenteils völlig im Dunkeln was den übergeordneten Masterplan angeht. Ein ehrgeizig versuchter Plottwist verfehlt seine erhoffte emotionale Wirkung deshalb nur denkbar knapp weil einfach zu wenig Vorarbeit geleistet wurde. Dennoch fiebert ihr unweigerlich und mit stark schwitzigen Händen dem großen finalen Aufeinandertreffen entgegen.

gesellschaftliche Probleme unserer modernen Zeit

007: First Light – Ein frisches Gesicht für die James Bond-Legende

Im Vorfeld der lang ersehnten Veröffentlichung von 007 First Light wurde über die extrem mutige Besetzung der ikonischen Hauptrolle hitzig und kontrovers diskutiert. Schließlich tritt Patrick Gibson in extrem große und traditionsreiche schauspielerische Fußstapfen der britischen Kinogeschichte. Tatsächlich meistert der unglaublich talentierte irische Schauspieler diese gewaltige und einschüchternde Herausforderung in 007 First Light jedoch mit absoluter schauspielerischer Bravour. Anstatt die bekannten ehemaligen Filmstars einfach blind und lieblos zu kopieren erschafft er eine völlig neue und eigenständige Persönlichkeit. Sein facettenreich dargebotener Charakter ist unglaublich arrogant und im gleichen dramatischen Atemzug faszinierend verletzlich. Körperlich erinnert seine ungestüme und extrem aggressive Vorgehensweise sehr stark an die moderne und brutale Ära von Daniel Craig.

Verbale Schlagfertigkeit und enorm charmanter Witz lassen hingegen wohlige warme Erinnerungen an den unvergesslichen Roger Moore wach werden. Gelegentlich blitzt bei harten Verhören durch Gibson in 007 First Light auch die extrem kalte und berechnende Intensität eines Timothy Dalton auf, dessen Bond in The Living Daylights als erstem Einsatz als James Bond 007 zynischer und verletzlicher als frühere Darstellungen wirkte; zugleich war es der letzte Bond-Film mit einem Titel von Ian Fleming.

Gerade im direkten Vergleich berühmter Geheimagenten bleibt der Darsteller dennoch in jeder noch so absurden oder übertriebenen Szene wunderbar authentisch und nahbar. Wenn er direkte Befehle seiner Vorgesetzten ignoriert oder in höchster Todesgefahr zynische Kommentare abgibt wirkt das absolut organisch und glaubwürdig. Selten habe ich eine derart gelungene und zutiefst respektvolle Neuinterpretation eines klassischen Popkulturhelden in einem Videospiel gesehen.

Erstaunlicherweise besitzt dieser blutjunge Agent in 007 First Light noch nicht die weltbekannte kühle britische Eleganz seiner späteren ruhmreichen legendären Jahre. Feine höfische Manieren und den perfekten rhetorischen Umgang mit elitären Gesellschaften muss er sich erst noch mühsam in der Praxis aneignen, und auch die 00-Lizenz erhält Bond erst nach dem Scheitern einer ersten Mission. Sogar das einfache Binden einer klassischen Fliege bereitet ihm anfangs vor dem Spiegel im Hotelzimmer sichtbare motorische Probleme. Derartige winzige aber enorm feine Details machen die berühmte Spielfigur letztendlich unglaublich menschlich und für uns Spieler jederzeit greifbar.

traditionsreiche schauspielerische Fußstapfen

007: First Light – Die feine Kunst der lautlosen Infiltration

Heimliches und überlegt bedachtes Vorgehen gehört zweifellos zu den absoluten Kernkompetenzen eines jeden guten und fähigen Spions. Gewiss erkennt ihr in 007 First Light in diesen speziellen und ruhigen Passagen die dänische Schleichformel der erfahrenen Entwickler sofort wieder. Behutsam schleicht ihr extrem leise durch streng bewachte Museumshallen oder luxuriös ausgestattete Casinos, ohne unnötiges Aufsehen zu erregen. Großzügige Belohnungen winken für eine komplett pazifistische und absolut blutleere Spielweise.

Wer in 007 First Light erfolgreich keinen lauten Alarm auslöst oder wirklich niemanden tötet, sammelt am Ende wertvolle Extrapunkte für sein Profil. Die Missionen lassen euch dabei meist erfreulich frei im Vorgehen, denn unterschiedliche versteckte und clevere Wege führen in den Leveln fast immer verlässlich und sicher zum Ziel. Einerseits könnt ihr unbeobachtet über verrostete Rohrleitungen an gefährlichen Außenfassaden schwindelerregend hoch klettern.

Alternativ nutzt ihr einfach den unglaublichen natürlichen Charme eurer elegant gekleideten Spielfigur. Mithilfe einer speziellen aufladbaren Instinktanzeige redet ihr euch in 007 First Light clever aus extrem brenzligen und verbotenen Situationen heraus. Ein kurzes dominantes Gespräch mit dem unwissenden und oft leichtgläubigen Sicherheitspersonal genügt oft, um aufkommenden Verdacht sofort zu zerstreuen. Gelegentlich gebt ihr in scheinbar aussichtslosen Momenten sogar eine überzeugend vorgetäuschte Kapitulation mit erhobenen Händen vor.

Sobald die leichtgläubigen Wachen ihre schweren Waffen triumphierend senken, schlagt ihr blitzschnell und absolut gnadenlos zu. Verkleidungen und lustige Maskeraden spielen hier im extremen Gegensatz zur eigenen Hitman Serie kaum eine tragende Rolle, auch wenn einzelne outfits eingeschränkt als taktisches Mittel vorkommen. Traditionelle Tarnanzüge oder gestohlene feindliche Uniformen sucht ihr hier als einfachen Lösungsweg meist völlig vergeblich.

Folglich verlasst ihr euch primär auf clevere technische Ablenkungsmanöver und eure genaue Kenntnis der Umgebung. Belauscht unauffällig private und brisante Gespräche von Angestellten, um wertvolle Hinweise auf versteckte Tresore zu erhalten. Zieht arglosen und stark betrunkenen Passanten im lauten Nachtclub wichtige elektronische Schlüsselkarten heimlich aus den Taschen. Was wäre bitteschön ein waschechter charismatischer britischer Geheimagent ohne seine extrem ausgefallenen technischen Spielereien im Gepäck? Selbstverständlich rüstet der völlig exzentrische Quartiermeister Q euch vor jedem gefährlichen Einsatz in 007 First Light mit diversen genialen Hilfsmitteln aus. Ständig trägt euer cooler Held eine extrem hochmoderne Uhr gut sichtbar am linken Handgelenk. Damit hackt ihr mühelos komplexe elektronische Sicherheitsschlösser oder manipuliert störende Überwachungskameras aus sicherer Ferne.

Spezielle intelligente Kontaktlinsen gewähren euch auf Knopfdruck einen enorm praktischen Röntgenblick durch dicke und massive Wände hindurch. Zusätzlich dürft ihr vor jedem Start einer neuen Mission bis zu 3 völlig weitere verrückte Gadgets auswählen. Meine absoluten ungeschlagenen persönlichen Favoriten waren das tödlich modifizierte Smartphone und das gefährliche kleine Laserarmband. Kleine abgeschossene Giftpfeile aus dem unscheinbaren Telefon rufen bei getroffenen Feinden sofortige und akute Übelkeit hervor. Sofort rennen die bedauernswerten und laut stöhnenden Wächter panisch zur nächsten freien Toilette um sich zu übergeben. Dichte graue Rauchgranaten verbergen sich sehr geschickt in einem eleganten und völlig unscheinbaren goldenen Feuerzeug. Sogar eine modifizierte Spiegelreflexkamera zur Erzeugung von massiven Schockwellen befindet sich in eurem stetig wachsenden beeindruckenden Arsenal.

Um diese überaus mächtigen und coolen Werkzeuge in 007 First Light im Feld zu nutzen, müsst ihr fleißig Ressourcen sammeln. Batterien für elektronische Geräte und chemische Substanzen liegen wirklich überall in der Spielwelt verstreut herum. Auf dem mittleren voreingestellten Schwierigkeitsgrad Normal erwies sich dieses Sammelsystem jedoch rasch als völlig belanglos und unnötig. Massenhaft findet ihr die dringend benötigten Gegenstände in wirklich jeder noch so kleinen und unbedeutenden Ecke der Level. Taktisches und kluges Ressourcenmanagement fällt somit beim normalen Spielen fast komplett und ersatzlos weg.

Einfach blindlings und ohne Reue alle Gadgets abzufeuern führt nahezu immer zum garantierten und sicheren Erfolg. Eventuell sollten sehr erfahrene Gamer daher direkt den allerhöchsten Schwierigkeitsgrad Purist wählen, um eine echte taktische Herausforderung zu erleben. Barrierefreiheit wird glücklicherweise ebenfalls großgeschrieben, da sich anstrengende Quick Time Events auf Wunsch automatisch absolvieren lassen.

Kunst der lautlosen Infiltration

007 First Light – Bleihaltige Auseinandersetzungen und wuchtige Fäuste

Fernab der leisen und eleganten Töne muss ein waschechter packender Agententhriller natürlich auch mal ordentlich laut krachen. Genau in diesen hitzigen Momenten zeigt 007 First Light seine überaus deutlichen Einflüsse aus anderen sehr bekannten und großen Videospielblockbustern. Zuweilen erinnert die brachiale und explosive Inszenierung extrem stark an die berühmten filmischen Schatzsucher Abenteuer eines kalifornischen Studios. Waghalsige spektakuläre Klettereinlagen an abstürzenden brennenden Frachtflugzeugen sorgen in 007 First Light garantiert für extrem schweißnasse Hände an den Controllern. Sobald die schweren Schusswaffen unausweichlich ins Spiel kommen wandelt sich das behutsame Gameplay schlagartig in ein waschechtes action adventure, das offene Sandkasten-Areale mit filmreifen Zwischensequenzen verbindet. Interessanterweise dürft ihr als eifrige Spione nicht jederzeit völlig wahllos und grundlos das tödliche Feuer eröffnen.

Eure strengen bürokratischen Vorgesetzten beim Geheimdienst haben extrem rigide Regeln für den Schusswaffengebrauch auf fremden hoheitlichen Boden erlassen. Erst wenn feindliche Wachen euch in 007 First Light eindeutig bemerken und aktiv attackieren dürft ihr tödliche militärische Gewalt bedenkenlos anwenden. Wegen extrem knapper und seltener Munitionsreserven bleibt ihr in den Arenen ständig gezwungenermaßen in hektischer Bewegung. Andauernd müsst ihr leere Magazine achtlos wegwerfen und bessere geladene Waffen von frisch gefallenen Söldnern hastig aufheben.

Vom Scharfschützengewehr über fette Schrotflinten bis hin zur handlichen MP SB 10 oder der legendären Walther PPK ist alles vertreten. Einmal habe ich einem feindlichen schwer gepanzerten Wächter meine völlig leere Pistole in stylischer Zeitlupe direkt ins Gesicht geworfen. Danach rannte ich sofort mutig auf ihn zu und streckte ihn mit einem wuchtigen Faustschlag endgültig nieder.

Derartige herrlich dynamische und völlig ungeskriptete Momente spielen sich auf dem Gamepad absolut fantastisch und zutiefst befriedigend. Manchmal verlangsamt sich durch den gezielten Einsatz eures Instinkts sogar die Zeit um extrem gezielte Schüsse in die feindlichen ungeschützten Beine zu setzen. Getroffene Feinde lassen vor plötzlichem Schreck ihre schweren Gewehre sofort polternd fallen. Geschickt fängt unsere agile Hauptfigur die begehrte Waffe dann unglaublich elegant aus der Luft auf.

Leider trüben unfassbar nervige und ständige Granatenwürfe der feigen Kontrahenten in 007 First Light gelegentlich den unbeschwerten Actionspaß. Ununterbrochen werfen die hinterlistigen Schurken explosive Sprengkörper zielsicher in eure eigentlich sichere Deckung da ihr selbst keine Granaten ausrüsten dürft. Neben den ohrenbetäubenden und hitzigen Feuergefechten spielt der direkte unbewaffnete Nahkampf eine essenzielle und extrem zentrale Rolle im Missionsdesign, weil auch der combat viel zur Spannung und zur Wirkung der Figur beiträgt.

Statt auf unglaublich komplexe und lange Tastenkombinationen zu setzen vertraut das Kampfsystem erfreulicherweise auf fließende und enorm rhythmische Bewegungen. Gelbe auffällige Markierungen signalisieren euch frühzeitig blockbare leichte Nahkampfangriffe der heranstürmenden wütenden Schläger. Rote aufblinkende Warnsignale zwingen euch hingegen gnadenlos zum extrem schnellen und rettenden Ausweichen. Blitzschnell kontert ihr dann die übermütigen Feinde mit überaus brutalen und extrem knochenbrechenden Manövern. Umgebungsobjekte lassen sich bei diesen gewalttätigen Tänzen in 007 First Light wunderbar organisch in die wilden Prügeleien einbinden. Gnadenlos schmettert ihr feindliche Köpfe krachend gegen massive weiße Waschbecken oder dicke Tische aus hartem Eichenholz. Wuchtiges haptisches Trefferfeedback der modernen Controller sorgt hierbei durchgehend für ein enorm befriedigendes und sattes Spielgefühl.

Gleichwohl gibt es bei genauerer Betrachtung berechtigte und laute Kritik an der oft völlig überforderten Kameraführung. Mangels einer wirklich festen und zuverlässigen Anvisierfunktion verliert ihr bei mehreren angreifenden Gegnern sehr rasch den nötigen taktischen Überblick. Völlig wild und unkontrolliert dreht sich die Perspektive manchmal ruckartig im Kreis und sorgt für leichte Übelkeit. Erschwerend kommt leider hinzu dass die allgemeine Steuerung bei kontextsensitiven Aktionen in Stresssituationen völlig überladen und klobig wirkt. Häufig wollte ich im Eifer des Gefechts eigentlich eine herumliegende leere Glasflasche greifen und werfen. Ungewollt drückte mein tapferer Spion stattdessen seelenruhig den unbedeutenden Schalter eines benachbarten Radios. Solche wirklich ärgerlichen kleinen Fehler stören den ansonsten großartigen Flow der intensiven Kämpfe spürbar.

Nichtsdestotrotz arten die Schlägereien dank der coolen und kinoreifen Finisher sehr selten in echten Frust aus. Übrigens dürft ihr gelegentlich auch rasante Verfolgungsjagden in einem knallgelben Aston Martin DBS oder einem wuchtigen Müllwagen absolvieren. Zwar steuern sich diese Fahrzeuge angenehm unterschiedlich aber diese fesselnden und linearen Sequenzen sind leider viel zu schnell wieder vorbei. Eines der wirklich allergrößten und nervigsten Probleme des gesamten Spiels offenbart sich gnadenlos beim künstlichen Verhalten der unzähligen Widersacher.

Taktische Intelligenz scheint für die gegnerischen schwer bewaffneten Söldner in 007 First Light ein absolutes und völlig unbekanntes Fremdwort zu sein. Bewusstlose und laut stöhnende Kollegen am Boden werden von den patrouillierenden Wachen konsequent und völlig blind ignoriert. Kurz wundern sie sich vielleicht lautstark über den regungslosen liegenden Körper direkt vor ihren eigenen Füßen.

Wenige Sekunden später kehren sie jedoch schon wieder völlig seelenruhig auf ihren ursprünglichen langweiligen Posten zurück ohne Kollegen zu wecken. Keine Söldner schlagen in solchen Momenten ernsthaft lauten Alarm oder rufen panisch nach rettender militärischer Verstärkung. Dumm und extrem vorhersehbar agieren die Feinde leider auch während extrem lauter und unübersichtlicher Schusswechsel. Stur rennen sie wie die Lemminge frontal und ohne Deckung in eure todbringende Schussbahn. Flankierende schlaue Manöver oder ansatzweise intelligente Taktiken im Teamverband fehlen hier leider komplett und schmerzlich. Manchmal bleiben sie auch einfach völlig regungslos hinter hauchdünnen zerbrechlichen Holzkisten stehen und warten auf ihren sicheren Tod.

Aufgrund dieser eklatanten geistigen Aussetzer geratet ihr als erfahrener Profi sehr selten ernsthaft in echte Bedrängnis. Erfreulicherweise lockern extrem kreative und toll inszenierte Bosskämpfe den ansonsten sehr simplen Gegneralltag ein wenig auf. Ein ganz spezifischer Endgegner gegen Ende der Handlung enttäuscht hierbei hingegen auf ganzer frustrierender Linie. Spielerisch verkommt dieses potenziell absolut epische Duell leider zu einem völlig stumpfen und anspruchslosen Tastendrücken durch simple Quick Time Events.

wuchtige Fäuste

007 First Light – Grafische Brillanz und technische Details

Visuell liefert das dänische Entwicklerstudio für 007 First Light erwartungsgemäß ein echtes technisches Brett ab, das seinesgleichen auf der aktuellen Konsolengeneration sucht. Dank der extrem leistungsstarken und überarbeiteten hauseigenen Engine erstrahlen die abwechslungsreichen Schauplätze in 007 First Light in vollem Glanz und mit unglaublichem architektonischen Detailreichtum. Eure gefährliche und rasante Reise führt euch temporeich quer über den gesamten farbenfrohen und lebendigen Globus, eingebettet in eine glaubhafte world, wobei neben Bond auch M, Q und Moneypenny zum wiederkehrenden Figurenensemble gehören. Mauritanische verrostete Schiffsfriedhöfe wechseln sich rasant mit schneebedeckten und klirrend eisigen Bergen in der unwirtlichen Antarktis ab.

Prunkvolle Luxushotels in der ländlichen Slowakei laden während eines elitären und ruhigen Schachturniers zur ausgiebigen genauen Erkundung ein. Ebenso beeindruckend und extrem atmosphärisch dicht präsentieren sich die gefährlichen und schwülen Dschungelgebiete im feuchtwarmen Vietnam. Überall wuseln unzählige realistisch animierte computergesteuerte Zivilisten völlig autonom und eifrig herum, was das James Bond-Universum auch rund um den Aufstieg des jungen Agenten greifbar macht.

Gerade in dicht gedrängten und lauten Menschenmengen auf belebten orientalischen Märkten entsteht sofort eine fantastische und greifbare dichte Atmosphäre. Dazwischen funkelt die dynamische und weiche Beleuchtung in den späten Abendstunden geradezu erschreckend fotorealistisch. Reflektionen auf regennassen dunklen Straßen oder spiegelglatt polierten Marmorböden sehen schlichtweg atemberaubend und wunderschön aus. Bedauerlicherweise trübt ein sehr spezifischer kurzer Levelabschnitt dieses ansonsten völlig makellose grafische Gesamtbild von 007 First Light erheblich. Während des 14. Kapitels besucht ihr kurzzeitig eine eigentlich traumhafte paradiesische tropische Inselanlage. Aus völlig unerfindlichen technischen Gründen wirken die Wassereffekte dort massiv veraltet und komplett deplatziert. Böse Zungen könnten glatt behaupten das unruhige pixelige Meer sähe aus wie in dem uralten ersten Far Cry aus dem Jahr 2004.

Abgesehen von diesem merkwürdigen grafischen Ausrutscher bleibt die optische Präsentation glücklicherweise stets auf dem allerhöchsten denkbaren Niveau. Wer auf der normalen Standard PlayStation 5 spielt wählt zwischen einem flüssigen Performance Modus mit 60 Bildern pro Sekunde oder dem hübscheren Qualitätsmodus. Sony Fans mit der deutlich stärkeren PS5 Pro freuen sich exklusiv über eine sehr intelligente und neue Skalierungstechnologie namens PSSR 2. Folglich bleibt die angestrebte hohe Bildrate selbst bei massiven feurigen Explosionen extrem stabil auf 60 Bildern bei überragender optischer Qualität.

Akustisch feuert das verantwortliche dänische Audioteam bei 007 First Light wirklich aus allen verfügbaren und denkbaren Rohren. Wuchtige und enorm basslastige Explosionen bringen das heimische Wohnzimmer bei entsprechender teurer Anlage kräftig zum Beben. Sowie das weltberühmte musikalische Bond Thema dezent erklingt stellt sich sofortige und unweigerliche Gänsehaut auf den Armen ein. Komponiert wurde der durchweg fantastische und atmosphärische Soundtrack von einem sehr renommierten Künstlerduo namens The Flight, die bereits riesige Welten vertonten.

Orchestrale epische Spannungsbögen verschmelzen hierbei meisterhaft mit treibenden und extrem modernen elektronischen Beats. Niemals verkommt die treibende Musik zu einer billigen oder lieblosen plumpen Kopie alter bekannter Orchesterklassiker von John Barry. Zur enorm cineastischen und extrem dichten Atmosphäre von 007 First Light trägt das grandiose emotionale Titellied von Lana Del Rey maßgeblich bei. Begleitet von einem unglaublich stilvollen und künstlerischen abstrakten Vorspann fühlt ihr euch sofort wie im teuren Kino.

Hinsichtlich der allgemeinen Sprachausgabe gibt es jedoch einen massiven und völlig unverzeihlichen Kritikpunkt deutlich zu äußern. Unverständlicherweise verzichtet man bei 007 First Light völlig auf eine hochwertige deutschsprachige Vertonung der zahlreichen Charaktere. Angesichts der enormen globalen Popularität der Marke ist diese rein finanzielle geizige Entscheidung absolut enttäuschend. Wenigstens liefern die beteiligten englischen Originalsprecher eine durchweg herausragende und absolut glaubhafte schauspielerische Leistung ab.

Prunkvolle Luxushotels in der ländlichen Slowakei

007: First Light – Langzeitmotivation im virtuellen Simulator

Irgendwann nach knapp 20 hochspannenden Stunden flimmert unweigerlich der verdiente Abspann über den heimischen Bildschirm. Damit ist eure gefährliche und aufreibende Arbeit für den britischen Geheimdienst allerdings noch lange nicht endgültig beendet. Tief verborgen in den kühlen steinernen Gewölben des Londoner Hauptquartiers wartet ein extrem umfangreicher virtueller Trainingsraum auf euch. Betreut wird dieses hochmoderne VR System von einer überaus charmanten und klugen Psychologin namens Selina Tan. Im sogenannten TacSim Modus absolviert ihr bereits bekannte Story Missionen unter völlig neuen und drastisch erschwerten Bedingungen in Form von Eskalationen und Operationen. Bestimmte aktive Modifikatoren erschweren die ohnehin schon anspruchsvollen Aufträge dabei enorm und zwingen euch zum Umdenken.

Beispielsweise müsst ihr zwingend alle vorgesehenen Ziele völlig ohne den lauten Einsatz von Schusswaffen ausschalten oder eine bestimmte Kleidung tragen. Erfolgreiche und extrem schnelle Abschlüsse belohnen euch mit geheimen und sehr wertvollen Geheimdienstinformationen. Diese gesammelte virtuelle Ingame Währung investiert ihr anschließend in neue hübsche maßgeschneiderte Anzüge oder stark verbesserte Waffensysteme. Globale sichtbare Ranglisten motivieren extrem zur ständigen und fast schon obsessiven Verbesserung der eigenen Bestzeiten im Freundeskreis. Zwar fällt der generelle Umfang dieser virtuellen Simulationen anfangs zum Release noch etwas mager und überschaubar aus.

Trotzdem versprechen die Entwickler bereits regelmäßige und völlig kostenlose inhaltliche Updates für die nähere Zukunft. Die Deluxe-Edition bietet dabei 24 Stunden Vorabzugang. Vorbestellungen für dieses Upgrade sind sogar ohne Aufpreis möglich. Die Legacy Edition enthält zudem eine goldene Waffe als Deko. Insgesamt wirkt sie klar wie ein hochwertiges Sammlerstück. Bald sollen laut offizieller Roadmap sogar aufregende Verfolgungsjagden im Auto als neue Herausforderungen im Simulator hinzugefügt werden. Somit bleibt der allgemeine Wiederspielwert über viele kommende Monate hinweg enorm hoch. Überdies lässt sich der Titel über Xbox Play Anywhere auch nahtlos im Cloud Gaming unterwegs auf dem Tablet oder Smartphone fortsetzen. Geplante Portierungen für die kommende Nintendo Switch 2 versprechen zudem mobilen und unbeschwerten Spielspaß für den späten Sommer 2026.

Fazit

Das epische Actionabenteuer ist zweifellos ein phänomenales und extrem mitreißendes Werk geworden, das fast alle meine Erwartungen spielend übertroffen hat. Endlich bekommt die ausgehungerte Spielerschaft wieder ein hochwertiges und liebevolles Spionagespiel auf dem Niveau bester Hollywood-Blockbuster geliefert. Patrick Gibson etabliert sich sofort als fantastischer und verletzlicher junger Bond, der die Herausforderungen einer Neuinterpretation gekonnt meistert, zumal 007 First Light als Prequel und Soft-Reboot James Bond in einer frischen Ursprungsgeschichte verortet.

Die kinoreife Inszenierung und der fließende Wechsel zwischen lautloser Infiltration und krachenden Feuergefechten motivieren bis zur allerletzten Sekunde ungemein. Auch wenn die gegnerische Künstliche Intelligenz stellenweise Schwächen in der taktischen Tiefe offenbart und das lineare Leveldesign den Wunsch nach mehr spielerischer Freiheit aufkommen lässt, überwiegt der gigantische Spielspaß am Ende deutlich.

IO Interactive hat ein grandioses Fundament für eine hoffentlich noch sehr lange und extrem erfolgreiche Agentenreihe gelegt. Gefühlt besteht die fantastische Erfahrung in 007 First Light zu 15 Prozent aus der bewährten Schleichmechanik der dänischen Attentäter-Spiele und zu 15 Prozent aus der cineastischen Action der bekannten kalifornischen Schatzsucher-Reihe. Stolze 70 Prozent der DNA sind jedoch reine, unverkennbare und fantastische Bond-Magie.

  1. Auf welchen Plattformen ist 007 First Light spielbar?

    Der Titel ist für PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC (via Steam & Epic Games Store) sowie via Xbox Cloud Gaming verfügbar. Eine Version für die Nintendo Switch 2 ist für den Sommer 2026 geplant.

  2. Ist das Spiel ein direktes Remake eines Bond-Films?

    Nein, 007 First Light erzählt eine völlig eigenständige Origin-Story, die in ihrer eigenen Kontinuität spielt und nicht auf einem existierenden Roman oder Film basiert.

  3. Wie lange ist die Spielzeit der Kampagne?

    Die Hauptkampagne umfasst etwa 18 bis 20 Stunden. Durch den TacSim-Modus, Sammelobjekte und zusätzliche Herausforderungen lässt sich diese Spielzeit jedoch deutlich verlängern.

  4. Gibt es eine deutsche Synchronisation?

    Leider nein. Das Spiel bietet nur eine englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln, die in der Übersetzung teilweise etwas unsauber formuliert sind.

  5. Was macht den TacSim-Modus so besonders?

    Dieser VR-Modus fungiert als End-Game-Inhalt, in dem ihr Missionen mit verschiedenen Modifikatoren wiederholt, Ingame-Währung für kosmetische Items sammelt und euch weltweit in Ranglisten messt.

  6. Ist eine permanente Internetverbindung erforderlich?

    Für den Einzelspieler-Modus nicht, aber um Ranglisten im TacSim-Modus zu nutzen oder Cloud-Spielstände abzugleichen, ist eine Verbindung notwendig.

  7. Wie schlägt sich die Performance auf der Konsole?

    Auf der Standard-PS5 und Xbox Series läuft das Spiel sehr flüssig. Die PS5 Pro bietet dank PSSR 2-Technologie eine noch höhere grafische Brillanz bei stabilen 60 FPS.

  8. Sind die Stealth-Elemente mit Hitman vergleichbar?

    Nur bedingt. Zwar gibt es Schleichpassagen und Distraktionsmöglichkeiten, doch das Spiel ist deutlich linearer und weniger komplex als die reinen Hitman-Sandbox-Missionen.

  9. Kann man Gadgets unbegrenzt einsetzen?

    Nein, die Gadgets benötigen Batterien oder Chemikalien, die ihr in der Welt finden müsst. Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad ist das Management jedoch eher zweitrangig, da Ressourcen sehr häufig zu finden sind.

  10. Ist das Spiel für Einsteiger des Action-Genres geeignet?

    Ja, durch den langsamen Aufbau im Tutorial und den anpassbaren Schwierigkeitsgrad – inklusive der Option für automatische Quick-Time-Events – ist das Spiel sehr einsteigerfreundlich.

Review Overview
9.4
Gesamtbewertung 9.4
Gute Punkte packende Origin Story mit perfektem Spionageflair Patrick Gibson liefert eine fantastische und authentische Leistung ab Wunderschöne und abwechslungsreiche Schauplätze rund um den Globus Nahtloser und spaßiger Wechsel zwischen Stealth und Action Extrem wuchtiges und befriedigendes Nahkampfsystem Hervorragender Soundtrack und tolle akustische Atmosphäre Hoher Wiederspielwert dank motivierendem TacSim Modus Sehr saubere und flüssige technische Performance auf modernen Konsolen
Schlechte Punkte Anspruchslose Gegner KI Gadgets auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad viel zu mächtig Ressourcenmanagement völlig belanglos durch Überfluss an Items Eher lineare Levelstruktur täuscht spielerische Freiheit oft nur vor Hakelige und unübersichtliche Kameraführung in Nahkämpfen Keine deutsche Sprachausgabe und fehlerhafte Untertitel Ein spezifischer Bosskampf enttäuscht spielerisch Unschöne und veraltete Wassereffekte in einem späten Level
Fazit
Das epische Actionabenteuer ist zweifellos ein phänomenales und extrem mitreißendes Werk geworden, das fast alle meine Erwartungen spielend übertroffen hat. Endlich bekommt die ausgehungerte Spielerschaft wieder ein hochwertiges und liebevolles Spionagespiel auf dem Niveau bester Hollywood-Blockbuster geliefert. Patrick Gibson etabliert sich sofort als fantastischer und verletzlicher junger Bond, der die Herausforderungen einer Neuinterpretation gekonnt meistert, zumal 007 First Light als Prequel und Soft-Reboot James Bond in einer frischen Ursprungsgeschichte verortet.
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TAGGED:007: First Light
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