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The Pathless (PS5) Test

Mit The Pathless beweisen die Entwickler von Abzu, Giant Squid, dass sie keine One-Hit-Wonder produzieren können. Der entspannende Mix aus The Legend of Zelda und Journey weiß durch seine tolle Atmosphäre und vor allem herrlichen Areale zu gefallen. In den nachfolgenden Zeilen verraten wir euch, warum ihr das Spiel definitiv ausprobieren solltet!

The PathlessIn The Pathless geht es um eine namenslose Jägerin, die zusammen mit ihrem treuen Adler auf einer mysteriösen Insel anlegt. Diese ist von einer geheimnisvollen Macht umhüllt, die die Seelen sämtlicher Tiergötter gefangen hält. Zu allem Übel verwendet das Böse die Seelen jener Tiere, um sie als eigene Abbilder gegen euch in den Kampf zu schicken. Ziel des Spiels ist es, Relikte zu finden, um auf Leuchttürmen einen Lichtstrahl auszusenden, der die magischen Stürme um die Tiergötter besänftigt und so angreifbar macht.

The Pathless – So leer, so mysteriös

Bei The Pathless handelt es sich in erster Linie um ein Open-World-Spiel. Doch im Gegensatz zu anderen Spielen dieses Segments müssen sich die Entwickler hier keine Sorgen darum machen, dass die Spielwelt prall gefüllt ist mit Leben. Das Gegenteil ist nämlich der Fall. Die Gebiete sind menschenleer und alles erinnert vielmehr an eine frühere Zeit, in der die Insel belebter gewesen ist. Hier tobte ein grauenvoller Krieg, der Brücken, Gebäude und so weiter in Schutt und Asche legte – die Überbleibsel seht ihr alle Nasen lang im Spiel.

Interessant ist hierbei, wie die Entwickler die Fortbewegung im Spiel realisiert haben. Die namenslose Heldin kann nicht auf motorisierte Gefährte zurückgreifen. Stattdessen gilt es durch die Dickichte, hohen Gräser, Wälder und so weiter zu laufen. Da die Ausdauer nicht ewig hält, haben die Entwickler an gut platzierten Locations Talismane angebracht, die euch einen maßgeblichen Schwung verleiten. So kommt ihr ganz bequem und vor allem flott von A nach B. Der oben bereits erwähnte Adler ist dann für den vertikalen Bewegungsspielraum zuständig.

The PathlessWenn ihr also beim Sprung erneut auf dieselbe Taste drückt, greift der treue Vogel euch an den Schultern und führt so über größere Distanzen. Im Verlauf des Spiels könnt ihr durch Upgrades die Höhe sowie Flugreichweite erweitern! Schlussendlich entsteht in The Pathless ein ungemein angenehmer Fluss aus Sprint, kurzer Flugpassagen, und Bogenschießen.

The Pathless – Die Ruhe selbst

Während eurer Reise werdet ihr keinem einzigen Feind begegnen. Der Bogen dient insofern dem Lösen der Puzzles. Bei diesen haben die Entwickler einiges an Kreativität bewiesen. Ohne hier großartig Spoiler zu geben oder spielerische Überraschungen zu offenbaren, will ich nur sagen: Die Möglichkeiten bei den Puzzles reichen von Fackeln mit nur einem Pfeil zu entzünden bis hin zu „um die Ecke“-Denken Spielereien. Passend dazu kommt auch euer tierischer Gefährte zum Einsatz, der etwa Spiegel umdreht, um so das Sichtfeld zu verbessern.

The PathlessErst in den fulminant gestalteten Bosskämpfen dürft ihr auch wirklich auf lebendige (mehr oder weniger) Ziele schießen. Was mich an den Bossen allerdings gestört hat, ist die Tatsache, dass es keinen Game Over Bildschirm gibt. Wenn euch die Feinde treffen, wirft euch das Spie lediglich mehrere Meter weit zurück. Ähnlich wie in den neuen Mario-Spielen könnt ihr hier also nicht mehr sterben. Somit verliert das Spiel auch an Spannung sowie Anspruch in den ansonsten sehr cleveren Kämpfen.

Optisch wie auch akustisch macht das Spiel einen sehr guten Eindruck. Die Grafik wird auch der PS5 natürlich niemanden umwerfen. Dennoch überragt The Pathless mit wundervollen Lichtspielereien, stimmungsvoller Vegetation und einem charmanten Charakter-Design. Die Musik dudelt angenehm und dezent im Hintergrund, wodurch sie sich stets der Umgebung anpasst. Der PS5 DualSense Controller wird unterstützt, wenngleich der Support ruhig etwas prominenter in den Vordergrund gestellt werden könnte

Fazit
The Pathless ist ein ruhiges Spiel mit wenigen, dafür aber stark akzentuierten Highlights – die Bosskämpfe. Die meiste Zeit verbringt ihr in den einsamen, mysteriösen Ländereien des Spiels und ergötzt der charmanten Design-Entscheidungen. Die Puzzles sind immer spannend, wenngleich die Schwierigkeit von albern leicht bis wirklich herausfordernd schwankt. Ähnlich wie die Tempel in Breath of the Wild also. Es ist schlicht faszinierend, wie das Spiel mich vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen hat und durch seine sechs Stunden lange Storyline an den Bildschirm fesselte. Kurzum: Ein richtiger Geheimtipp für eure PS5 (und sinngemäß auch PS4)!
Gut
  • Post-apokalyptische Welt stimmungsvoll realisiert
  • Bosskämpfe sehr cool gemacht
  • Spannende Rätsel
  • Adler ergänzt Fortbewegungsmöglichkeiten sehr gut
  • Zahlreiche Geheimnisse
Weniger Gut
  • Kein Game Over möglich
  • Keinerlei Wiederspielwert
  • Mit 5-7 Std recht kurz geraten
8
Gut
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