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Code Vein (PS4) Test

Bereits auf der Gamescom durfte ich die Vorversion von Code Vein anspielen und die Eindrücke haben sich bestätigt. In einer dunklen, postapokalyptischen Welt versetzt euch Code Vein in ein unvergleichliches Dilemma, in der verlorene Seelen, wiederkehrende Krieger und gewöhnliche Menschen existieren. Alle sind auf der Suche nach Blut. Ein wahnsinniges Multiplayerspektakel, dass durchaus sehr herausfordernd ist.

Code Vein – Schön siehst du aus

Der Einstieg bei Code Vein bietet alles was man sich nur wünschen kann. Chormusik wie aus einem düsteren Vampirfilm, und viele Lichteffekte, die einem den Atem rauben. Doch zunächst befassen wir uns mit dem Hauptprotagonisten, der von euch persönlich gestalten werden kann. Ich habe selbst etwa 90 Minuten nur mit der Modellierung der Figur verbracht. Neben den Standardfeatures wie Gesicht, Hautfarbe, Augen, Haare usw. gibt es noch etliche Accessoires mit denen ihr euch ausstatten könnt. Bspw. legt ihr eine Frisur fest, ist die noch nicht endgültig. Man kann einzelne Strähnen in verschiedenen Ausführungen hinzufügen oder noch einen Pony draufsetzen. Mein persönliches Highlight waren hier die Pupillen bei der Gestaltung der Augen. Nachdem ich 20 Minuten gebraucht habe um die ideale Fassung zu finden, kam im nächsten Schritt die Möglichkeit unterschiedliche Pupillen je Auge zu verwenden. Das Modellieren bietet unglaublich viele Auswahlmöglichkeiten und versüßt einem bereits früh den eigentlichen Einstieg ins Geschehen. Begleitet von tollen Lichteinflüssen und sonstigen farblichen Effekten ergibt sich ein sagenhaftes Spielgefühl bei Code Vein.

Code Vein – Blut ist dicker als…

Eingetaucht im Geschehen wird man kurz durch die vergangene Geschichte geführt, bleibt allerdings mit vielen Fragezeichen zurück. Nach und nach kann man sich mehr und mehr Informationen erarbeiten und weitere Partnerschaften schließen, die einem während der Abenteuer zur Seite stehen und tatkräftig mithelfen. Neben monströsen Waffen und ausgewöhnlichen Rüstungen ist vor allem der Skill-Baum bei Code Vein interessant. Jeder Wiederkehrer verfügt über eine bestimmte Kraft, die er einsetzt. Dieser ist mit dem Blut des Kriegers verbunden. Es gibt nur einen Charakter auf den dies nicht zutrifft, DU.

Ihr könnt das Blut anderer aufnehmen und die verschiedenen Kräfte vereinen. Dadurch entstehen euch nahezu unendliche Möglichkeiten eure Kräfte zu kombinieren und eure Gegner schnell und vernichtend zur Strecke zu bringen. Jeder Blut Code verfügt über diverse aktive Funktionen, sowie auch passive. Zu den aktiven Aktionen zählen unterschiedliche Angriffstechniken, während die passiven Aktionen ebenfalls ausgerüstet werden müssen und bspw. euch und eure Verbündeten heilen oder verstärken. Die einzelnen Codes erhaltet ihr mit fortlaufender Geschichte von einzelnen Freunden oder auch Gegnern, die ihr unterwegs trefft. Nicht nur eure Skills sind erweiterbar auch jede Waffe oder Ausrüstung, die ihr besitzt, ist individuell aufwertbar. Hierbei sind allerdings Gewicht, Klasse und Durchschlagskraft in Balance zu halten, damit euer Charakter schnell und wendig bleibt. Falls ihr euch zu sehr schweren Gerätschaften widmet, werdet ihr langsam und die Angriffe dauern dementsprechend länger. Dies kann fatale Auswirkungen während Kämpfen haben.

Code Vein – Brutale Level

Denn die Monster haben es in sich. Teilweise getarnt von der Decke fallend oder aus der Wand oder hinter Kästen kommend greifen sie blitzschnell an und richten verherrende Schäden an eurer Lebensanzeige an. Daher ist es unabdingbar eure Fähigkeiten und Waffen regelmäßig zu aktualisieren. Auch taktisch geschickt muss man vorgehen um sich teilweise gegen etliche gleichzeitig angreifende Verlorene durchzusetzen. Hilfreich ist hierbei die Notsignal-Funktion. Steckt ihr irgendwann fest und kriegt einfach einen Abschnitt nicht hin könnt ihr Hilfe aus der Code Vein-Community herbeirufen. Ihr sendet ein Notsignal und wenn jemand sich einen Ruck gibt, kämpft er schon an eurer Seite. Ebenfalls Freunde kann man dazu rufen und sich so besser auf zukünftige Missionen einstellen. Die Kooperationsabschnitte sind nahtlos und ohne Verzögerung.

Fazit
Fantastisches Spiel. Code Vein kombiniert alles was man für einen guten RPG braucht. Riesige Karten und Schauplätze, noch größere Gegner und eine endlose Zahl an diversen Möglichkeiten um seinen Charakter aufzuwerten. Die düstere und dennoch schöne Geschichte blickt gleichzeitig gesellschaftskritisch auf die reale Welt und entführt den Spieler in eine mögliche grässliche Zukunft, wo sich alle Lebewesen um ein paar Ressourcen restlos ausrotten. Die individuelle Gestaltungsmöglichkeit des Charakters verpasst euch ein Unikat und macht es unwahrscheinlich, denselben Charakter zweimal anzutreffen. Die zahlreichen Gegner und Endbosse sind keine leichten Aufgaben, was ein sinnfreies umherlaufen verbietet, denn man kann nicht einfach mal eben um die Ecke laufen und einige Gegner erledigen, selbst die können sich immer wieder als harte Nuss herausstellen. Taktische Finesse, tolle Geschichte, vielfältige Charaktere und ein tolles Multiplayererlebnis verspricht euch Code Vein und sollte auf keinen Fall in der Sammlung fehlen. Code Vein garantiert euch viele Stunden Spielspaß.
Gut
  • Vielfältige Modellierungsmöglichkeiten
  • Einfaches und umfangreiches Upgradesystem
  • Tolles Zusammenspiel aus Musik und Story
Weniger Gut
  • Schlechte Orientierungsmöglichkeiten während der Missionen
  • Unübersichtliche Kämpfe teilweise, fatal da die Gegner extrem stark sind
9
Sehr gut

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