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We are Football (PC) Test

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We are Football. Als im Jahre 2015 das Unternehmen Bright Future den Fussball Manager 2014 als letzten Ableger der erfolgreichen Fussball-Wirtschaftssimulation ankündigte, zerbrachen die Herzen vieler Genre-Liebhaber. Während der SEGA Football Manager im deutschsprachigen Raum nur geringen Anklang fand und es insgesamt nur wenige Alternativen gab, versuchten diverse Fanseiten den Fussball Manager 14 stetig zu aktualisieren. We Are Football soll nun endlich wieder dieses Genre zum Leben erwecken. Mit Gerald Köhler als erfahrenen Entwickler der erfolgreichen Anstoß-Teile und Fussball Managers, sind eigentlich alle nötigen Voraussetzungen für einen großartigen Manager gegeben. Ob diese Erwartungen erfüllt werden, lest ihr weiter im Testbericht.

We are Football – Spielbeginn und Vorbereitungen

Zu Beginn kann zwischen Frauen- und Männerfussball gewählt werden. Desweiteren gibt es die Möglichkeit, die deutsche Bundesliga (DLC) auszuwählen. Wie auch aus anderen Spielen dieses Genre bekannt, kann schließlich eine Karriere begonnen oder ein Verein ausgesucht werden. Hierbei besteht auch die Möglichkeit, ein Startland zu wählen. Originale Ligadaten lassen sich durch den mitgelieferten Editor ergänzen.

Nach Eintragung der Spieler-Manager-Daten und Vereinswahl geht es weiter zur Festlegung des Saisonziels. Anschließend kann der Spieler seinem Team die eigenen Erwartungen, Vorstellungen und Ziele mitteilen. Diese beziehen sich auf das Teamalter, Rotationsplanungen, Trainingsstrategien oder die Spielweise. Schließlich gelangt der Spieler ins Hauptmenü.

Dieses ist sehr übersichtlich gestaltet und erinnert an die früheren Managersimulationen. Im unteren Bereich ist eine Leiste zu finden. Über diese Leiste kann der Spieler verschiedene Menüpunkte anwählen. So ist es möglich auf die erste und zweite Mannschaft zurückzugreifen, einen Überblick über die Jugendarbeit zu beschaffen oder auf den Transfermarkt zu schauen. Alle diese Bereiche sind sehr übersichtlich dargestellt und  gut strukturiert. Auch Einsteiger können sich sehr schnell zurechtfinden.

We are Football – Aufstellung, Taktik und Trainingsplanung

Aufstellungen lassen sich frei gestalten und Aufgaben auch bei Bedarf auf Co-Trainer verteilen. Im taktischen Bereich gibt es leider keine Möglichkeit, feine Einstellungen vorzunehmen. So können keine Einzelspieler oder Einzelpositionen angesteuert und mit speziellen taktischen Aufgaben belegt werden. Es lassen sich eher Schwerpunkte festlegen, die sich auf Spielfeldpositionen (Flügelspiel, Zentralbereich, links oder rechts) beziehen. Auch das Offensiv bzw. Defensivspiel lässt sich vorgefertigt anpassen.

Entsprechend der taktischen Auswahl können auch Trainingsziele und die Intensität festgelegt werden. Das Training kann für einzelne Wochentage festgelegt werden und verschiedene Bereiche wie Kondition, Technik, Passspiel oder bspw. Taktik umfassen. Hierbei sollte eine ausgewogene Auswahl getroffen werden, um die Form der Spieler aufrecht zu erhalten.

Die einzelnen Spieler können beliebig eingesetzt und je nach Trainingszielen für bestimmte Positionen „geformt“ werden. So können Stürmer sich beispielsweise auch zu offensiven Mittelfeldspielern entwickeln lassen. Dies hängt natürlich auch von den Fähigkeiten der Spieler ab.

We are Football – Atmosphäre, Spieltag und Grafik

Wer sich einen 3D-Modus im Stil des Fussball Managers wünscht, wird bei We are Football enttäuscht sein. Ein tatsächlicher Spieltag läuft sehr minimalistisch ab. Es werden lediglich die Spieler und die dazugehörigen Spielzüge auf das Spielfeld gezeichnet. Hinzu kommt die Information, um was für ein Tor (z.B. Kopfball) es sich handelt.

Der eigene Kader ist kontinuierlich zu sehen. Gleichzeitig auch eine Spielerbenotung. Je nach Leistung und Form der eigenen Spieler können dann Auswechslungen durchgeführt. Auch der Spielereinsatz kann je erhöht und niedriger angesetzt werden.

Die Grafik wirkt insgesamt sehr verspielt und nicht realitätsnah gestaltet. Es erinnert sehr viel an die früheren Manager-Simulationen wie Anstoß. Jedoch ging es bei den Managerspielen der früheren Zeit auch vorrangig um die eigentliche Simulation. Schließlich bestand die erste Fussball-Wirtschaftssimulation „Bundesliga Manager“ so gut wie nur aus Texten.

We are Football – Finanzen, Wirtschaft und Persönliches

Auch in „We are Football“ können Ticketpreise verändert, das Stadion ausgebaut und Werbeverträge abgeschlossen werden.

Der persönliche Bereich umfasst weniger Handlungsmöglichkeiten als der Fussball Manager ermöglichte, allerdings noch genug, um einen persönlichen Bezug zu seinem Spieler-Ich herzustellen. Immerhin kann eine Party oder Weiterbildung geplant werden. Zusätzlich ist es möglich die eigenen Fähigkeiten oder potenziell interessierte Vereine einzusehen.

Fazit
We are Football ist ein Fussball Manager, der besonders für Einsteiger zu empfehlen ist. Die Menüführung ist übersichtlich und selbsterklärend. Bereits nach dem Start findet man sich sehr schnell zurecht und kann problemlos alle wichtigen Einstellungen vornehmen. Sollte dennoch Überforderung eintreten, können Aufgaben auf einzelne Mitarbeiter/-innen des Vereins übertragen werden. Wem der SEGA Football Manager zu aufwendig ist, der kann mit We are Football auf jeden Fall glücklich werden.
Gut
  • für Einsteiger geeignet
  • sehr übersichtlich und einfach strukturiert
  • ausgewogene Sport- und Wirtschaftssimulation
Weniger Gut
  • wenig Tiefgang im Taktikbereich
  • keine tatsächliche Darstellung der Spielzüge
  • Einige Bugs vorhanden (utopische Transferangebote für durchschnittliche Spieler)
7
solide

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