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Mass Effect Legendary Edition (PS4) Test

Mass Effect Legendary Edition beweist im Test, dass die Entwickler von BioWare ihr Handwerk nach wie vor verstehen. Die Liebe zum Detail und die gewieften Neuheiten machen die Edition zum besten Anhaltspunkt für eine intergalaktische Reise. Wir haben uns einmal mehr in die Shepard-Saga begeben und berichten euch von unseren Erlebnissen!

Mass Effect Legendary Edition spielt zu Beginn in unserer Milchstraße, bevor es in späteren Ablegern des Spiels in die Andromeda-Galaxie geht. Mit der Story wollen wir hier nicht allzu viel Zeit verlieren, denn Mass Effect hat bereits mehrere Jahre auf dem Buckel und die meisten von euch werden das eine oder andere Detail bereits kennen. So viel aber sei verraten: Die Menschheit hat auf dem Mars den sogenannten Masse-Effekt entdeckt, womit interstellare Reisen möglich werden. Daraufhin werden sie Teil der intergalaktischen Kommunikation mit Aliens und lernen auch so einige neue Gefahren kennen.

Mass Effect Legendary Edition – Inhaltlich unverändert, grafisch aufgehübscht

Mass Effect Legendary Edition Mass Effect Legendary Edition bietet bekanntlich alle drei Spiele der Trilogie. Während ihr inhaltlich keinerlei Neuheiten erwarten solltet, gibt es auf Seiten der Grafik ein paar nette Überraschungen. Gerade Mass Effect 1 hat hier die vielleicht dramatischsten Neuheiten erfahren. Das ist wenig überraschend, liegt die Veröffentlichung bereits 14 Jahre zurück. BioWare hat die Unreal Engine 3 nicht updaten können, doch was sie damit anstellten, ist richtig stark. Selbst Spiegelungen, die eigentlich mit der Engine nicht möglich sein sollten, lassen sich problemlos darstellen.

Natürlich ist das Alter an vielen Stellen noch zu erkennen – insbesondere bei Charaktermodellen. Doch abseits davon genießt ihr hochaufgelöste Texturen, tolle Nebeleffekte und mehr. Auch Subsurface Scattering, Ambient Occlusion und besseres Anti-Aliasing sind nun mit an Bord. Die Konsolenversionen laufen mit bis zu 4K30 bzw 60 FPS (PS5/XSX), während PCs mit bis zu 240 FPS und 4K laufen.

Schön ist auch, dass die Entwickler einige ältere Schauplätze optisch aufgebohrt haben. Mehr Details, mehr Objekte und zusätzliche NPCs schmücken nun so manche Locations, sodass diese lebhafter wirken. Eden Prime ist hier ein exzellentes Beispiel. Im Original war nichts von der größten Kolonie der Menschen zu sehen. Im Remaster wirkt es nun wie eine vernünftige, ausgebaute Kolonie. Respekt!

Mass Effect Legendary Edition – Neu und alt

Mass Effect Legendary Edition Die Mass Effect Legendary Edition vereinheitlich das Gameplay alle drei Spiele. Damit gehen auch die meisten Änderungen bei Teil 1 einher. Vom UI bis hin zur Steuerung haben die Entwickler hier Hand angelegt. Damit ist auch der Übergang vom ersten zum zweiten zum dritten Teil der Reihe deutlich angenehmer. Auch die Waffenbalance hat so manche Änderung erfahren, wodurch sich Cooldowns und Hitzeentwicklung im Vergleich zum Original maßgeblich unterscheiden.

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Leider nicht überarbeitet haben die Entwickler das Inventarmanagement von Mass Effect 1. Die Mass Effect Legendary Edition füllt euer Inventar weiterhin mit zu vielen unnützen Gegenständen, wodurch ihr viel zu viel Zeit damit verbringt, alten Kram auszusortieren. Dasselbe gilt für die Gegner-KI sowie das inzwischen doch arg altbackene Deckungssystem. Selbst alte Bugs (unendliche Rufpunkte) sind beibehalten worden – vermutlich der Memes wegen.

Mass Effect 2 hat die wenigsten Neuheiten erfahren, gilt gemeinhin aber auch als der solidere der drei Ableger. Mass Effect 3 hingegen erhielt ein Facelift bei der Galaktischen Bereitschaft. Dieser hatte im Original den Twist, dass der Mehrspieler-Modus einen nicht unerheblichen Anteil am Ausgang der gesamten Storyline hatte. Statt dem Mehrspieler zählen in der Mass Effect Legendary Edition lediglich eure eigenen Taten. Wichtig hierbei: Fangt ihr sofort mit Teil 3, wird es schwerer das beste Ende zu erreichen. Spielt ihr hingegen die gesamte Trilogie der Reihe nach, ist es fast schon grundgegeben – es sei denn ihr entscheidet euch bewusst für die immer schlechteste Option.

Neben den insgesamt 40 DLCs beinhaltet Mass Effect Legendary Edition aber auch ein paar Neuheiten. Der Charaktereditor ist einheitlich über alle drei Spiele und bietet darüber hinaus neue Spielereien. Zudem gibt es einen Fotomodus, mit dem ihr tolle Bilder schießen könnt.

Fazit
Wenn ihr bisher nicht in Berührung mit Mass Effect gekommen seid, bietet die Mass Effect Legendary Edition den besten Einstiegspunkt. Die Vereinheitlichung der Spielmechaniken, des UIs und die gut gemachten Verbesserungen an der Grafik lassen die altehrwürdige Reihe in neuem Glanz erscheinen. Alle drei Spiele sind erste Klasse und vor allem was die Story angeht schon jetzt legendär. Mein Respekt an die Entwickler*innen bei BioWare. Wir können den vierten Ableger nach diesem Vorgeschmack kaum abwarten!
Gut
  • Grandiose Story über drei starke Teile
  • Erstklassig geschriebene Charaktere
  • Entscheidungen haben einen konkreten Einfluss auf die Story
  • Grafisch merklich aufgehübscht
  • Toller Soundtrack
  • UI, Steuerung, Gameplay sinnvoll vereinheitlicht
  • Randvolles Paket mit nahezu allen DLCs
  • Riesiger Wiederspielwert
  • Klasse englische Sprecher
Weniger Gut
  • Alte Bugs weiterhin mit dabei
  • KI nach wie vor eher schlecht
  • Itemmanagement in ME1 weiterhin nervenraubend
  • Planetscannen in ME2 sehr langweilig
9
Sehr gut

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